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Der katalanische Autor Pol Guasch erzählt von einer Jugend ohne Zukunft. Quelle: Anagrama

Der katalanische Autor Pol Guasch erzählt in seinem zweiten Roman, Ofert a les mans, el paradís crema, von jungen Menschen ohne Zukunft und Hoffnung, von einer Welt, in der nur der Augenblick und die Erinnerungen zählen. Die Protagonist*innen sind junge Männer und Frauen an der Schwelle zum Erwachsenwerden, manche erleben nicht einmal den nächsten Tag.


Johanna Sebauer: 3sat-Preis und Publikumspreis beim Bachmannwettbewerb 2024. © ORF, Birte Filmer

Die österreichische Autorin Johanna Sebauer, 1988 in Wien geboren und im Burgenland aufgewachsen, schaut mit einem Vergrößerungsglas auf die Welt. Übertreibt, schärft, parodiert, ironisiert und bleibt dabei selbst ganz ernst. Auch der Erzähler von Popóm macht keinen Scherz, wenn er berichtet, dass er sich selbst begegnet ist. 


Pilar Adón, Autorin und Naturfreundin. © pilardon.com

Pilar Adón, 1971 in Madrid geboren, ist Autorin und Übersetzerin und in ihrer Heimat bekannt und mehrfach preisgekrönt. Im deutschen Sprachraum ist sie kaum bekannt, doch mit ihrem jüngsten, 2022 veröffentlichten Roman, De bestias y aves / Von Vieh und Vögeln, könnte sich das ändern, auch wenn die Lektüre anstrengend und der Inhalt rätselhaft ist. Der Inhalt ist beklemmend verschwommen, es ist der Blick auf die Natur und der intensive, poetische Stil, der fesselt.


Ein erfolgreicher Autor: Percival Everett, fotografiert von Christina Zeeb.

Ein früher Roman des Meisters der Ironie und des schwarzen Humors Percival Everett ist nun als Taschenbuch erschienen. Erasure hat der amerikanische Schriftsteller und Professor für englische Literatur und Philosophie 2001 veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung von Jens Seelig, Ausradiert, ist erstmal 2008 im Jens Seelig Verlag erschienen. Als ungekürzt Ausgabe ist die köstlich-böse Satire heuer bei Hanser erschienen. !4,40 € sind gut angelegt.


Ein geborener Shetlander: Autor Malachy Tallack. © Craig Colahan / Luchterhand

Gerade hat der Sommer mit einem Knall angefangen, ein halbes Jahr steht noch bevor, doch ich habe bereits mein Buch des Jahres gewählt. Etwas Schöneres, Einfacheres, Vergnüglicheres und auch eine bessere aufrichtigere Leseempfehlung als Malachy Tallacks zweiten Roman, Der Ozean so wild und weit, werde ich in diesem Jahr nicht mehr finden. Der Autor erzählt von Jack Paton, der gerne ein Star der Countrymusik geworden wäre. Doch die Shetlandinseln, wo Jack seit seiner Geburt vor gut 60 Jahren lebt, gehören zu Schottland, wo man andere Lieder singt. 


Mokhtar Amoudi: Erfog mit dem Romanerstling  © Francesca Mantovani / Luchterhand

In seinem Debütroman erzählt der 40-jährige französische Autor Mokhtar Amoudi von Skander, der in Pflegefamilien aufwächst und von einem erfolgreichen besseren Leben träumt, doch das soziale Umfeld und das System ziehen den Buben in eine andere Richtung. Skander berichtet selbst von Einem ziemlich anderen Leben ohne Anklage, doch mit feinem Humor, aufrichtig und naiv aus der Perspektive eines Heranwachsenden.