Akemi Takeya – gespalten. Foto: Karolina Miernik

Akemi Takeya hat ihr Solo „ZZ“ von 2003 zerlegt und neu zusammengesetzt, indem sie mit ihren künstlerischen Mitarbeitern die in 15 Jahren gewonnenen Möglichkeiten nutzen. Sound und Lichtdesign sind neu, die Performerin ist es ebenfalls. „ZZremix“ ist im Rahmen von ImPulsTanz im Odeon uraufgeführt worden.

Ditta Rudle
Das dynamische Ballett von São Paulo / Brasilien

Das von Ismael Ivo geleitete Ballet von São Paulo zeigt bei ImPulsTanz „Um Jeito de Corpo“, eine Choreografie von Morena Nascimento. Ein buntes, akrobatisches Ballett mit 30 dynamischen Tänzer*innen. Um die Show richig beurteilen zu können, müsste ich mehr wissen über die Tanztradition an der Oper von São Paulo. Das Pulikum im Burgtheater war jedenfalls begeistert und holte die Tänzer*innen samt ihrem künstlerischen Leiter, Ismael Ivo, mehrmals vor den Vorhang.

Ditta Rudle
Dimitri Chamblas und Boris Charmatz im Ring.

Dimitri Chamblas & Boris Charmatz sind wieder einmal mit dem Klassiker „A bras le corps“, was so viel heißt wie „An die Waffen Körper“, in Wien. Man kann dieses Duo nicht oft genug sehen. Es hat sich im Lauf der Jahre verändert, ist leichter und fast fröhlich geworden. Seit der Entwicklung der halbstündigen Demonstration ist nahezu ein Vierteljahrhundert vergangen, das Stück hat sich mit den Tänzern verändert. Im Keller des Leopold Museums wirkte die Vorstellung besonders intensiv und intim.

Ditta Rudle
Breanna O'Mara in "Masurca Fogo" © Karolina Miernik

Heißer Sommer am Lavastrand, heiße Liebe, Meeresrauschen und fröhlicher Tanz: „Masurca Fogo“, vor mehr als 20 Jahren von Pina Bausch mit ihrem Ensemble einstudiert, ist das Richtige für ein Sommerfestival, wie das von ImPulsTanz. Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch ist auch in Wien, im ausverkauften Burgtheater, mit Jubel überschüttet worden.

Ditta Rudle
Remote Control: Ein großartiges Ensemble. © Monika Rittershausen

Der filmbegeisterte Choreograf Michael Laub bringt 200 Filmschnipsel auf die Bühne und lässt die zehn Darsteller*innen seines Ensembles Remote Control plappern, singen und tanzen. Zwei Stunden dauert es, bis das Puzzle zu einem bunten Bild aus Life-Auftritten, Original-Soundtrack und Videoclips zusammengesetzt ist. Das in Berlin im vergangenen Juni uraufgeführte Theater-Musik-Tanzstück war im Rahmen von ImPulsTanz im Akademietheater in Wien zu sehen. Leichte Unterhaltung, zur Freude des Publikums.

Ditta Rudle
Doris Uhlich im Tank. © Axel Lambrette

Der Körper im Reagenzglas. Doris Uhlich ist konsequent, der Körper ist der Mittelpunkt ihrer Vorstellungen und Choreografien. Nicht nur physisch als Medium und Tanzkörper, auch gedanklich als Thema, um das sie kreist, „die Philosophie des Fleisches“. Auch in „Tank“, ein im März dieses Jahres im Tanzhaus NRW uraufgeführtes Solo, ist der Körper, eingeschlossen in einen gläsernen Zylinder, reales und gedachtes Zentrum. Im Rahmen von ImPulsTanz hat die Wiener Premiere im Odeon stattgefunden.

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