Nach "Bilder einer Ausstellung: Zum Verbeugen bereit: Tanzlin.z

Ein Meisterwerk ist Mei Hong Ling, Direktorin von Tanzlin.z mit ihren eigenen Bildern zu Modest Mussorgskis Komposition „Bilder einer Ausstellung“ gelungen. Auf der Bühne außerdem der Pianist Stefano Vasileiadis und der Dj Randomhype (Christina Dichtel). Mit großer Begeisterung ist der Tanzabend „Bilder einer Ausstellung“ von Mei Hong Lin | Modest Mussorgski | Randomhype am 26.September im Musik Linz vom, allen Regeln folgend, vollzählig erschienen Publikum aufgenommen worden.

Ditta Rudle
 DasCollectif im Tohuwabohu. © Lukas Beck

„Für "Tohuwabohu“ und „The Return of Ishtar“, haben die Gruppen Dschungel Wien gewäht um die Uraufführung zu zeigen. Zugleich feiert Dschungel mit dem Doppelabend den Beginn der Saison 2020/21.  Die künstlerischen /kaufmännischen Leiterinnen, Corinne Eckenstein und Alexandra Hutter freuen sich über den Starten ihrer fünften Saison, nicht nur über die beiden gelungen mit dem Dschungel Wien produzierten Gastspiele von DasCollectif und Lovefuckers, sondern auch über den lauen Abend, der, wie es scheint, der letzte in diesem Jahr war. Die Atmosphäre des Dschungel lockt auch zahlreiche Gäste an die Tische des Cafés, die Stimmung im Saal und vor der Tür könnte nicht fröhlicher sein.

Ditta Rudle
"Adagio Hammerklavier": Papava, Esina Konovalova.

Eigentlich hat die Ballettsaison in der Volksoper längst begonnen, nämlich mit den letzten Vorstellungen des Erfolgsballetts „Peter Pan“ am 10. September. Doch damit hat der neue Ballettdirektor, Martin Schläpfer, noch nichts zu tun gehabt, es war quasi eine Verlängerung der Saison 2019 / 20. Am 20. September hat die neue Saison so richtig eingesetzt. Überraschung bietet Direktor Schläpfer noch keine, vorsichtig holt er drei Stücke aus dem Repertoire, die zwar in den Körpern der Tänzer*innen, doch in dieser Zusammenstellung noch nie auf dem Spielplan gestanden sind. Eine Premiere also. Paul Lightfoot mit Sol León, Hans van Manen und Jiři Kylián sind „Hollands Meister“. Das Staatsballett tanzt in der Volksoper.

Ditta Rudle
Anna Maria Nowak, Karin Pauer und Anna Mendelssohn schwimmen über den Ozean der Gedanken. © Kati Göttfried

Drei Frauen, zwei Tänzerinnen, Anna Novak und Karin Pauer, und eine Schauspielerin, Anna Mendelssohn, machen sich Gednken. Sie sprechen, erzählen, tanzen. Anna Nowak hat sich mit ihren Kolleginnen Schwieriges vorgenommen. In „Oceans of Notions (swimming)“ versucht sie mit den Kolleginnen abstrakte Begriffe konkret zu machen, mit Bildern, Metaphern und Bewegungen. Es geht um Vorstellungen und Ideen, wie die Welt eine andere werden könnte. Ein engagiertes, komplexes Stück zur Geräuschkomposition von Stephan Sperlich, im März dem Lockdown zum Opfer gefallen, doch jetzt endlich auf der Bühne.

Ditta Rudle
"Der grüne Tot": Elena Francalanci trocknet ihren Bräutigam.

Zur Saisoneröffnung hat Le Studio Theater und Tanz auf der Bühne präsentier. Filme auf dem Bildschirm und mitten drin persönliche Gedanken von Anne Juren zur Liebe. Die Liebe verbindet sämtliche Vorstellungen, die, unter dem Titel „Je t’aime moi non plus“ zusammengefasst, zur Eröffnung der neuen Saison am ersten September-Wochenende gezeigt worden sind.

Ditta Rudle
Pussy Riot meets Nijinsky – eine beeindruckende Arbeit.

Mit „DeSacre“ verschränkt Christine Gaigg Vaslav Nijinsky mit Pussy Riot, den russischen Protestpunkerinnen. „DeSacre! Pussy Riot meets Vaslav Nijinsky“ wirkt, obwohl für einen Kirchenraum konzipiert, auch auf der Freiluftbühne in Oberlaa, und ist auch nach sieben Jahren genau so frisch und interessant wie damals. Damals, das war ein Jubiläumsjahr, die Uraufführung des Balletts „Le Sacre du printemps“, komponiert von Igor Strawinsky, choreografiert von Vasvav Nijinsky, wurde gefeiert. 100 Jahre war sie alt und immer noch lebendig.

Ditta Rudle