Daniel Spoerri; "Ich ordne nur Kochlöffel"

Der Titel ist ganz ernst gemeint. Der Film ist ein Geschenk, ein Geschenk an Daniel Spoerri und an das Publikum im Kinosaal, das dem bewunderten Künstler auf der Leinwand begegnen darf. Anja Salomonowitz hat gemeinsam mit Spoerri und ihrem jüngsten Sohn Oskar einen subtilen Film gedreht, bei dem leise gelacht und auch ein wenig geweint werden darf.

Ditta Rudle
Marius, Stefan, Elisabeth an der Arbeit.

Mit der geistreichen musikalischen Performance des Saarbrückener Liquid Penguin Ensembles ist dem Dschungel in Zusammenarbeit mit Wien Modern ein echter Coup gelungen. „Gras wachsen hören“ ist aus einem Hörspiel entstanden und bringt die Pflanzenwelt zum Singen und Klingen. Die Uraufführung, eine Auftragsarbeit von Wien Modern, hat am 15. November im Dschungel Theaterhaus freudigen Anklang gefunden und auch das rege Interesse des Publikums in allen Altersstufen geweckt.

Ditta Rudle
Das Ensemble mit Telefonzelle.

Der volle Titel der Show ist lang und auf Englisch: „This is what happened in the Telephone Booth“, klingt aber nicht besser als der Deutsche: „Das ist es, was in der Telefonzelle geschah“. Tanz.Schau.Spiel ist die Kennzeichnung des einstündigen Abends. Die Uraufführung am 14. 11. erheiterte und begeisterte das Publikum im Off -Theater.

Ditta Rudle
Erdbewegungen in den Körper übertragen: "Speaking Volmues". © Dieter Hartwieg

Die österreichische Choreografin und Performerin Mirjam Sögner versucht in der Performance „Speaking Volumes“ geologische Formationen nachzuvollziehen. Mit Ana Laura Lozza und Luan de Lima gelingt das zur Musik von Samuel Hertz recht plastisch. Die österreichische Erstaufführung am 7.11. im brut im Kosmos ist vom Publikum freundlich aufgenommen worden.

Ditta Rudle
Frank, Christine, Robert: Alle haben Affären. © esel

Die Choreografin Christine Gaigg verlässt sich immer weniger auf den Ausdruck des Körpers, auf Bewegung und Musik, die durch Emotionen zur Erkenntnis führen. Auch der letzte Teil ihrer Trilogie über Sex und Sexualität im Laufe der vergangenen 40 Jahre wird vom Wort beherrscht, kommt aus dem Kopf und wendet sich an den Kopf. Nach „Maybe the way you made love twenty years ist the answer?“ (2014 + 2018) und „Meet“ (2018) beendet „Affair“ das Geplauder. Premiere war am 7. November im Tanzquartier.

Ditta Rudle
"Smaragde" mit den Solist*innen

Zum ersten Mal wird das 1967 vom New York City Ballet uraufgeführte Ballett „Juwelen“ von George Balanchine (1904–1983) komplett vom Wiener Staatsballett gezeigt. Mit dem Werk, dessen drei Teile nach Edelsteinen benannt sind, hat Balanchine das erste Ballett geschaffen, das keine Geschichte erzählt, sondern reiner Tanz.  Smaragde, Rubine und Diamanten wurden vom Premierenpublikum kräftig bejubelt.

Ditta Rudle