Fulminanter Festivalausklang mit Flamenco Chekara. © promotion

Fulminanter Festivalausklang mit Flamenco Chekara. © promotion

Die diesjährige Ausgabe von Salam Orient, dem Festival für Musik und Kunst aus dem orientalischen Kulturraum, findet heuer mit einigen Neuerungen von 17. bis 31. Oktober 2017 in Wien statt. Festival-Gründer und Intendant Norbert Ehrlich hat nach 15 erfolgreichen Jahren das Festival mit diesem Jahr an zwei Kolleginnen übergeben. Die beiden neuen Verantwortlichen, Katrin Pröll und Martina Laab, sind seit vielen Jahren als Veranstalterinnen mit Schwerpunkt auf Weltmusik im In- und Ausland tätig. Inhaltlich werden sie bei Salam Orient weiterhin ein hochkarätiges Programm klassisch-traditioneller als auch aktueller Musik, Kunst und Kultur aus dem Orient präsentieren. Dem Erscheinungsbild des Festivals haben sie mit neuem Design und neuer Website einen frischen Anstrich verliehen.

Faiz Ali Faiz, Großmeister des Quawali aus Pakistan. 24.10., Theater Akzent © Habib Hmima Der Schwerpunkt des diesjährigen Festivals liegt auf der großen musikalischen und auch geographischen Bandbreite des orientalischen Kulturraums, die sich in all ihren Facetten zeigt – von traditionell inspirierten Klängen des Nahen Ostens über jazzig-funky und perkussive Musik aus Afrika bis hin zu den heißen Rhythmen Andalusiens. Die neue Festivalleitung setzt dabei auf große Namen wie die Singer/Songwriterin Souad Massi aus Algerien, die das Festival mit ihrem neuen Trio eröffnet, den Großmeister des Quawali Faiz Ali Faiz aus Pakistan oder den Poeten des klassischen persischen Gesangs Alireza Ghorbani aus dem Iran.

Gleichzeitig werden ganz bewusst auch viele junge und in Österreich noch unbekannte KünstlerInnen und Ensembles vorgestellt. L'Hijâz Car kommen aus Frankreich und wandeln Tradition ind Zeitgemäßes © KlaraBeckSo lässt die multi-ethnische Debo Band aus den USA die musikalische Vergangenheit Äthiopiens wieder aufleben; L‘Hijâz’Car aus Frankreich verpacken die Klänge des Mittelmeerraums mit ungezügelter Energie in modernen Kompositionen; die Mugham Sängerin Nuriyya Hüseynova aus Aserbaidschan bringt ein gänzlich neues Repertoire mit dem jungen, multinationalen Kammerorchester Kaspische Virtuosen aus Wien zur Aufführung; die neue, in Österreich beheimatete iranisch-taiwanesische Formation Kurdophone verbindet alte, traditionsreiche Instrumente mit elektronischen Sounds.

2Das bunte Kamel" Eine musikalische Reise für Kinder ab fünf. 19.10., Haus der Musik © Benjamin SimsaFür den krönenden Abschluss des Festivals sorgt das spanisch-marokkanische Ensemble Flamenco Chekara, das die arabischen Einflüsse des andalusischen Flamencos aufspürt.

Salam Orient bietet eine wunderbare Gelegenheit, sich auf eine spannende Reise in die unterschiedlichsten Kulturen von Spanien über den Maghreb nach Ostafrika bis in den Nahen Osten und Asien zu begeben.

Kinderprogramm: Das bunte Kamel“, Musiktheter mit Marko Simsa (Österreich/Syrien/Palästina). Eine musikalische Reise in den Orient, für Menschen von 5 bis 10 Jahre.Haus der Musik: 1010 Wien; Die neuen Leiterinn: Martina Laab, Katrin Pröll. © Rania MoslamSeilerstätte 30.
Workshops: für Schulen in der Brunnenpassage, Brunnengasse 71, 1160 Wien. 20. Oktober (Musik), 23. Oktober (Tanz), jeweils 9 & 11 Uhr.
Buchpräsentation: „Krise, Revolte und Krieg in der arabischen Welt“ herausgegeben von Helmut Krieger und Magda Seewald, Dampfbootverlag. 24. Oktober, 19 Uhr. Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz 2a. 1070 Wien.

Festival: „Salam Orient", 17. bis 31. Oktober 2017, an mehreren Spielorten.