Minis oder Seniors, alle dürfen ihr Können zeigen. © Vibe/Ruiz Rueda

Zum vierten Mal findet in Wien der internationale Wettbewerb im Rahmen von Vibe (Vienna Ballet Experience) statt. Mehr als 500 Teilnehmer*innen haben sich angemeldet, um ihr Können zu zeigen und sich in Workshops darauf vorzubereiten und dazuzulernen. Nach der harten Arbeit vom 13. bis 18. April kommt das Vergnügen für die Tänzer*innen und auch das Publikum: Am 18. April findet abends die Abschlussgala im Theater Akzent statt.

Ditta Rudle
Elisabeth Löffler: Sit-Down Comedy. © TomTom

Einfach köstlich, herzerwärmend und selbstironisch. Eine perfekte Performance mit richtigem Timing und witzigem Text. Elisabeth Löffler zeigt mit ihrem Solo „Fix me if you can“, dass sie ein Publikum in Bann ziehen kann. Es ist eine intime, aber keineswegs rührselige Geschichte, die Löffler im brut / Café 7Stern Wohnzimmer erzählt, singt, tanzt. Frans Poelstra hat sorgsam Regie geführt, Yosi Wanunu Textarbeit und Dramaturgie geleistet.

Ditta Rudle
Das Ensemble: tanzlin.z © tanzlin.z

Ein Probenbesuch in Linz gibt Einblick in das neue spannende Tanzstück von Mei Hong Lin. Am 30. März hat „Marie Antoinette“ im Musiktheater Premiere.

Ditta Rudle
Bei der Probe: Treibgut wird zur schimmenden Rettungsinsel.

Sie sind erschöpft, nahezu erstarrt, traumatisiert, wovon weiß man nicht genau. Drei Menschen, eine Frau und zwei Männer, treiben im Meer dahin, klammern sich an ein aus Treibgut gebildetes schwankendes Schiff. Versuchen, sich aufzurichten, fallen wieder um, bleiben wie paralysiert liegen, wissen nicht, dass sie zu dritt sind. Allmähich aber kommen sie zu sich, registrieren einander, nehmen Kontakt auf, nicht durch Sprache, aber durch Berührungen, die immer inniger werden.

Ditta Rudle
Im Wassertank als Hai: Alex Franz Zehetbauer © Zehetbauer

Als Jubiläumsfestival geht heuer imagetanz im extralozierten brut über die Bühne. Seit 30 Jahren gibt es das Festival für neue Positionen aus Choreografie und Performance. Das Festivalzentrum ist diesmal – das brut-Stammhaus ist immer noch eine Baustelle – im Atelier Augarten. Uraufführungen finden auch im Studio brut und im Dschungel statt.

Ditta Rudle
Ula Sickle: "Relay / Staffette" mit Fahne in der Donaustadt. © Ula Sickle

Mit 45 Produktionen mit 430 Künstler*innen aus 19 Ländern, davon 10 Uraufführungen, füllt der neue Intendant der Wiener Festwochen Christophe Slagmuylder die neun Festwochen von 11.Mai bis 16. Juni. Er hat es leicht und schwer zugleich gehabt. Leicht, weil es nach Thomas Kierhofer-Zin, der nach nur zwei Spielzeiten das Intendanten-Handtuch geworfen hat, keine große Kunst ist, ein sinnvolles Programm zu präsentieren. Schwer aber, weil Slagmuylder nur ein knappes Jahr gehabt hat, um seine Visionen zu verwirklichen. Bei der Programmvorstellung im Studio Molière  am 14. Februar wirkte er dennoch frisch und ausgeschlafen.

Ditta Rudle