Negotiations – Verhandlungen, jeden Tag neu.

Tanzen, tanzen, tanzen, täglich acht Stunden, ein Jahr lang, vom 27. Jänner 2018 bis 26. Jänner 2019. 13 Tänzer*innen bewegen sich abwechselnd in einem kleinen Lokal in der Wiener Neustiftgasse. Freier Eintritt, Publikum jederzeit willkommen, darf raus und wieder rein, einmal, mehrmals, ganz nach Belieben. Zwei Tage nach dem festlichen Finale im Zimmer für ein Jahr wird im Tanzquartier, Veranstalter des Megaprojekts, eine erste Bilanz besprochen. Beteiligte aus dem Zentrum, also die Künstler*innen, und vom Rand, Zuschauerinnen und Zuschauer, tauschen ihre Erfahrungen aus, stellen Fragen und bekommen Antworten. „Reflexions“ dient dem Rückblick und Erfahrungsaustausch.

Ditta Rudle
Erleuchtete Erleuchtung Aurélie Dupont. © ArtHaus / youtube

Der französische Choreograf Angelin Preljocaj hat sein von der Gründerfigur des Buddhismus, Siddhartha Gautama, inspiriertes Ballett für die Compagnie der Pariser Oper geschaffen. Nicht die beste Arbeit des Choreografen, verschwand es schnell wieder vom Spielplan, ist jedoch als DVD erhältlich. Ein Ballett, das vor allem durch die Tänzerin Aurélie Dupont, die die immaterielle Figur der Transzendenz und des Erwachsens aus irdischer Finsternis personifiziert, sehenswert ist.

Ditta Rudle
Anne Juren: "41". mit Linda Samaraweerová (im Bild). © Elodie Grethen

Mit ihrer aktuellen Performance 41" hat die seit 2003 in Wien lebende französische Choreografin, Tänzerin und Feldenkrais-Praktikerin Anne Juren eine hoch konzentrierte Arbeit geschaffen, die ihre seit Längerem laufende künstlerische Forschungsreihe Private Anatomy Lesson szenisch neu bündelt. Im Tanzquartier Wien wurde die aktuelle Arbeit im Dezember zweimal gezeigt.

Angela Heide
Das Ensemble demonstriert Wörter. © TimTom

Fanni Futterknechts aktuelle Performance We will not let you go hatte am 21. November im großen Projektraum der Wiener Nordbahnhalle Premiere. Gemeinsam mit sechs Choreograf*innen und Performer*innen erzeugt die Medien- und Performancekünstlerin darin tableauartige Situationen und performative Bildmomente, die sich mit Machtstrukturen, Gruppenhierarchien und ideologischen Manipulationen befassen.

Angela Heide