Zum Hauptinhalt springen
Filter

Karin Pauer: „LOW“ – Kein Leben in der Tiefsee

Noch ist Leben unter dem Meeresspiegel. Zumindest auf der Bühne des brut, wo sich drei Figuren vorsichtig bewegen, als wären sie unter Wasser. Choreografin Karin Pauer und ihre Mittänzerinnen Ixchel Mendoza Hernández und Hugo Le Brigand tauchen in die Tiefsee und erzählen in der Performance von der Verschmutzung, Ausbeutung und Zerstörung der Meere. 

Weiterlesen

Anne Holt: Der neue Roman, fast ein Horrorfilm

Wenn die norwegische Autorin Anne Holt einen Roman mit dem Titel Zwölf ungezähmte Pferde schreibt, dann spielt der sicher nicht auf einem Ponyhof. Die längst pensionierte Polizeibeamtin Anne Wilhelmsen, die 1993 mit Holt in Blind gudinne (Die blinde Göttin, 1995) ihr Debüt gefeiert hat, wirft ihren Kokon ab und löst einen verwirrenden Fall. Zwölf ungezähmte Pferde ist ein aufregender und abschreckender Roman, unglaublich und doch realistisch. Anne Holt greift mit bloßer Hand ins Feuer.

Weiterlesen

Der Betrieb: Your Season, eine Einladung

Der Betrieb, 2022 als Alternative zu kommerziellen Veranstaltungsräumen von Alexander Gottfarb und Anna Maria Nowak gegründet, lädt zum Mitmachen ein. Zum zweiten Mal gehört die Staffel, es ist die siebente überhaupt, Publikum und Künstlerinnen gleichermaßen. Der Titel, Your Season, sagt es schon: Die Staffel gehört euch, dir, Ihnen. Fünf Wochen lang, bis 25.10 + einem Anhang vom 6. bis 8.11. ist Der Betrieb in Betrieb. 

Weiterlesen

ImPulsTanz Special: Tanz mit Kanarienvogel

Zehn Performerinnen, von Liquid Loft und fünf Musikerinnen der Formation PHACE veranstalten eine Soirée Dansante., in der auch gelb gefiederte Vögel eine Rolle spielen. Sechs zeitgenössische Komponisten haben die Musik geschrieben, das PHACE-Quartett spielt auf, und lässt womöglich den Kanari singen. coal mine birds,so der Soirée-Titel, befasst sich mit der Zukunft und wendet sich an alle, die sie bereits erahnen.  Ab 16.10. im Odeon. 

Weiterlesen

makemake: In den Armen einer Krake

Das Kollektiv makemake ist bekannt für unterhaltsame Aufführungen, die lehrreich, doch nicht belehrend sind. Unter freiem Himmel tauchen die Darstellerinnen in die Tiefsee und lassen sich von den Tentakeln einer knallroten Krake einwickeln, oder sind selbst so ein achtarmiger Octopode. Die interaktive Performance vor dem Dschungel Theaterhaus heißt schlicht Krake und lädt Zuschauerinnen ab 7 zum Mitmachen ein.

Weiterlesen

Tanz Linz: Andrey Kaydanovskiy sucht Shakespeare

Shakespeare zum Träumen, Shakespeare als Verwirrspiel, Shakespeare gedoppelt, gespiegelt, versteckt und wieder herbeigezaubert. Shakespeare als Zitatenschleuder, Shakespeare für alle Lebenslagen, besser noch geeignet als Schiller oder Goethe. Jetzt in Linz: Shakespeares Träume, zum Tanzen gebracht von Andre Kaydanovskiy, also richtig. Kaydanovskiy’s Dreams, doch tatsächlich Shakespeare’s Dreams, ein Tanzstück von Andrey Kaydanovskiy für Tanz Linz.  Premiere war am 20.9. im Musiktheater.

Weiterlesen

Ballett Giselle: Applaus für ein neues Paar

 Seit der Premiere 1993 ist die Choreografie des romantischen Balletts Giselle der damals amtierenden Ballettdirektorin, Elena Tschernischova, am 23.9. zum 99. Mal getanzt worden und so frisch und ansprechend, wie schon lange nicht mehr. Zu verdanken ist das der neuen Ballettdirektorin, Alessandra Ferri, die das Wiener Staatsballett in sämtlichen Etagen durch zahlreiche neue Engagements und intensives Training, verjüngt und aufpoliert hat.

Weiterlesen

Ballett „Giselle“: Erfolgreiche Debüts

 Schon die erste Vorstellung dieser Saison mit dem romantischen Ballett „Giselle“, am 18. September, hat viel Freude bereitet, doch so richtig hinreißend und erfolgreich war die zweite, am Tag darauf, in der sich die frisch engagierten Solistinnen, Cassandra Trenary als Giselle und Rosa Pierro in der Rolle der Myrtha vorgestellt haben. Der Applaus und die Bravorufe wollten nicht enden.

Weiterlesen

Ballett: Die mageren Jahre sind beendet

 

In der Genesis ist von sieben dürren Jahren die Rede, die das ägyptische Volk hungern lassen. In Wien waren es glücklicherweise nur fünf. Fünf magere Jahre, die Ballettfreunde darben ließen. Die neue Ballettdirektorin, Alessandra Ferri, lässt jetzt auf fette, glanzvolle Zeiten hoffen. Mit einer Neueinstudierung des romantischen Balletts von Elena Tschernischova feiert sie ihren Einstand. Die erste Aufführung mit Tänzerinnen, die mit dem Repertoire vertraut sind, geriet zu einer wahren Feierstunde. 

Weiterlesen

Theater brut: Die letzte Saison für Kira Kirsch

 Alles ist vergänglich, nicht nur Ruhm, den Kira Kirsch und ihr Team im Theater Brut zu Recht verdient haben. Im Juni 2026 endet die Intendanz (künstlerische Leitung) Kirsch in der Nordwestbahnstraße, danach wird das brut wieder in die Obdachlosigkeit verbannt. Die Plakate mit dem Abschiedsgruß hängen schon: The Final Stage of the Ephemeral / Die letzte Phase des Vergänglichen. 

Weiterlesen