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Ein Tanzfilm der Sonderklasse. Caspar Pfaundler zeigt weder Dornröschen noch Schwanensee und auch nicht eine fertige Choreografie von William Forsythe oder Hans van Manen, er zeigt in seinem Kinofilm Just Be There  überhaupt kein fertiges Ballett. Er hat seine Kamera im Probensaal aufgestellt und beobachtet das Entstehen eines Tanzstücks. Just Be There ist bis 17. Dezember im Wiener Metro-Kino zu sehen.


Tanz und Ballett haben es schwer. Die Popularität ist geringer als die der Oper, Supergagen für durch die Welt jettende Stars sind rar und in den Medien ist meist kein Platz dafür. Umso erfreulicher, dass der Sender ARTE sich immer wieder, und im Advent und während der Weihnachtsfeiertage besonders, um Tanz und Ballett annimmt. Fernsehprogramme und Streaming-Angebote bieten die Möglichkeit, Zugang zur Kunst des Tanzes bequem vom Sofa aus zu finden.


 Lea Karnutsch: „According to Gravity's Law“  (Symbolbild)Unter dem Motto A World in Transit findet am 25. November von 12 bis 22 Uhr das Dance Identity Festival im Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt statt. Neun hochkarätige Produktionen aus Frankreich, Italien, Belgien, den Niederlanden, Rumänien und Österreich setzen sich auf tänzerische Weise mit Themen einer sich rasch verändernden Welt auseinander.


Regisseurin Jennifer Rezny und ihr Team begleiteten die Elev:innen der Ballettakademie der Wiener Staatsoper und lässt diese auch zu Wort kommen. Sie sagen, was erwartet wird. Tanz des Lebens, wird mitunter auch FEUER & FLAMME genannt, ein Titel, den eigentlich eine aus bereits sieben Staffeln bestehenden WDR-Serie über die Feuerwehr gepachtet hat. Reznys Dokumentation bietet einen kursorischen Jahresablauf in der Schule mit kurzen privaten Einsprengseln und ist von 3sat am 11.11. nach dem Hauptabendprogramm ausgestrahlt worden. In der Mediathek sind die 50 Minuten bis 11.12. zu besichtigen.


Eigens für die formidablen Tänzer:innen des Wiener Staatsballetts in der Volksoper ist der dreiteilige Abend mit Werken von Karole Armitage, Paul Taylor und Martin Schläpfer konzipiert. Der Titel, The Moon Wears a White Shirt, ist eine Zeile aus einem Gedicht des Ungarn Sándor Weöres, das György Ligeti vertont hat. Die Zeile dient als Titel für den Abend, dessen Mittelteil Karole Armitages Choreografie Ligeti Essays bildet. Von Alfred Schnittke stammt die Musik für Schläpfers Choreografie Drittes Klavierkonzert; Paul Taylor lässt in Dandelion Wine (Löwenzahn-Wein) zu einem Concerto für Violine und Orchester von Pietro Locatelli tanzen. Die Premiere des Abends wird am 12. November gefeiert.


Die international gefeierte Künstlerin und prima ballerina assoluta Alessandra Ferri wird ab 1. September 2025 das Wiener Staatsballett leiten. Damit wird eine der prägendsten Persönlichkeiten der internationalen Ballettwelt unserer Zeit die künstlerische Führung der Ballettcompagnie übernehmen. Als Direktorin des Wiener Staatsballetts ist Ferri zugleich auch künstlerische Leiterin der Ballettakademie der Wiener Staatsoper.