Willem Dafoe ist der  Maler Van Gogh

Faszinierend und bewegend. Julian Schnabels Porträt des Malers Vincent van Gogh (1853–1890) ist keine Biografie. „Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“ sind intensive, impressionistische Szenen, Gedanken und Emotionen des Malers während der letzten Phase seines Lebens. Verkörpert wird dieser Künstler im Schaffensrausch von Willem Dafoe. Der Oscar für den besten Darsteller war dem 64jährigen sicher. Den Pinsel des Künstlers hat Bennoît Delhomme mit der Kamera geführt.

Ditta Rudle
Eva Melander als Grenzbeamtin Tina. © Lunda Filmverleih

Ein vielschichtiger Film, der alle Grenzen jeglichen Genres sprengt. Ein Märchen, ein Fantasy-Film, ein Plädoyer für das Fremde und gegen die Angst vor dem Anderen, ein Horrorfilm, eine Romanze mit einem Hauch Krimi, und auch die Natur spielt eine wesentliche Rolle. „Grenze“ heißt er nicht nur, weil die Hauptperson, Tina, eine Zollbeamtin ist, die eine besondere Gabe hat, sie kann Angst und Scham, Wut und Gemeinheit an den Menschen riechen. Deshalb entgeht ihr kein Krimineller, der von der Fähre aus Dänemark nach Schweden kommt.

Ditta Rudle
Valerie Pachner ist Lola, die den Boden unter den Füßen verlieret.

Eine Frau zwischen Scylla und Charybdis. Auf der einen Seite der Ehrgeiz, im anstrengenden Job als Unternehmensberaterin erfolgreich zu sein. Auf der anderen die Sorge um ihre psychisch kranke Schwester, deren Vormund sie ist. Caroline (Valerie Pachner), Lola gerufen, taumelt zwischen Wahn und Wahnsinn und ist drauf und dran, den Boden unter den Füßen zu verlieren. „Der Boden unter den Füßen“, der jüngste Film von Marie Kreutzer, war in Berlin für den Goldenen Bären nominiert und als Eröffnungsfilm zur Diagonale in Graz eingeladen, wo Kreutzer für den Thomas-Pluch-Drehbuch-Preis auf der Liste steht.

Ditta Rudle
Anna (Galatéa Bellugi) ist die Jugnfrau erschienen. © Fimladen Filmverleih

Der Kriegsberichterstatter Jacques Mayano wird vom Vatikan gebeten, an einer Kommission der Glaubenskongregation teilnehmen. Es gilt eine Marienerscheinung zu untersuchen. Ist das Übernatürliche tatsächlich geschehen, oder die junge Anna, die die Erscheinung behauptet, eine hysterische Schwindlerin? Der vielfach preisgekrönte französische Schauspieler Vincent Lindon spielt einen hartgesottenen, skeptischen Mann, den seine Begegnung mit Anna (Galatéa Bellugi, eine Entdeckung) im Zuge seiner Recherchen merklich aufweicht.

Ditta Rudle
Manuel Nuñez als  fröhlicher und auch trotziger Yuli

Inspiriert von der Lebensgeschichte des weltbekannten Tänzers Carlos Acosta, hat die1968 in Spanien geborene Schauspielerin und Regisseurin Icíar Bollaín einen mitreißenden Film über die außergewöhnliche Karriere des Tänzers und seine Heimat Kuba gedreht. Den erwachsenen Tänzer spielt Carlos Acosta selbst, das Kinderich von „Yuli“ wird von dem damals zehnjährigen Edilson Manuel Olbera Nuñez verkörpert, ein Bub zum Abbusseln. Dagegen fällt KeyvinMartínez, der den jugendlichen Carlos spielt, deutlich ab.

Ditta Rudle