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Der Film ist fast fertig, nur die Postproduktion, also der letzte Schliff, fehlt noch. Doch die Filmemacherin Carolina Cappelli brennt darauf, ihren Film zu zeigen. B-Movies heißt er und befasst sich mit der Rolle weiblicher Nebenfiguren, die viel zu oft unbeachtet bleiben. Es dauert eine Weile, bis der mit Esprit und geistreicher Komik ausgestattete Film auf der Leinwand erscheint. Doch dann nimmt das Staunen und Lachen kein Ende.


Eine Choreografie wie aus dem Bilderbuch, ein Abenteuer mit Musik und einem wohlgestalteten, überaus dynamischen und bärenstarken, kämpferischen Trio. Das kompakte Festivalprogramm Bounce von Marta Navaridas und Alex Deutinger ist endlich auch in Wien gelandet, um das Netz aus Klang und Bewegung, Licht und Raum, Kostüm und Maske auszuwerfen und die Zuseherinnen damit einzufangen. Es ist gelungen. An drei Märztagen im großen Saal des Wuk.


AAR steht für Artist At Ressort und ist ein Mentoringprogramm für die nachkommende Künstlerinnen-Generation. Diesmal, in der 27. Folge des seit 2008 bestehenden Erfolgsprogramms, zeigten drei weibliche Teams, ihre Bühnenarbeiten an drei Abenden. Die Premiere des Triple-Abends im Tanz*Hotel ist am 10. März gefeiert worden.


Wie schön! Keine Black Box. Das Publikum betritt einen hellen Raum, ganz in Weiß erstrahlt die Bühne. Schon habe ich gute Laune. Buzz ist ein Tanzkonzert der Formation tanz.sucht.theater, gegründet von den Tänzerinnen Katharina Senk / Senki und Maartje Pasman. Drei Tanzkörper verschmelzen mit der Musik, poetische, das Geschehen beschreibende Texte bescheren schlecht oder gar nicht Sehenden ihre eigene, auditive Performance. Uraufführung im Rahmen von imagetanz, brut 2026.


Realität oder Fantasie, Wahrheit oder Hirngespinst? Wem gehört die Literatur, was ist ihr erlaubt, was verboten? Neuerdings suchen Autorinnen wieder nach einer Antwort. Was darf, was tut ein Autor und ist er überhaupt wichtig? Darüber wurde und wird immer wieder geschrieben. Die Literatur wird zur Metaliteratur, der Roman zum Metaroman, weil sie sich selbst thematisieren. Auch in Enrique Vila-Matas’ Buch Este Bruma insensata / Dieser sinnlose Nebel, 2019 auf Spanisch erschienen, jetzt von Petra Strien-Bourmer für den Wallstein Verlag übersetzt, ist das Schreiben und das Lesen das eigentliche Thema. 


Die Tanzkünstlerin Cat Jimenez bezieht das Publikum in ihre Performance ein. Sie teilt mit ihm das Wasser des Lebens und des Vergessens und den Chorgesang. In ihrem Solo geht es um Erinnerungen, um Trauer und Schmerzen und deren Bewältigung. Ruins of a Shell war im Rahmen von imagetanz, dem jährlichen Festival für neue Positionen in Choreografie und Performance, im Studio brut zu sehen.