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Lucy Barton wird von ihrem Ex-Mann überredet, ihre Wohnung in New York zu verlassen und mit ihm nach Maine ans Meer zu reisen. In der Großstadt wüte ein Virus, meint er, die Ansteckungsgefahr sei zu groß. Am Meer heißt der neue Roman die renommierten amerikanischen Autorin Elizabeth Strout.


Zum Abschluss des eben zu Ende gegangen internationalen Prix de Lausanne, ein jährlicher Wettbewerb für junge zwischen 15 und 18 Jahren, ist die Tänzerin Alessandra Ferri für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Ferri ist im Oktober 2023 als designierte Direktorin in der Nachfolge von Martin Schläpfer vorgestellt worden.


Grandios! Aufregend, umwerfend, sinnlich, verwirrend. Die amerikanische Tänzerin und Choreografin Bobbi Jene Smith zeigt im Festspielhaus St. Pölten mit dem Ballett Basel Marie & Pierre, ein Tanztheaterstück in zwei Akten. Eingebettet in die Musik von Celeste Oram, begleitet von Gesang und Tanz von Alma Toaspern, ist vor allem der erste Teil, Marie, ein fulminantes, immersives Tanzstück.


Ioanna Avraam, Erste Solotänzerin, und Solotänzer Arne Vandervelde haben mit ihrem Rollendebüt als Kitri und Basil im Ballett Don Quixote verdienten Beifall geerntet. Trotz dieses und zahlreicher anderer Debüts – auffallend Gaia Fredianelli als erste Brautjungfer –, wollte es weder dem Dirigenten noch dem Orchester oder dem Corps de ballet gelingen, das Publikum mitzureißen. Diese Aufführung, vom 15. Februar, der Beginn einer Serie von fünf Vorstellungen in wechselnder Besetzung, hat mit der Einstudierung von 2011 unter Manuel Legris nichts mehr gemein.


Die Türe der Winzerkate öffnet sich und ein Mädchen trippelt heraus. Die Sonne auf dem Dorfplatz geht auf, lässt auch den grauen Hintergrund erstrahlen: Elena Bottaro ist Giselle, die ihren Verehrer sucht, der eben an ihre Tür geklopft hat. Etwas erratisch ist das romantische Ballett Giselle im Februar zweimal ins Programm gehievt worden. In der Vorstellung vom 12.2. brillierte Bottaro als Titelheldin mit Davide Dato als Herzog Albrecht. Eine überaus glückliche Paarung, die durch beider Eleganz und Bühnenpräsenz das gesamte Ensemble mitgerissen hat.


Der ungarische Komponist  Béla Bartók erlebt in der Budapester Staatsoper mit dem Ungarischen Nationalballett einen überaus gelungenen Würdigungsabend. Bártok Triptychon nennt der künstlerische Leiter, Tamás Solymosi, die Aufführung von drei Tanzstücken zu Ballettmusik von Bartók. Ein zur Gänze ungarischer Abend, denn auch die Choreografien haben ungarische Künstlerinnen ersonnen und erarbeitet. Musik und Tanz verschmelzen zu einer Einheit, für Heimatschmalz und Chauvinismus ist kein Platz.