"Blessed" mit Francisco Camacho. © Chris Van Der Burght

Nach der Wiederaufführung von „Solos and Duets“ hat Meg Stuart  in der Reihe „Classic“ von ImPulsTanz 2018  im Museumsquartier /  Halle G  auch ihre 11 Jahre alte Arbeit „Blessed“ gezeigt. Ein immer noch gültiges Stück, in dem beinahe unaufhörlicher Regen ein Paradies aus Pappmaché, eine Hütte, eine Palme und ein riesiger Schwan, zerstört. Eine Metapher für die Fragilität unserer Welt.

Rando Hannemann
Anwesende rufen Abwesende (Ward, Poelstra, Matsune) © Emilia Milewska

Gemeinsam mit Frans Poelstra und Elizabeth Ward holt der Künstler Michikazu Matsune Personen auf die Bühne, die nicht da sind. „Leider“ oder „zum Glück“. „All Together“ ist eine präzise ausgearbeitete Performance, in der das Trio sich erinnert, Geschichten und Anekdoten erzählt und sich tanzend bewegt. Als eine der letzten Vorstellungen des ImPulsTanz Festivals darf die gute Stunde im Schauspielhaus in die obersten Ränge der ImPulsTanz-Hitliste gereiht werden.

Ditta Rudle
"Oh Magic", Kompografie von Simon Mayer. © C. Lessire

 „Oh Magic“ nennt der österreichische Choreograf, Musiker und Tänzer Simon Mayer seine im Mai 2017 in Brüssel uraufgeführte Performance, die im ausverkauften Volkstheater im Rahmen von ImPulsTanz 2018 zu sehen war. Wer die Magie bereits im Titel seines Stückes beschwört, formuliert damit nicht nur einen hohen Anspruch an sich selbst, sondern vermag damit auch gehörig Erwartungen zu wecken.

Rando Hannemann
Mining Stories: Verwüstung nach dem Dammbruch. © Hugo Cordeiro

In der bei der diesjährigen Ausgabe des Festivals ImPulsTanz im Rahmen der Reihe [8:tension] präsentierten österreichische Erstaufführung von „Mining Stories“ steht nicht nur die Performerin Silke Huysmans auf der Bühne. Mit ihr, die gemeinsam mit Hannes Dereere die 2016 uraufgeführte dokumentarische Performance entwickelt hat, „stehen“, sprechen und „tanzen“ auch eine ganze Reihe von Menschen, von denen wir zwar nichts sehen als braune Projektionsflächen aus dünnem Holz, auf denen ihre Texte projiziert werden, die dennoch ganz wesentlicher Teil dieses berührenden und intelligenten Theateressays sind.

Angela Heide
Die cowbirds, fotografiert von Raùl Maia.

Die gut besuchte Rote Bar im Volkstheater war Schauplatz einer Konzert-Performance der cowbirds im Rahmen von ImPulsTanz 2018.“Cowbird“, das sind vier Wiener Choreografinnen, Performerinnen und Sängerinnen, die mit diesem Abend auch den Verkaufsstart ihres ersten Albums „polyphonic tracks“ mit traditionellen mehrstimmigen Gesängen meist aus Korsika und auch aus Sizilien, gewürzt mit Field Recordings von verschiedenen Orten in Österreich, gefeiert haben.

Rando Hannemann
Babylon liegt in Wien in den Hofstallungen. © Michael Loizenbauer

Babylon (Slang)" ist eine weitere Aufführung in der Serie “Foreign Tongues” von Christ Haring und seiner Company Liquid Loft. Die Serie beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von sprechendem und bewegtem Körper. Nach der eindrucksvollen Performance „Church of Ignorance“ in der säkularisierten Dominikanerkirche von Krems während des Donaufestivals `18 ist „Babylon (Slang)“ im Museumsquartier / Hofstallungen (mumok) im Rahmen des ImPulsTanz Festivals 2018 zu sehen.

Ditta Rudle