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Eigens für die formidablen Tänzer:innen des Wiener Staatsballetts in der Volksoper ist der dreiteilige Abend mit Werken von Karole Armitage, Paul Taylor und Martin Schläpfer konzipiert. Der Titel, The Moon Wears a White Shirt, ist eine Zeile aus einem Gedicht des Ungarn Sándor Weöres, das György Ligeti vertont hat. Die Zeile dient als Titel für den Abend, dessen Mittelteil Karole Armitages Choreografie Ligeti Essays bildet. Von Alfred Schnittke stammt die Musik für Schläpfers Choreografie Drittes Klavierkonzert; Paul Taylor lässt in Dandelion Wine (Löwenzahn-Wein) zu einem Concerto für Violine und Orchester von Pietro Locatelli tanzen. Die Premiere des Abends wird am 12. November gefeiert.


Siruan Darbandi, Simon Schober und Kajetan Uranitsch (Kompanie Freispiel) haben ein Startup gegründet und unterhalten nicht nur das junge Publikum ab 11 mit einer bitterbösen Satire auf das Erfolgsstreben und die dazu passenden aggressive Marketingmethoden. In einem Kurzseminar werden die Zuschauer:innen zum Homo perfectus. Der erste Schnellkurs hat am 8. November im Dschungel Wien stattgefunden. Noch gibt es Sonderangebote für Kursteilnehmer:innen. Nichts wie hin!  


Wi-wi-wi wimmert das neugeborene Gänschen und seine Mutter, also das Lebewesen, das Martina, so wird sie genannt werden, als Mutter akzeptiert hat, antwortet mit tiefer Stimme, wie es sich gehört: Gang-gang-gang. Die Mutter wird als der Vater der Ethologie, der vergleichenden Verhaltensforschung, vor 50 Jahren den Nobelpreis erhalten. Geboren ist Konrad Lorenz vor 100 Jahren in Wien. Auf lockere Art und Weise erzählt Ilona Jerger seine Lebens- und Forschungsgeschichte.


Für alle ist Platz in der Mitte: Janina, Lawrence, Caterina

Wenn nach wochenlangem Nachdenken, Sammeln und Probieren endlich ein fertiges Stück gezeigt werden kann, das den Eindruck erweckt, es entstünde hier und jetzt unmittelbar vor dem Publikum, dann kann man ganz sicher sein, dass die Schallundrauch Agency, geleitet von Janina Sollmann und Gabriele Wappel, mit ihrem Team zu sehen, zu hören und zu bestaunen ist. Und das, man glaubt es kaum, seit 20 Jahren. An Frische und Unmittelbarkeit hat Schallundrauch nichts eingebüßt.


Die argentinische Kunstkritikerin María Gainza, geboren 1975 in Buenos Aires, beherrscht die Kunst des perfekten Flunkerns. Wenn sie in ihrem Roman Schwarzlicht / La luz negra über Original und Fälschung, Fälscher, Künstler und Sammler erzählt, befindet man sich bald in einem Labyrinth, in dem Realität und Fantasie, Historisches und Erdachtes, Licht und Schatten verschmelzen. Statt „So war es“, bietet die Autorin unterhaltsamen Zweifel an: „So könnte es gewesen sein. oder doch ganz anders."


Eine Einladung ins Eldorado, vormals Universum, freundlichst ausgesprochen vom ideenreichen Kollektiv Spitzwegerich. (Gehäuse) nennen die Wegeriche (die Medizin bescheinigt ihnen „Reizmilderung und Entzündungshemmung“) die Aufführungsserie in vier Etappen, deren letzte, (Gehäuse): Aurum, im neuerdings „Theater am Werk“ benannten Gehäuse unter dem Petersplatz in Wien am letzten Oktobertag premierenadäquat bejubelt worden ist. Trotz Halloweenabend ist nicht gegruselt worden, hingegen überrascht, fasziniert, ein wenig verwirrt und bestens unterhalten.