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Realität oder Fantasie, Wahrheit oder Hirngespinst? Wem gehört die Literatur, was ist ihr erlaubt, was verboten? Neuerdings suchen Autorinnen wieder nach einer Antwort. Was darf, was tut ein Autor und ist er überhaupt wichtig? Darüber wurde und wird immer wieder geschrieben. Die Literatur wird zur Metaliteratur, der Roman zum Metaroman, weil sie sich selbst thematisieren. Auch in Enrique Vila-Matas’ Buch Este Bruma insensata / Dieser sinnlose Nebel, 2019 auf Spanisch erschienen, jetzt von Petra Strien-Bourmer für den Wallstein Verlag übersetzt, ist das Schreiben und das Lesen das eigentliche Thema. 


Die Tanzkünstlerin Cat Jimenez bezieht das Publikum in ihre Performance ein. Sie teilt mit ihm das Wasser des Lebens und des Vergessens und den Chorgesang. In ihrem Solo geht es um Erinnerungen, um Trauer und Schmerzen und deren Bewältigung. Ruins of a Shell war im Rahmen von imagetanz, dem jährlichen Festival für neue Positionen in Choreografie und Performance, im Studio brut zu sehen.


Der österreichische Autor Marc Elsberg erreicht mit seinen Wissenschaftskrimis Millionenauflagen. Auch der neue Roman, Eden – Wenn das Sterben beginnt, wird die Leserinnen erschüttern, doch geschehen wird nichts. Die Gletscher schmelzen, die Meere erhitzen sich, die Eisbären sind ebenso dem Tod geweiht wie die Meerestiere und die Menschen werden verhungern. Das Sterben hat schon begonnen. Wen schert’s? 


Ein Festival der besonderen Art findet seit nahezu 40 Jahren im Tirolerland statt. Von der Galerie St. Barbara in Hall veranstaltet, bietet das Osterfestival Tirol unter der künstlerischen Leitung von Hannah Crepaz ein vielfältiges Programm, einem gesellschaftsbezogenem Motto folgend. Heuer heißt es un-endlich. Das edes Jahr mit Bedacht gewählte Motto stellt die Auseinandersetzung mit Vergangenheit in den Mittelpunkt und lässt auch über andere scheinbar unüberwindliche Gegensätze nachdenken. 


Der Spion ist am Ende, wie der kalte Krieg und die Sowjetunion. Es gibt für ihn Anfang der 1990er Jahre nichts mehr zu tun. Zu seinem Glück trifft Dieter Germeshausen, der Doppelagent, den einen aufsteigenden Stern am Dichterhimmel, Jakob Dreiser. Der eloquente junge Mann soll ihn bei seinem letzten großen Coup unterstützen. Aus dieser Idee bastelt Autor Kristof Magnusson den satirisch-komödiantischen Spionageroman die Reise ans Ende der Geschichte.


Sechs Romane hat die japanische Autorin Junko Takase, geboren 1988, bereits geschrieben, und alle wurden sie hochgelobt. Für den Roman,Richtig gutes Essen, erschienen 2022, den ersten, der ins Deutsche übersetzt worden ist, hat Takase den renommierten Akutagawa-Preis, die höchste Ehrung für Japanisch schreibende Autorinnen, erhalten. Der appetitliche Titel täuscht.