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Giselle hat ausgetanzt. Am 8. Mai geisterte das betrogene Mädchen zum letzten Mal in dieser Saison als Willi durch den Wald. Für die Solotänzerin Margarita Fernandes allerdings war es das erste Mal. Sie bekam in der Staatsoper heftigen Applaus für ihr Debüt für die Titelrolle im romantischen Ballett Giselle. Dirigent Luciano de Martino leitete einfühlsam und sicher das Staatsopernorchester.
Ein Leben lang hat der Schauspieler Frans Poelstra vorgegeben, er sei ein Tänzer. Jetzt, mit 71, ist er zu alt um den Tänzer zu spielen, aber immer noch zu jung, um die Bühne zu verlassen. Der Bühnenkünstler will keine Rollen mehr spielen, im Moment will er mit dem Publikum nur noch Frans sein, sagt er. Das ist im Grunde immer, so auch in seinem jüngsten Stück, This Moment with You, das er am 28.4. im Studio brut gezeigt hat.
Im NEST (NEue STaatsoper), der Spielstätte der Wiener Staatsoper für junges Publikum, werden Nüsse geknackt. Eno Peçi, Choreograf und Solotänzer im Wiener Staatsballett hat sich mit Peter Tschaikowskys Ballettmusik zur Geschichte vom Nussknacker (nach E. T. A. Hoffmann) befasst und mit Mein erster Nussknacker ein Ballett für Kinder geschaffen.
Getanzt wird von den Schülerinnen und Schülern der Ballettakademie und Mitgliedern der Jugendkompanie. Premiere war am 25.3. im NEST.
Der Film ist fast fertig, nur die Postproduktion, also der letzte Schliff, fehlt noch. Doch die Filmemacherin Carolina Cappelli brennt darauf, ihren Film zu zeigen. B-Movies heißt er und befasst sich mit der Rolle weiblicher Nebenfiguren, die viel zu oft unbeachtet bleiben. Es dauert eine Weile, bis der mit Esprit und geistreicher Komik ausgestattete Film auf der Leinwand erscheint. Doch dann nimmt das Staunen und Lachen kein Ende.
Eine Choreografie wie aus dem Bilderbuch, ein Abenteuer mit Musik und einem wohlgestalteten, überaus dynamischen und bärenstarken kämpferischen Trio. Das kompakte Festivalprogramm Bounce von Marta Navaridas und Alex Deutinger ist endlich auch in Wien gelandet, um das Netz aus Klang und Bewegung, Licht und Raum, Kostüm und Maske auszuwerfen und die Zuseherinnen damit einzufangen. Es ist gelungen. An drei Märztagen im großen Saal des Wuk.
AAR steht für Artist At Resort und ist ein Mentoringprogramm für die nachkommende Künstlerinnen-Generation. Diesmal, in der 27. Folge des seit 2008 bestehenden Erfolgsprogramms, zeigten drei weibliche Teams ihre Bühnenarbeiten an drei Abenden. Die Premiere des Triple-Abends im Tanz*Hotel ist am 10. März gefeiert worden.





