Elevinnen und Eleven zeigten, was sie können.

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Alles in Butter an der Ballettakademie, Blumen für die geschäftsführende Direktorin, Simona Noja-Nebyla, der künstlerische Leiter, Manuel Legris, zeigte sich hingerissen, das Publikum klatschte sich die Hände wund, schließlich hüpfte der eigene Nachwuchs auf der Bühne. Das Schuljahr ist zu Ende, doch die Untersuchungskommission ist noch am Werk. Was soll’s, Schwamm drüber, Deckel drauf und die Hände in Unschuld gewaschen.

Ditta Rudle
Tanztheater Wuppertal Pina Bausch: "Masurca Fogo". © Laszlo Szito

ImPulsTanz ante portas. Die sich traditionell in Überlänge hinziehende Pressekonferenz im Casino am Schwarzenbergplatz ist überstanden, das Festival beginnt am 11. Juli und ist so dicht und interessant, dass die Zeit zwischen Wiener Festwochen und Wiener ImPulsTanz Festival unbedingt zur Erholung und zum Studium des Angebots genutzt werden muss. Wenn es losgeht auf Tanz- und Theaterbühnen, in Museen, im Kino und vor dem Videoschirm, mit Künstler*innen, die in Wien temporär oder dauerhaft beheimatet sind und vielen Gästen, großen Compagnien und mutigen Solist*innen, kann es mitunter bis nach Mitternacht dauern.

Ditta Rudle
Zeitsprünge: Stefanie Sternig, Marco Payer . © Bernhard Wolf

Als Doppelabend hat die künstlerische Leiterin des Dschungel – Theaterhaus für junges Publikum, Corinne Eckenstein, die letzten Premieren in dieser Saison am 11. Juni gestaltet. Nach „Wann ist morgen?“ und „Die fabelhafte Welt von Klaus“, beide Stücke für Zuschauer*innen ab 6, kann schon vor dem Saisonschluss samt „open Floor“ für Bewegungsmotivierte am 27. Juni gesagt werden: Auch diese dritte Saison der ambtionierten Intendantin des Dschungel war erfolgreich.

Ditta Rudle
Das Ensemble: Szene aus "1980" © Klaus Sturm

Schnell verrinnt die Zeit. Es ist bereits zehn Jahre her, dass die große Choreografin und Ballettdirektorin Pina Bausch gestorben ist. Mit dem Tanztheater Wuppertal hat sie ein reiches Erbe hinterlassen, das nun von der neuen Intendantin Bettina Wagner-Bergelt wachgehalten und neugestaltet werden muss. Die Dokumentation „Das Erbe der Pina Bausch“ wirft einen Blick auf die Geschichte des einmaligen Tanztheaters und sucht Antworten nach seiner Zukunft.

Redaktion
Tichy Luger, Ridel, Wimmer, Török. © Günter Langegger

Anlässlich seines 20.Jahr-Jubiläums hat der Ballettclub Staatsoper & Volksoper diesmal zwei Förderpreise verliehen: an den Franzosen Tristan Ridel und den Ungarn Zsolt Török, beide seit 2012 im Corps de ballet des Wiener Staatsballetts. Zur feierlichen Übergabe (Urkunde, Blumen und ein Geldpreis) hat, nahezu schon traditionell, Sonja Wimmer, Hausherrin des Hotels The Harmonie Vienna, eingeladen.

Ditta Rudle
Kapitän Hook mit der Mannschaft auf dem Piratenschiff

Wow! „Was für eine Show!“ Das Ballett „Peter Pan“, nach der Kindergeschichte von Matthew Barrie (1860–1937) von Vesna Orlic zu brausender Filmmusik choreografiert, hat eingeschlagen. Groß wie Klein stürmt die Kassen, Zusatzvorstellungen müssen eingeschoben werden, die Tänzer*innen des Wiener Staatsballetts in der Volksoper zeigen Professionalität mit ihrem reichen Repertoire an Tanz- und Darstellungskunst, das Gesamtkunstwerk aus Musik, Film, Tanz und Spiel hat auch die Kritiker*innen begeistert, kaum ein Einwand ist zu finden.

Ditta Rudle