Jam Rostron (Planningtorock) mit Ian Kaler. © Nadja Hallstroem

Der österreichische Tänzer und Choreograf Ian Kaler hat mit dem schwedischen Cullbergballett eine verspielte, dynamische Performance entwickelt. „On the Cusp / Am Punkt“ besticht vor allem durch die Komposition von Planningtorock (Jam Rostron), mit der die 15 jungen Tänzer*innen ihre Bewegungen improvisierend synchronisieren.

Ditta Rudle
Die Glitzer-Flocken warten auf den Applaus.

Überraschung bei der 5. Aufführung von Rudolf Nurejews Choreografie „Der Nussknacker“ in dieser Saison: Jakob Feyferlik hat in dem Ballett zwar schon den Herren im Divertissement „Pastorale“ („Tanz der Rohrflöten“) getanzt, aber noch nie die Titelrolle. Am 2. Jänner hat er der Liste seiner Rollen auch „Drosseleyer / Der Prinz" hinzuzugefügt. Mit liebevoller Unterstützung der Ersten Solotänzerin Liudmila Konovalova als Clara hat Feyferlik sein Debüt ohne nennenswerte Probleme geschafft. Bravorufe waren sein Lohn.

Ditta Rudle
"Der Nussknacker": Weihnachtsabend. © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Es war eine festliche Vorstellung, die am Nachmittag des 25. Dezember von Prinzesschen im Glitzerkleid und  Prinzchen im Samtanzug bestaunt worden ist. "Der Nussknacker" in der Choreografie von Rudolf Nurejew steht nach einem Jahr Pause wieder im Weihnachtsprogramm. Erster Solotänzer Davide Dato hat sich vom geheimnisvollen Drosselmeyer in den strahlenden Prinzen verwandelt. Ein gelungenes  Rollendebüt. Kiyoka Hashimoto erntete als anmutige Clara verdienten Applaus.

Ditta Rudle
Christina Osternig, Laureen Drexler, Lilli Mayerhofer.

Noch hat das Trio keinen Namen, doch jede Menge Mut. Drei Absolventinnen des MUK, Wien – Laureen Drexler, Lilli Mayerhofer und Christina Osternig –präsentieren sich zum ersten Mal in aller Öffentlichkeit. Im Dschungel Theaterhaus haben sie die geeignete Bühne gefunden, um unter dem Motto „Contemporary Dance meets Deep House“ ihr Publikum eine Stunde lang zu unterhalten. Fröhlicher Applaus bedankte die Tänzerinnen sowie  DJ Patrick Falkner und die Sängerin Florence Arman, die das Programm abschließend ergänzt hat.

Ditta Rudle
Die bunte Welt der Träume. © Dimitrij Muraschov

Mit Elsas Traum feierte am 16. Dezember der junge Regisseur Simon Dworaczek seinen Einstand im Dschungel Wien. Dworaczek inszeniert das von Autor und Regisseur Jérôme Junod verfasste „Theaterhandwerk“ für Zuseher*innen ab zehn Jahren mit viel Dynamik und sympathischem Ideenreichtum. Und auch das gur harmonierende junge Ensemble Johanna Prosl, Michaela Schausberger, Jeanne-Marie Bertram, Paul Graf und Magdalena Mair – schlüpft mit spielerischer Freude, hohem körperlichen Einsatz und akrobatischer Leichtigkeit in zahlreiche Rollen und Situationen.

Angela Heide
Die Besucher*innen gestalten das "Tanz Museum" selbst. © a. Kawka

Im „Tanz Museum“ sind die Besucher*innen ab 4 aufgerufen, selbst tätig zu werden. Sie dürfen Kurator*innen und Tänzer*innen, Maler*innen und Bildhauer*innen sein. In der interaktiven Tanz-Installation des Performing Arts Collectives VRUM erfahren Kinder, dass man sich auch ohne Worte ausdrücken und verständigen kann. Am 15. Dezember hat das keineswegs museale Haus im Dschungel seine Pforten geöffnet.

Ditta Rudle