Claire Vivianne Sobottke, Michael Turinsky, Teresa Vittucci. © Anna Breit

We Bodies“ ist eine Choreografie von Teresa Vittucci, Claire Vivianne Sobottke und Michael Turinsky, in der das Monster eine wichtige Rolle spielt. Nach der Uraufführung in Zürich zeigt das Trio „We Bodies / Wir Körper“ ab 16. Oktober im WuK.

Redaktion
Künstlerin Martha Jungwirth und ihr Werk. Foto: E. Strobl, © museum in progress

Bis Saisonende 2020 begleitet ein Bild der renommierten Künstlerin Martha Jungwirth die Besucher*innen der Wiener Staatsoper. „Das trojanische Pferd“ nennt Jungwirth das aktuelle Ölbild auf Karton auf Leinwand und sieht das rote Ross als Topos für unsere abendländische Kultur und ihre wechselhafte Geschichte. Zu sehen ist ein großes Pferd in Seitenansicht, das aus schwungvollen und vorwiegend rot- und brauntönigen Pinselstrichen erschaffen wurde. Im Kontrast zum tonigen Packpapier sticht das leuchtende Rot stark hervor, Farbspritzer und Malspuren sind darauf sichtbar. Die einzelnen Linien konstruieren als Raumgerüst den Tierkörper, wobei die über die Silhouette hinaus schwingenden Pinselstriche die raumgreifende Dynamik des Pferdes potenzieren. Die Farben unterstreichen den machtvollen Auftritt des mit fast trotzig stolzem Kopf präsentierten Pferdes.

Redaktion
Im Rhizomatic Circus wird es bunt und digital. © Rhizomatic Circus

Stolz hat das Team von Huggy Bears unter der Leitung von Philippe Riéra / Superamas das neue Büro samt Studios in Wien-Favoriten präsentiert. Vor zwei Jahren noch mussten Huggy Bears in Pension geschickt werden, die Stadt Wien verweigerte die Unterstützung für das hilfreiche Projekt. Das Kuratorium hatte 2017 so entschieden. Doch dann fand Claudia Weinzierl, Referentin für Bezirkskultur im Büro der Kulturstadträtin, Veronika Kaup-Hasler, ein Loch und Huggy Bears durften wieder arbeiten. Weinzierl hat die Eröffnung des Büros von Huggy Bears in Favoriten nicht mehr erlebt, sie ist im heurigen Frühjahr mit 56 Jahren unerwartet verstorben.

Ditta Rudle
Nikisha Fogo, Jakob Feyferlik: "Artifact Suite".

Eine Ode an das Ballett“ nannte William Forsythe seine 1984 für das Frankfurt Ballett geschaffene abendfüllende Choreografie „Artifact“. 20 Jahre danach hat er aus dem 2. Teil das etwa 40-minütige Ballett „Artifact Suite“ geschaffen. Angeleitet und trainiert von Forsythes langjähriger Ballettmeisterin in Frankfurt, Kathryn Bennets, hat das Wiener Staatsballett mit „Artifact Suite“ an acht Abenden gezeigt, welch hervorragende Compagnie Manuel Legris geschaffen hat.

Ditta Rudle
Alltägliche Gesten schreiben sich in den Körper ein. © René Jungnickel

Auch im Kosmos Theater wird getanzt. Als Gastspiel zeigt die Dresdner Compagnie Freaks & Fremde „Everyone“ in einer Choreografie des US-amerikanischen Komponisten John Moran. Ein musikalisches Tanzstück, in dem drei Tänzerinnen eine Parade universeller menschlicher Ausdrucksformen, Gesten und Bewegungen zeigen. Die Musik spielt live dazu.

Ditta Rudle
Tänzerin und Choreografin Editta Braun. © szene-salzburg.net

Seit 30 Jahren arbeitet die Tänzerin unf Choreografin Editta Braun im Dienst der Bühnenkunst. Tanztheater, das sich keinem Trend und keiner Intendanz beugt, ist ihr Markenzeichen. Die Moden hat sie mit ihrer Company (ebc) alle überlebt, die Intendanzen braucht sie nicht, weil sie unabhängig und frei ist. Jetzt feiert Editta Braun / ebc als eine der am längsten aktiven Gruppen Österreichs ihr Jubiläum: Mit einer Premiere natürlich. „Layaz“ heißt das geheimnisvolle Tanzstück, in dem die vielseitige ehemalige Hip-Hop Tänzerin Cat Jimenez die zentrale Rolle tanzt.

Ditta Rudle