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Realität oder Fantasie, Wahrheit oder Hirngespinst? Wem gehört die Literatur, was ist ihr erlaubt, was verboten? Neuerdings suchen Autorinnen wieder nach einer Antwort. Was darf, was tut ein Autor und ist er überhaupt wichtig? Darüber wurde und wird immer wieder geschrieben. Die Literatur wird zur Metaliteratur, der Roman zum Metaroman, weil sie sich selbst thematisieren. Auch in Enrique Vila-Matas’ Buch Este Bruma insensata / Dieser sinnlose Nebel, 2019 auf Spanisch erschienen, jetzt von Petra Strien-Bourmer für den Wallstein Verlag übersetzt, ist das Schreiben und das Lesen das eigentliche Thema. 


Der österreichische Autor Marc Elsberg erreicht mit seinen Wissenschaftskrimis Millionenauflagen. Auch der neue Roman, Eden – Wenn das Sterben beginnt, wird die Leserinnen erschüttern, doch geschehen wird nichts. Die Gletscher schmelzen, die Meere erhitzen sich, die Eisbären sind ebenso dem Tod geweiht wie die Meerestiere und die Menschen werden verhungern. Das Sterben hat schon begonnen. Wen schert’s? 


Der Spion ist am Ende, wie der kalte Krieg und die Sowjetunion. Es gibt für ihn Anfang der 1990er Jahre nichts mehr zu tun. Zu seinem Glück trifft Dieter Germeshausen, der Doppelagent, den einen aufsteigenden Stern am Dichterhimmel, Jakob Dreiser. Der eloquente junge Mann soll ihn bei seinem letzten großen Coup unterstützen. Aus dieser Idee bastelt Autor Kristof Magnusson den satirisch-komödiantischen Spionageroman die Reise ans Ende der Geschichte.


Sechs Romane hat die japanische Autorin Junko Takase, geboren 1988, bereits geschrieben, und alle wurden sie hochgelobt. Für den Roman,Richtig gutes Essen, erschienen 2022, den ersten, der ins Deutsche übersetzt worden ist, hat Takase den renommierten Akutagawa-Preis, die höchste Ehrung für Japanisch schreibende Autorinnen, erhalten. Der appetitliche Titel täuscht. 


Die lahmen Gäule aus dem Sumpfhaus, die abgehalfterten MI5 Agentinnen und Agenten, galoppieren wieder, chaotisch und oft sinnlos, wie immer. Wir lesen den achten Band der englischen Slough House -Serie von Mick Herron. Auf Deutsch als Jackson Lamb-Romane bekannt. Glücklicherweise behält der Diogenes Verlag die Originaltitel bei: Bad Actors ist die vorletzte Ausgabe der auf 9 Bände (und einige Novellen zwischendurch, die noch nicht übersetzt sind)  angelegten Serie.


Tanz ist eine Bewegung des Körpers. Philosophie, aus dem Altgriechischen: Liebe zur Weisheit, eine Bewegung des Gehirns. In dem Band Die Philosophie des Tanzens versuchen Choreografinnen, Philosophinnen, Tänzerinnen, Journalistinnen und Tanzwissenschaftlerinnen (und ihre Kollegen) über das Tanzen nachzudenken. URSina Tossi, Choreograf*in, Tänzer*in, Autor*in, und der Journalist Maximilian Probst haben 14 Autorinnen / Autoren gefunden, die erzählen, was für sie die Faszination des Tanzens ausmacht.