"Was ihr wollt": Eckenstein inszeniert Shakespeare.

Die Liebe ist ein seltsames Spiel. William Shakespeare hat das schon vor 400 Jahren gewusst hat, war als Ehrengast zur Eröffnung der neuen Dschungel-Saison geladen. Die künstlerische Leiterin Corinne Eckenstein hat die Übersetzung der Komödie „Was ihr wollt“ von Thomas Brasch inszeniert. Die Produktion ist eine Kooperation von Dschungel und diverCITYLab. Mit Präzision und Ideenreichtum ist ein unterhaltsames Spiel über die Liebe und ihre Irrwege im Zeitalter von Dating Portalen und Chatrooms entstanden.

Ditta Rudle
Peter Pan verursacht Chaos in der Familie Darling.

Auch in der 13. Vorstellung des überaus erfolgreichen Familien-Balletts „Peter Pan“ hat das Ensemble mit den beiden Rollendebütanten Alexander Kaden, Peter Pan, und Martin Winter, Mr. Darling, Begeisterungsstürme in der ausverkauften Volksoper hervorgerufen. In der Pause wollten die sonst so zappeligen jungen Zuschauer*innen die roten Polstersessel nicht verlassen, so gespannt von der Handlung, so gebannt von Spiel und Tanz waren sie. Ein deutliches Zeichen, dass man mit dem nötigen Einsatz auch sehr junges Publikum für das Theater mit Musik und Tanz begeistern kann.

Ditta Rudle
Fast ein Schleiertanz im Wasserbecken.

Die Urban Dance Company Hungry Sharks auf Tauchstation. Zwei Tänzerinnen und vier Tänzer zeigen eine Unterwasser Performance in einem Schwimmbecken auf der Schmelz. „Zeitgeist“ nennen sie das anstrengende 45 Minuten dauernde Stück, mit dem Choreograf + Tänzer Valentin Alfery und die Tänzer*innen die Möglichkeiten einer Choreografie und tänzerischer Bewegungen im Wasser untersuchen. Ein faszinierendes Experiment.

Ditta Rudle
Anne Juren, Linda Samarawerová: "42"

42“ nennt Anne Juren ihre jüngste Choreografie / Performance, deren Uraufführung gegen Ende des ImPulsTanz Festivals im Odeon stattgefunden hat. Unterstützt von Linda Samaraweerová zeigt Juren eine bestechend minimalistische Darstellung im ausgeklügelten Lichtdesign von Bruno Pocheron.

Ditta Rudle
Admiral Burrows spricht und tanzt mit den Händen. © Hugo Glendinning

Der Tänzer und Choreograf Jonathan Burrows, Besucher*innen des alljährlichen ImPulsTanz Festivals durch die Duette mit Matteo Fargion bestens bekannt, zeigt im kühlen Keller des Leopold Museum sein erstes Solo: „Rewriting“. Basis sind eine Choreografie, die niemals verwirklicht worden ist und sein 2010 erschienenes Buch, „A Choreographer’s Handbook“ und gut hundert kleine beschriebene Zettel, die auf einem Stapel links vom Tänzer liegen und am Ende nach rechts gewandert sind. Ein intimes Kammerspiel, ein Solo, das keine Wünsche offen lässt.

Ditta Rudle
DD Dorvillier in Aktion. © Karolina Miernik

No Change, or freedom is a psycho-kintec Skill“ von DD Dorvillier / human future dance corps war im Rahmen der ImPulsTanz-Reihe „Classic 2019“ ein Mal im Kasino am Schwarzenbergplatz zu sehen. Mit DD Dorvillier haben die Tänzerin Elizabeth Ward und der Musiker und Techniker Nicolas Barrot, der allerdings nur für einige Minuten, auf der Bühne gearbeitet.

Ditta Rudle