Tiziana Longo, Italien, Motoya Kondo, Japan. © Motimaru Dance Company

Butoh im Tanz*Hotel. Am 9. November war mit „B.O.D.Y.“ die Vor-Premiere einer Solo-Performance des in Berlin lebenden japanischen Tänzers, Choreographen und Butoh-Lehrers Motoya Kondo zu sehen, die im Dezember in Berlin Premiere feiern wird. An seinem künstlerischen Ziel, „zu enthüllen, wer wir wirklich sind“, arbeitet Kondo in dieser Arbeit mit Expressivität, äußerstem Tonus und forschender Langsamkeit.

Rando Hannemann
Hoch lebe Sylvia und Darstellerin Nikisha Fogo!.

Ein Triumph auf allen Linien. Nicht nur für den Choreografen Manuel Legris, der das Ballett "Sylvia" aus dem 19. Jahrhundert in das 21 geholt hat, ohne Technik und Stil des romantischen Balletts zu verleugnen, sondern auch für die Tänzerin der Titelrolle, Nikisha Fogo. Das Publikum war von ihrem Debüt ebenso begeistert wie die Direktoren des Hauses, Dominique Meyer (Oper) und Manuel Legris (Ballett). Auf offener Bühne wurde die aus Schweden stammende Solisten zur Ersten Solotänzerin ernannt.

Ditta Rudle
Vernebelte Gestandnisse in "Trigger of Happyness" © Leonor Fonseca

Russisch Roulette für Einblicke in die Seelen junger Erwachsener. Das Tanzquartier Wien präsentierte am 9. und 10. November 2018 mit „Trigger of Happyness“ eine Dokumentarperformance der beiden portugiesischen bildenden KünstlerInnen Ana Borralho und Joāo Galante. Zwölf vom Tanzquartier ausgesuchte WienerInnen im Alter zwischen 18 und 23 Jahren, allesamt Laiendarsteller, berichten von Erlebnissen und psychischen Zu- und Umständen aus Kindheit, Jugend und jungem Erwachsenen-Dasein.

Rando Hannemann
Farbige Schneewittchen. Darf das sein? © Joerg Baumann

Zwei farbige Schneewittchen brechen Disneys Restriktionen auf. Im Tanzquartier Wien war Anfang November 2018 „Princess“, der erste Teil einer „Happyland“ überschriebenen Trilogie der Philippinin Eisa Jocson zu sehen. Mit viel erheiterndem Publikumskontakt, voller Ironie und Sarkasmus und mit exotischer Anmut treten zwei Randfiguren ins Rampenlicht.

Rando Hannemann
Aus der Begleitdokumentation. © Sternstunde Kunst/ SRF

Im Forst des Stiftes Admont wird eine Fichte gefällt, ins Sägewerk transportiert und zu Brettern verarbeitet, zu Blöcken gestapelt und auf Reisen geschickt. Bis in den Regenwald im Amazonasgebiet schickt der bildende Künstler Daniel Zimmermann in seinem ersten Langfilm das Holz.
Ein Film, der durch die Idee ebenso fasziniert wie durch die Technik der 360°-Kamera. Die Premiere von „Walden“ war im Rahmen der Viennale ’18  am 27. Oktober im Urania-Kino.

Ditta Rudle
Willkommen im Wellnessbad mit Lageplan. © Le Gac / Tqw.

Was ist das Glück? Wo finden wir es? Wie lange hält es an? Fragen, die kaum beantwortbar sind, wenn, dann von jeder anders. Zwei Künstlerinnen beschäftigen sich ausgerechnet am Nationalfeiertag mit dem Thema. Die Tänzerin und Choreografin Linda Samaraweerová führt uns auf eine Insel, um das Mysterium des Glücks zu entdecken. Die Französin Anne Lise Le Gac lädt ins Wellnesshotel, wo die Besucherinnen ins Koma gestreichelt werden. Zwei unterschiedliche Vorstellungen, die nicht nur das gesuchte Glück verbindet.

Ditta Rudle