Der Spion ist am Ende, wie der kalte Krieg und die Sowjetunion. Es gibt für ihn Anfang der 1990er Jahre nichts mehr zu tun. Zu seinem Glück trifft Dieter Germeshausen, der Doppelagent, den einen aufsteigenden Stern am Dichterhimmel, Jakob Dreiser. Der eloquente junge Mann soll ihn bei seinem letzten großen Coup unterstützen. Aus dieser Idee bastelt Autor Kristof Magnusson den satirisch-komödiantischen Spionageroman die Reise ans Ende der Geschichte.
Sechs Romane hat die japanische Autorin Junko Takase, geboren 1988, bereits geschrieben, und alle wurden sie hochgelobt. Für den Roman, Richtig gutes Essen, erschienen 2022, den ersten, der ins Deutsche übersetzt worden ist, hat Takase den renommierten Akutagawa-Preis, die höchste Ehrung für Japanisch schreibende Autorinnen, erhalten. Der appetitliche Titel täuscht.
Die gefeierte Tänzerin Alessandra Ferri, am Mailänder Teatro alla Scala zur Primaballerina assoluta ernannt, und seit dieser Saison Direktorin des Wiener Staatsballetts, wurden vom französischen Botschafter in Österreich, Matthieu Peyraud, die Insignien eines Officier de l‘Ordre des Arts et des Lettres (Orden für Kunst und Literatur) überreicht.
Malika Fankha will nicht mehr länger schweigen, will keine Lügen mehr hören, will das Unausgesproche, das Unaussprechliche, das Ungehörte und Unerhörte aus der Versenkung holen. In No Place Like Home spricht sie mit dem Körper und benützt die eigene Sprache, um sexualisierte Gewalt in der Familie real werden zu lassen. Eine Performance – Uraufführung im brut am 18.2. – die unter die Haut geht.
Umrahmt von den grün schimmernden Smaragden (Emeralds) und den weiß strahlenden Diamanten (Diamonds) glüht in George Balanchines Ballett der rote Rubin. Rubies, getanzt zur Musik von Igor Strawinsky, ist der mittlere Teil der dreiaktigen Choreografie Jewels. Die Edelsteine sind alle frisch geschliffen, die Tänzerinnen mit ihren Rollen vertraut. Das einzige Rollendebüt, die Solopartie in Rubies, war der Solotänzerin Sinthia Liz anvertraut.
Was am Rhein als erfolgreich gefeiert wird, kann in der Donau leicht untergehen. Da hilft es auch nicht, wenn der deutsche Theaterpreis Der Faust zugeschlagen hat. Beispiele dafür gibt es einige. Das jüngste: Des belgischen Choreografen Jeroen Verbruggens Tanzstück Amor & Psyche? Genau mit Fragezeichen. Und in der Premiere von TanzLinz wären noch mehr anzubringen gewesen. Premiere war am 31.1. im Musiktheater.