Der Superwurm, ein Freund in der Not. © Dornerei Theater

Zum 44. Mal finden in Mistelbach die internationalen Puppentheatertage statt. An sieben Festivaltagen zeigen 25 Theatergruppen ihre Inszenierungen für ein Publikum von 2­99 Jahren. Doch spricht nichts dagegen, wenn auch 100-Jährige die von Gliedermännchen und -weibchen, von Raupen und Elefanten und natürlich dem Kasper erzählten Geschichten sehen und hören wollen.

Ditta Rudle
Eingang zum "Betrieb" am Vogelweidplatz 13.

Anna Nowak und Alexander Gottfarb werden emotional. Nach der vielen Arbeit in Verhandlungen („Negotiations“) und Begegnungen („Encounters“) wird nun im „Betrieb“ der Denkprozess angekurbelt. Am 5. Oktober wird „Der Betrieb“ als Denkraum am Vogelweidplatz eröffnet und ist danach an vier Tagen in der Woche bis 10. November geöffnet.
Die Erklärungen für die Fortsetzung der Serie der „dauernden Performances“, benannt „Der Betrieb“, geben die Projektverantwortlichen, Anna Maria Nowak und Alexander Gottfarb / Archipelago am besten selbst:

Redaktion
Probenfoto, in der Mitte das Opfer: Frank Willens. © esel.at

Christine Gaigg macht Theater. Die Choreografin führt Regie bei der Adaption des Films „Rote Sonne“ von Rudolf Thome, der 1970 in den Kinos gezeigt worden ist. Das Alter der Erzählung spielt dabei keine Rolle, Gaigg kann die gewalttätige Handlung mühelos ins Heute übersetzen. Der Film war für die 1970er Jahre in zweifacher Hinsicht revolutionär: „Weil er die Position der Frauenbewegung aufnimmt und spielerisch vertritt, und wie er als Film erzählt ist.“ (Rudolf Thome)
Am 8. Oktober ist Premiere im V°T// Volx, Margaretenstraße.

Redaktion
CieLaroque lädt zum tanz-house festival. © Bernhard Müller DSC

Tanz als „Futter für die Seele, als Impuls- und Taktgeber und als Wertschätzung des Miteinanders im Hier und Jetzt“ gilt es beim tanz_house festival im Oktober zu entdecken und zu feiern. Die Choreografin Editta Braun, nicht nur in Salzburg, sondern auch international renommiert, hat als Festival-Kuratorin ein abwechslungsreiches, niveauvolles Programm zusammengestellt und sich auch Gedanken über Sinn und Zweck der künstlerischen Arbeit allgemein und von Choreografie und Tanz im Speziellen in Zeiten von Pest und Cholera gemacht.

Redaktion
Der Jubilar mit Olga Esina und dem Geiger Yury Revich

Igor Zapravdin, der Maestro, feiert sein Jubiläum als Ballettkorrepetitor und Pianist beim Wiener Staatsballett (davor Ballett der Wiener Staatsoper). Das Publikum feiert mit und klatscht sich die Hände wund. Es hat doch noch eine Gala zum Saisonabschluss bekommen. Gastsolist:innen und Solist:innen des Wiener Staatsballetts ehren den Jubilar mit Pas de deux und Solis, mit klassischem Ballett und zeitgenössischem Tanz. In den oberen Etagen des Staatsballetts hat man dieses außergewöhnliche Jubiläum nicht zur Kenntnis genommen. Für den Maestro, sein Helfer:innen-Team und die Tänzer:innen: Bravo zum ersten.

Ditta Rudle