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- Ballettpremiere in Wien: Nijinsky von John Neumeier
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Mit dem Roman Kalmann schweigt vollendet Joachim Schmidt die Trilogie über den einzigartigen Bewohner von Raufarhöfn, Kalmann Óðinsson. Auch wenn im Mittelpunkt eine Leiche im trockenen Whirlpool sitzt, ist der letzte Band, wie auch die beiden vorangegangenen Bände, kein richtiger Krimi, sondern eher ein Schelmenroman aus einem dem Großteil der Leserinnen unbekannten Land hoch oben im Norden des Kontinents.
Der Bühnenkünstler, Klangchoreograf und Sänger Alex Franz Zehetbauer macht sich zum Narren. Als schamloses, raffiniertes, anarchistisches Geschöpf schmiert er seinem entzückten Publikum Galle ums Maul, und wirft mit Fäkalien – glücklicherweise geruchlos, weil aus Plastilin – anstatt mit Messern. Die Performance Bonappétitsixsixsix am 23.10. im Amtshaus Herrmanngasse, war die letzte der stets ausverkauften Serie. Schade!
Chaos auf der Bühne im Dschungel Wien. Jasmin, Juan und Michi möchten sich nicht produzieren, nichts vorführen, kein Theater machen. Sie wollen malen und zeichnen, singen, tanzen und auch Pause machen und einen Schatz suchen. Die schallundrauch agency hat die drei für ein Monsterprojekt engagiert. Am 21. Oktober ertönte der Startschuss im Dschungel Wien.
Der wichtigste Tänzer des 20. Jahrhunderts, Vaslaw Nijinsky, beschäftigt den Choreografen John Neumeier seit seiner Jugend. Von den drei Werken, die er seinem Idol gewidmet hat, ist Nijinsky, das aufwändigste und längste, mehr als zwei Stunden dauern die beiden durch eine Pause getrennten Akte. 26 Jahre nach der Uraufführung mit dem Hamburg Ballett in der Hamburgischen Staatsoper feiert das Wiener Staatsballett mit Nijinsky Premiere.
Mzamo Nondlwana, Tänzer:in aus Südafrika gebürtig, tanzt im Quartett mit drei Tänzer:innen den Winderstand. Dieser ist in seiner Choreografie Waiting for Fall farbenfroh und fröhlich, laut und lustig. Nondlwana orientiert sich an Straßentänzen als gewaltlose Protestbewegung und animiert das Publikum im Studio brut, mitzutanzen.
Es muss nicht alles, was wir tun, sagen, denken, mögen sinnvoll sein. Sinn machen kann ohnehin gar nichts und niemand, mit Ausnahme modischer Anglizismen. Choreografin / Regisseurin Corinne Eckenstein, Chefin der Dance Company Unusualbeings, bringt mit dem Tanzduett Nonsense für junge Kinder ein bewegtes, lockeres Stück voller Überraschungen und köstlichem Humor auf die Bühne. Die Tänzerinnen Maartje Pasman und Hanna Timbrell zeigen, dass auch der Unsinn, Unfug, Dummfug, Blödsinn und Schwachsinn eine Kunst ist.





