Friedrich Ani, Autor mit vielen Talenten, als Redner bei einer Demo 2018. © wikpedia / H. Schlottmann-stten

Einen Kriminalroman kann man Friedrich Anis neuen Roman nicht nennen, auch wenn gleich drei Kommissare und eine Kommissarin auf der Suche nach einem Täter sind. Ani-Fans kennen sie alle, Tabor Süden, Jakob Franck, Polonius Fischer und Fariza Nazri, die einzige, die sich selbst zu Wort meldet und einen Teil der Geschichte erzählt. Doch die Jagd nach Tätern steht nicht im Mittelpunkt des Romans, „All die unbewohnten Zimmer“ fesselt vor allem durch einen tiefen Blick in alte Augen und kaputte Seelen.

Ditta Rudle
Autor Ian McEwan. © Annalena McAffee

Der große britische Autor Ian McEwan erobert mit dem Roman „Maschinen wie ich“ ein neues Genre: Science-Fiction, die erdachte Zukunft. Diese spielt bei ihm allerdings im Jahr 1982, damit er allerlei historische Exkurse einfügen kann. Zugleich erzählt er eine Liebesgeschichte, verpackt diese in einen Krimi und lässt sie zur Dreiecksgeschichte werden. Der Dritte in dem Spiel ist jedoch kein Mensch, sondern ein Android oder Replikant, also eine Maschine, die wie ein Mensch aussieht und sich auch menschenähnlich verhält.

Ditta Rudle