Vater und Sohn, Till und Jaša Frühwald. © Alek Kawka

Sanja Tropp Frühwald und Till Frühwald sind nicht nur gemeinsam die Basis von VRUM, Performing Arts Collectiv, sondern mit Jaša und Maja auch eine Familie. Die Regisseurin Sanja interessiert sich für das Verhältnis von Vater Till und Sohn Jaša und warum ein Sohn so ist, wie er ist. Jaša hat darauf nur eine Antwort: „ich bin ich, ich bin doch nicht mein Papa.“ Daraus ist eine Intensive Performance entstanden, die Vater und Sohn, Jaša und Till Frühwald, gemeinsam auf die Bühne des Dschungel zeigen. Die Uraufführung am 1.11. war ein voller Erfolg.

Ditta Rudle
Im Sanatorium: Valerio Iurato, Núria Giménez Villarroya

Mei Hong Lin hat für ihre Compagnie Tanzlin.z einen tieftraurigen, niederdrückenden Abend zu Musik von Richard Strauss und Igor Strawinsky choreografiert. „Metamorphosen“ in der chorischen Fassung für 23 Solostreicher von Richard Strauss, uraufgeführt 1946, steht am Anfang des Abends, dessen Premiere am 26. Oktober vom Linzer Publikum lautstark gefeiert worden ist. Im zweiten Teil hat sich die Choreografin und Ballettchefin an Igor Strawinskys „Le Sacre du printemps“ gewagt und ezählt, wie in „Metamorphosen“, eine Leidensgeschichte aus den düsteren Zeiten des Krieges.

Ditta Rudle
Turinsky, Sobottke, Vittucci: "We Bodies". © Ulli Koch

Das Monströse wählten die Tänzerinnen Teresa Vittucci und Claire Vivianne Sobottke gemeinsam mit dem Tänzer Michael Turinsky als thematische Grundlage für ihre Performance „We Bodies“, die im Tanzhaus Zürich uraufgeführt worden ist und nun im WuK gezeigt wird. Eine Vorstellung, in der sich drei unterschiedliche Körper zu den elektronischen Klängen des in Berlin lebenden Komponisten und Choreografen Tian Rotteveel bewegen.

Ditta Rudle
L Prohaska, A. Sommerfeld, R. Kern in Düsseldorf. © Robin Junicke

Senecas Tragödie „Thyestes“, aus dem Lateinischen übertragen von Durs Grünbein, bildet die Basis von Claudia Bosses „begehbarer Text-Raum-Choreografie“, die vor dem letzten Akt durch eine Passage aus Karl Marxs Essay „Grundrisse der Kritik einer politischen Ökonomie" ergänzt wird. Beziehungsreich entrollt sich das Drama in einem Speisesaal, der unbenützten Kantine im ehemaligen Siemens Campus in Favoriten. Das Publikum ist mitten drin, wird ergriffen, zum Mitwisser und auch zum Mittäter. Ein großer Abend.

Ditta Rudle
Cat Jimenez in "Layaz", Choreografie: Editta Braun.

Editta Braun und ihre Company, ebc, feiern das 30jährige Bestehen mit einer Festvorstellung, in der die Tänzerin Cat Jimenez ein neues Solo zeigt. Gefeiert ist die PremiereLayaz" in der Szene Salzburg worden, die ebenfalls Grund zu feiern hat, nämlich, dass sie seit 50 Jahren sämtliche Stürme überdauert hat.  Das Publikum zeigte sich in Festtagsstimmung, die Tänzerin im Premierenfieber und die zu feiernde Compagniechefin mit fröhlich-entspannter Ausstrahlung.

Ditta Rudle
Cendrillon: Einfach, aber glücklich mit dem Prinzen

Cendrillon“, das Märchen vom Mädchen, das in der Asche schlafen muss und für Bescheidenheit und die Demütigungen einen Prinzen als Lohn bekommt, wird von Jean-Christophe Maillot mit anderen Schwerpunkten erzählt. Der Vater ist überraschend präsent und Cendrillon muss nicht in der Asche schlafen. Mit dem 1999 entstandenen Märchenballett zur Musik von Sergej Prokofiev feierten Les Ballets de Monte Carlo unter Direktor Maillot im Festspielhaus St. Pölten Triumphe.

Ditta Rudle