
Sterne über Sterne. Auf der Bühne und bei den Namen der Mitwirkenden, weil sie alle mit der Wiederaufnahme von George Balanchines Ballett Jewels ein Rollendebüt feiern. Ballettdirektorin Alessandra Ferri gestaltet ihre erste Saison vorsichtig und publikumswirksam. Mit Giselle hat sie die Saison eröffnet, in der Halbzeit hat sie die Juwelen aus dem Repertoire-Schmuckkästchen geholt und neu einstudieren lassen. Die erste Vorstellung: strahlend, beglückend, eindrucksvoll.
Kinobesucherinnen aufgepasst! Der Titel ist natürlich eine Falle, denn mit der bekannten Filmtrilogie hat er nichts zu tun. Es soll kühl bleiben auf der Bühne, wenn Flóra Boros im violett schimmernden Licht im Wuk Projektraum zum Violet Glace, dem violetten Blick, auffordert. Nach der Uraufführung am 29.1. gibt es noch zwei Vorstellungen.
Die Bühnenkünstlerin Marta Navaridas hat Igor Strawinskys Musik zum Ballett Der Feuervogel gehört und war begeistert. Doch ein Märchenballett, wie der Librettist Michel Fokine es sich erdacht hatte, wollte sie nicht auf die Bühne bringen. Hingegen zeigt sie gemeinsam mit fünf Tänzerinnen Once upon a Time in the Flames: Our Firebird Ballet. Eine Show, ab 23.1. im brut.
Kann es wirklich ein Vergnügen sein, ein Haar in der Suppe zu finden? Die Antwort ist ein eindeutiges Ja! Allerdings, nur wenn dieses Haar samt Suppe, Teller und Löffel von vier großartigen Bühnenfiguren von der Kompanie Freispiel gefunden wird. Desi Bonato, Maitane Midby, Simon Schober und Kajetan Uranitsch unterhalten mit der Komödie Das Haar in der Suppe Klein und Groß im Dschungel Theaterhaus aufs Allerbeste.
Der französische Choreograf Thierry Malandain bestätigt mit der Wiener Premiere seines Nummernballetts Marie Antoinette, was schon im abgelaufenen Johann Strauss-Jahr zu erkennen war: Auftragswerke dämpfen die Kreativität, fördern den Krampf. Sie werden bezahlt, doch nicht gelobt. Auch Marie Antoinette, erbeten vom Unternehmen „Château de Versailles Spectacles“, ist so ein Auftragswerk, mit dem Malandains Ballet Biarritz 2019 das Publikum in der königlichen Oper im Schloss Versailles unterhalten hat.
Die Fledermaus, auch wenn sie nicht singt, jedes Opernhaus. Achtmal ist das in dieser Saison auch dem Wiener Staatsballett gelungen. Das von Roland Petit mit Esprit choreografierte Ballett Die Fledermaus, dirigiert von Luciano Di Martino, war ein voller Publikumserfolg. Die letzte Aufführung dieser Saison findet am Samstag, 13.12. statt. Mit der ersten Besetzung der Wiederaufnahme ist hinter die Vorhänge einer biedermeierlichen Idylle zu sehen.





