Fast ein Schleiertanz im Wasserbecken.

Die Urban Dance Company Hungry Sharks auf Tauchstation. Zwei Tänzerinnen und vier Tänzer zeigen eine Unterwasser Performance in einem Schwimmbecken auf der Schmelz. „Zeitgeist“ nennen sie das anstrengende 45 Minuten dauernde Stück, mit dem Choreograf + Tänzer Valentin Alfery und die Tänzer*innen die Möglichkeiten einer Choreografie und tänzerischer Bewegungen im Wasser untersuchen. Ein faszinierendes Experiment.

Ditta Rudle
Anne Juren, Linda Samarawerová: "42"

42“ nennt Anne Juren ihre jüngste Choreografie / Performance, deren Uraufführung gegen Ende des ImPulsTanz Festivals im Odeon stattgefunden hat. Unterstützt von Linda Samaraweerová zeigt Juren eine bestechend minimalistische Darstellung im ausgeklügelten Lichtdesign von Bruno Pocheron.

Ditta Rudle
Admiral Burrows spricht und tanzt mit den Händen. © Hugo Glendinning

Der Tänzer und Choreograf Jonathan Burrows, Besucher*innen des alljährlichen ImPulsTanz Festivals durch die Duette mit Matteo Fargion bestens bekannt, zeigt im kühlen Keller des Leopold Museum sein erstes Solo: „Rewriting“. Basis sind eine Choreografie, die niemals verwirklicht worden ist und sein 2010 erschienenes Buch, „A Choreographer’s Handbook“ und gut hundert kleine beschriebene Zettel, die auf einem Stapel links vom Tänzer liegen und am Ende nach rechts gewandert sind. Ein intimes Kammerspiel, ein Solo, das keine Wünsche offen lässt.

Ditta Rudle
DD Dorvillier in Aktion. © Karolina Miernik

No Change, or freedom is a psycho-kintec Skill“ von DD Dorvillier / human future dance corps war im Rahmen der ImPulsTanz-Reihe „Classic 2019“ ein Mal im Kasino am Schwarzenbergplatz zu sehen. Mit DD Dorvillier haben die Tänzerin Elizabeth Ward und der Musiker und Techniker Nicolas Barrot, der allerdings nur für einige Minuten, auf der Bühne gearbeitet.

Ditta Rudle
Jose Agudo tanzt in vielen Sprachen.

Es wird wieder getanzt! Der Flamencotänzer und Assistenzchoreograf und Ballettmeister bei Akram Khan, Jose Agudo, hat im Mai 2017 seinen ersten eigenen Tanzabend präsentiert. „Silk Road“, im Akademietheater gezeigt, ist für mich einer der Höhepunkte des heurigen ImPulsTanz Festivals. Ein zweiteiliger Abend, dessen ersten Teil, zwei Solos von Agudo, Rafael Amargo und Nahid Siddiqui choreografiert haben.
Der gesamte Abend: nahezu unerträglich schön.

Ditta Rudle
Die tätowierte Fußsohle Steven Cohens.

So schön und so traurig. Der südafrikanische Künstler Steven Cohen trauert um seinen Liebsten. Ihm, Élu, ist das Ritual, an dem Cohen das Publikum teilnehmen lässt, gewidmet. „Put your heart under your feet… and walk! / à Élu“ nennt er die Performance, die  im Rahmen des ImPulsTanz Festivals im Odeon zelebriert worden ist.

Ditta Rudle