"Artifact Suite": Nikisha Fogo, Jakob Feyferlik

Drei große Nachfolger George Balanchines stehen auf dem Programm dieser letzten Ballettpremiere an der Staatsoper unter der Direktion von Manuel Legris. Aus ihrem reichhaltigen Œuvre hat Legris vier frühe Werke ausgewählt: „fact Suite“ von William Forsythe, „Trois Gnosiennes“, „Solo“ von Hans van Manen und „Psalmensymphonie“ von Jiří Kylián. Eine Hommage an das Ballett, die auch das begeisterte Publikum bekräftigt hat. Für einen Abend regiert der Tanz.

Ditta Rudle
Roman Lazik, der reuige Pater Lorenzo

Die „Symphonie dramatique Roméo et Juliette“, uraufgeführt 1839, für Orchester, zwei Chöre und Solostimmen hat Hector Berlioz für den Konzertsaal geschrieben. Der Choreograf Davide Bombana macht mit dem Wiener Staatsballett die Musik sichtbar, fügt dem originellen, hochdramatischen Werk eine neue Dimension hinzu. In der 13. Aufführung des für Wien geschaffenen Balletts haben Elena Bottaro und Andrés Garcia Torres das von William Shakespeare zum Mythos erhobene Liebespaar interpretiert. Mit langanhaltendem Jubel sind die Tänzer*innen, die Sängerin und die beiden Sänger und der Dirigent Gerrit Prießnitz bedankt worden.

Ditta Rudle
Das Ereignis: die Jugend beißt sich durch

Ein Ereignis! Die dritte Klasse des vierjährigen Lehrgangs Schauspiel an der MuK (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) hat am 4.4. im Dschungel Wien eine ernsthafte Komödie aufgeführt, die sich sehen lassen kann und gesehen werden soll. In der Regie von Susi Stach und Karin Koller spielen neun Student*innen quasi sich selbst, junge Menschen auf der Suche nach ihren Stärken und Schwächen. Komisch, fesselnd in einer gut abgeschmeckten Mischung: „Das Ereignis“.

Ditta Rudle
Sprengkörperballade: Die Töchter Veronika Glatzner, Alice Peterhans

In der Regie von Claudia Bossard bringt das Kosmos Theater derzeit die österreichische Erstaufführung des 2017 in Köln uraufgeführten Stückes Sprengkörperballade der 1984 in Wien geborenen Dramatikerin Magdalena Schrefel. Mehr Poem als Ballade ist dieses Stück, das sich unterschiedlichen Konstellationen von Beziehungen in Form von Geschichten widmet, die man wohl gemeinsam erlebt haben mag, aber immer so ganz anders erzählt, als es die andere/n tun würde/n.

Angela Heide
Jan Jakubal tanzt Gedanken. © Misha Pekarek

Der Tänzer und Choreograf Jan Jakubal bringt ein abstraktes Thema physisch-konkret auf die Bühne. Mit der Puppenspielerin Niina Lindroos, Musik, Licht und Videoanimation hat die düstere rätselhafte Performance „Hanuman Addiction Cycle“ am 3. April im Off Theater Premiere gehabt.

Ditta Rudle
Reif nach vier Jahren: Tänzerinnen und Tänzer der MuK

Mit Esther Balfe, Darren Ellis und Doris Uhlich hat die Abschlussklasse Tanz im MuK (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) drei unterschiedliche Choreografien erarbeitet, die an zwei Abenden unter dem zusammenfassenden Titel "Articulation" die Bandbreite des Studiums und das hohe Niveau der Student*innen gezeigt haben. Am 2. April, dem Tag nach der Premiere, haben die sechs Studentinnen und zwei Studenten die Bachelorprüfung bereits bestanden, sie konnten als Profis auftreten.

Ditta Rudle