"Fuge . Randale" von lux flux

AAR – Artist at Resort – ist das Tanz*Hotel Residenz- und Aufführungsprojekt für Tanz- und Performance-Schaffende mit künstlerischer Begleitung des Tanz*Hotel Chefs Bert Gstettner. Zwei Künstlerinnen und zwei Teams – Soraya Leila Emery, Verena Schneider, Daniel Lercher mit Asher O‘Gorman und Tara Silverthorn sowie das Kollektiv Lux Flux – haben in einem mehrwöchigen Prozess ihre Kreationen erarbeitet, die zum Abschluss an drei Abenden Anfang Mai im Tanz*Hotel vorgestellt worden sind.

Ditta Rudle
Rosalia Chladek tanzt in Hellerau, 1925. © Theatermuseum, Foto anonym

Die Ausstellung „Alles tanzt. Kosmos Wiener Tanzmoderne“ weist schon im Entree auf die zentrale Figur der Wiener Tanzmoderne, die Tänzerin, Choreografin und Pädagogin Rosalia Chladek (1905–1995) hin. Um eine Vorstellung von Chladeks reichem choreografischem und tänzerischen Schaffen zu bekommen, hat die Kuratorin der Ausstellung, die Tanzhistorikerin und Leiterin des MUK-Archivs Andrea Amortan Absolventinnen der MUK eingeladen, drei Abenden Chladeks Soli wieder lebendig werden lassen.

Ditta Rudle
Amanda Piña ist Mensch und Tier und Pflanze in ständigem Wandel.

Im Rahmen ihres Forschungsprojekts „Endangered Human Movements“ präsentieren Amanda Piña / nadaproductions den Abschluss des 3. Bandes der „Gefährdeten menschlichen Bewegungen“. Vom „Jaguar und der Schlange“ ist nicht nur eine Performance, vervollständigt wird dieser Band 3 von „der Schule des Jaguars“ durch ein Workshop („Dance like a Wixarika“) und eine Gesprächsrunde („The Jaguar Talks“). Die Premiere der Vorführung im Tanzquartier (Halle G) am 26. April versetzte das Publikum in Trance.

Ditta Rudle
Louka (Clara Diemling) sucht die entflohenen Wörter.

Das wichtigste und größte Buch der wortgewandtesten Wörter“ ist der etwas holprige Titel für ein Theaterstück, das keineswegs holprig daherkommt. Alexandra Ava Koch hat den klugen Text geschrieben, Caroline Wiltschek und Ruth Erharter haben die Bühne aufwändig und geschmackvoll ausgestattet. Ein Stück über Sprache, Wörter und Begriffe, die bei den Empfänger*innen oft anders ankommen als sie gesendet worden sind.
Die Premiere im Dschungel am 25. April ist mit enthusiastischem Applaus bedankt worden.

Ditta Rudle
Zum Start bereit, das Ziel ist unbekannt.

Eine Gruppe von Menschen erkundet die Stadt. Ausgehend vom Dschungel, Theaterhaus für junges Publikum, spaziert der Schwarm, ausgerüstet mit Kopfhörern, quer durch Wien, geführt von einem persönlichen GPS namens Maria. Walter wird gesucht, vielleicht ist es der Mann auf dem Bild, das wir vor dem Museumsquartier finden, oder im Grund nur ein Bild. Das ist nicht wirklich wichtig, wichtig ist, dass die Stadtforscher*innen die Augen offen halten. Die Premiere von "Wo ist Walter? Die Stadt und ich", ist am 25. April im Museumsquartier gestartet und hat nach eindreiviertel Stunden ohne Pannen ein fröhliches Ende gefunden.

Ditta Rudle
"Twenty-seven perspectives", getanzt auf dem leeren Zeichenblatt.

Mit einem fulminanten Tanzstück der französischen Tänzerin und Choreografin Maud le Pladec erreicht das Osterfestival Tirol 2019 sein Finale. "Tewenty-seven perspectives" zur bearbeiteten Musik von Franz Schubert ist das erste Tanzstück, das Maud le Pladec als neue Direktorin des Centre chorégraphique national d’Orleans geschaffen hat. Nachdem das Ballett mit 10 Tänzer*innen nahezu in ganz Frankreich mit Erfolg gezeigt worden ist, begeistert die Premiere im deutschsprachigen Raum am 21. April in Innsbruck auch die Gäste des Osterfestival Tirol in der Innsbrucker Dogana.

Ditta Rudle