Kann es wirklich ein Vergnügen sein, ein Haar in der Suppe zu finden? Die Antwort ist ein eindeutiges Ja! Allerdings, nur wenn dieses Haar samt Suppe, Teller und Löffel von vier großartigen Bühnenfiguren von der Kompanie Freispiel gefunden wird. Desi Bonato, Maitane Midby, Simon Schober und Kajetan Uranitsch unterhalten mit der Komödie Das Haar in der Suppe Klein und Groß im Dschungel Theaterhaus aufs Allerbeste.
Der französische Choreograf Thierry Malandain bestätigt mit der Wiener Premiere seines Nummernballetts Marie Antoinette, was schon im abgelaufenen Johann Strauss-Jahr zu erkennen war: Auftragswerke dämpfen die Kreativität, fördern den Krampf. Sie werden bezahlt, doch nicht gelobt. Auch Marie Antoinette, erbeten vom Unternehmen „Château de Versailles Spectacles“, ist so ein Auftragswerk, mit dem Malandains Ballet Biarritz 2019 das Publikum in der königlichen Oper im Schloss Versailles unterhalten hat.
Die Fledermaus, auch wenn sie nicht singt, jedes Opernhaus. Achtmal ist das in dieser Saison auch dem Wiener Staatsballett gelungen. Das von Roland Petit mit Esprit choreografierte Ballett Die Fledermaus, dirigiert von Luciano Di Martino, war ein voller Publikumserfolg. Die letzte Aufführung dieser Saison findet am Samstag, 13.12. statt. Mit der ersten Besetzung der Wiederaufnahme ist hinter die Vorhänge einer biedermeierlichen Idylle zu sehen.
Die Lorbeeren seien diesmal zu Beginn gestreut: Drei ausverkaufte Vorstellungen im Projektraum des Wuk, und das in der zwar stillste genannten, aber tatsächlich hektisch ausbrechenden Zeit. Alberto Cissello findet das richtige Thema in der hektischsten Zeit des Jahres: Pause, Leere, Nichts, Ruhe, ein Schwebezustand, bevor es wieder losgeht. Point Fixe ist ein gelungenes Solo, komisch, überraschend, entspannend und präzise getimt.