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Rolf Dobelli, geboren als Rolf Ulrich Döbeli, was ihn klar als Schweizer ausweist, ist Unternehmer und Schriftsteller und hat mit seinen Büchern, wie kolportiert wird, Millionen Leser*innen erreicht. Und jetzt: Schande! Ich kannte ihn nicht bis ich sein jüngstes Werk Das können nur Sie beantworten, erschienen im Schweizer Diogenes Verlag, in Händen hielt. Es ist der Folgeband des 2025 von Diogenes aufgelegten gebundenen Fragebogens Jetzt sind Sie gefragt.
Ein fast vergessenes Zentrum der europäischen Tanzmoderne wird wieder lebendig. Als Herausgeberin, Autorin und Tanzhistorikerin erzählt Andrea Amort in dem gewichtigen Band „Gesteigertes Leben“ die Geschichte von Hellerau-Laxenburg, jenem ungewöhnlichen Ort bei Wien, an dem sich zwischen 1925 und 1939 Tänzerinnen, Musikerinnen, Pädagoginnen und Künstler*innen anderer Genres versammelten. Wissenschaftlich fundiert und aus zahlreichen bislang verstreuten Quellen rekonstruiert, mit Beiträgen anerkannter Autorinnen liest sich der reich bebilderte Band zugleich wie die Wiederentdeckung einer untergegangenen Welt.
Eine Komponistin schreibt einen Roman über eine Komponistin. Die eine, die Autorin Alissa Wenz, ist 1986 in Frankreich geboren, die andere mehr als 100 Jahre davor. Sie schreibt auch, Noten, ist auch Französin, ihr Name ist Mel Bonis. Der Roman Die Komponistin, im Original: Le Désir dans la cage / Die Begierde im Käfig, ist keine Biografie, Bonis’ Lebensdaten dienen lediglich als Basis für einen Tauchgang in die Gedanken- und Gefühlswelt einer Künstlerin im 19. Jahrhundert.
Fakten: Rachel Cusk, im anglo-amerikanischen Raum eine viel diskutierte Autorin, hat einen neuen Roman veröffentlicht: The Life of M, aus dem Englischen von Eva Bonné: Das Leben der M. Ein kühl und emotionslos geschriebener Roman. M ist also eine fiktive Person. Doch in den britischen Medien unterhalten sich Kritiker*innen darüber, ob M vielleicht eine dort bekannte Filmschauspielerin sei. Die Literatur bleibt auf der Strecke.
Der katalanische Autor Pol Guasch erzählt in seinem zweiten Roman, Ofert a les mans, el paradís crema, von jungen Menschen ohne Zukunft und Hoffnung, von einer Welt, in der nur der Augenblick und die Erinnerungen zählen. Die Protagonist*innen sind junge Männer und Frauen an der Schwelle zum Erwachsenwerden, manche erleben nicht einmal den nächsten Tag.
Die österreichische Autorin Johanna Sebauer, 1988 in Wien geboren und im Burgenland aufgewachsen, schaut mit einem Vergrößerungsglas auf die Welt. Übertreibt, schärft, parodiert, ironisiert und bleibt dabei selbst ganz ernst. Auch der Erzähler von Popóm macht keinen Scherz, wenn er berichtet, dass er sich selbst begegnet ist.





