Anna Mendelssohn auf dem Eisberg. © www.annamendelsohn.net / Foto: TimTom

Anna Mendelssohn ist ab 12. März in der Produktion „Oceans of Notions (swimming)“ von Anna Maria Nowak im Wiener WUK zu sehen. Daneben ist sie seit 2004 Ensemblemitglied von toxic dreams, spielt derzeit am TAG und schließt nächstes Jahr ihr Studium der systemischen Familientherapie ab. Geboren ist sie als Tochter des Psychoanalytikers Felix des Mendelssohn und der Theaterschaffenden Jutta Schwarz in Wien. Über ihren langen, erfolgreichen und weder von Beginn an noch heute so klar vorgezeichneten beruflichen Weg erzählt die vielseitige Künstlerin im Gespräch mit der Dramaturgin Angela Heide.

Angela Heide
Inge Gappmaier, real und virtuell. © Natali Glisic

Das brut Stammhaus ist endgültig verloren, doch die Institution brut wird bestehen, ist Intendantin Kira Kirsch sicher und schickt Künstler*innen und Publikum als Nomad*innen durch die Stadt. Das kommende Festival, „imagetanz“, startet im Ankersaal in Favoriten und endet im KunstBogen, unter der U-6 Station Gumpendorferstraße. Dazwischen liegen die temporären brut-Stationen. Fünf Uraufführungen, fünf österreichische Erstaufführungen, Studio-Besuche, Diskussionen, ein offenes Workshop und am Ende eine wilde Party, bei der die Hüllen fallen. Das ausufernde Programm ist samt Daten und Fakten ist auf brut.at zu finden.

Ditta Rudle
"Routes" im Salzlager in Hall. © Chris Rogl

Wie seit 31 Jahren findet auch heuer das renommierte Osterfestival Tirol in den letzten zwei Wochen vor Ostern statt. Am 27. März wird das Festival mit einer Tanzperformance im Salzlager / Hall i. T. eröffnet und nach dem reichen Programmangebot von Alter und Neuer Musik, Gesprächsrunden und Filmen mit „The show must go on“, dem Tanzklassiker von Jérôme Bel, beendet. 20 Tiroler Performer*innen, Profis und begeisterungsfähige Laien, bewegen sich zu ebenso vielen Liedern aus 30 Jahren Popgeschichte und scheren sich wenig um die Bühnenkonventionen. Ein Fest, das den Tanz und das Ende der Fastenzeit feiert.

Ditta Rudle
Regisseur Virgil Widrich © Arash Riahi

Der mit dem österreichischen Filmpreis 2017 ausgezeichnete Kinofilm „Die Nacht der 1000 Stunden“ von Virgil Widrich ist jetzt mit einem Polster im Rücken und hochgelagerten Beinen zu genießen. Von youtube ist dieser cineastische Leckerbissen in voller Länge herunter zu laden. Das bisserl Werbung zwischendrin ist nötig, um neues Popcorn zu holen.

Ditta Rudle
Elizabeth Ward: "Dancing's Demons" © Kati Göttfried

Was bleibt für heutige Tänzerinnen von der Tanzmoderne der 1920er Jahre in Deutschland und Österreich? Welche Wirkungen haben Hexen- und Teufelstänze auf die Tanzenden 2020? Brisante Fragen, die sich die Tänzerin / Choreografin Elizabeth Ward schon seit ihrer Ausbildung stellt. Im Tanzquartier blickt sie nun mit Ana Threat und Julia Zastava zurück auf die Tanzgeschichte, und zeigt wie eng der Ausdruckstanz (und nicht nur dieser) ein Ausdruck der Gesellschaft und eine Reaktion auf die Politik ist. Erinnerung, Rückblick und Analyse verschmelzen zu einem intensiven Ballett.

Ditta Rudle
Adrian Volkov: Das Duell. 1869. © wiki, free license

Auch Manuel Legris muss John Crankos „Onegin“ lieben. Nahezu dreißig Mal bescherte er dieses Feuerwerk der Emotionen nach dem Versroman von Alexander Puschkin dem immer wieder entzückten Ballettpublikum. Mit den Spitzentänzer*innen des Wiener Staatsballetts, Solist*innen und Corps, hat sich Vergnügung, Aufregung und Erschütterung jedes Mal verdoppelt. Die Vorstellung am 17.1. ist auch vom Publikum als besonders geglückt empfunden worden.

Ditta Rudle