Die Rubine in Blanchines Ballett "Jewels".  © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Bei der öffentlichen Vorstellung als neuer Ballettchef kann Martin Schläpfer nicht anwesend sein. Cov-19 hat‘s verboten, er darf nicht einreisen, weilt einstweilen noch bei seiner Compagnie, dem Ballett am Rhein (Duisburg und Düsseldorf), von dem er sich bereits verabschiedet hat. Seine Pläne kann er nur per Videoschaltung bekanntgeben. Am Sonntag, 26. April, wird die gesamte Veranstaltung um 21.30 Uhr in ORF III übertragen. Der desiginierte Operndirektor Bogdan Roščiċ sitzt auf Bühne vor der Kamera.

Ditta Rudle
Logo von Huggy Bears. © Huggy Bears

In Wien lebende / arbeitende Künstler*innen können sich ab sofort für das neue Huggy-Bears Mentoring Programm bewerben. Eingereicht werden kann jedes Live-Kunst-Projekt von Performance, Tanz und Theater bis zu Zirkus, visuelle Kunst und transdisziplinäre Formen. Das Huggy Bears-Programm bietet aufstrebenden Künstler*innen Mentoring in verschiedenen Bereichen, um ihre Ideen und die Arbeit zu professionalisieren.

Ditta Rudle
Die Jüngsten der Groupe Grenade in Eun Me Ahns Choreografie. © Cécile Marini

Das Festspielhaus St. Pölten muss in den vergangenen Wochen einem Bienenstock geglichen haben, bis nach emsigem Summen, Brummen und Hupen (das tun Bienen tatsächlich, wenn sie mit einer Kollegin zusammenstoßen) der Plan für die Saison 2020 / 21 fertiggestellt war. Vorläufig, muss dazu gesagt werden, wenn nicht COV-19 den Vater des Gedankens wieder auf den puren Wunsch zurückdrängt. Mitte April jedoch sieht das Programm in allen Sparen vielversprechend aus. Neben dem dichten Musikprogramm von großen Orchesterwerken kommt auch der Tanz nicht zu kurz.Ou

Ditta Rudle
John Neumeier: Matthäus-Passion". © Kiran West

Was tun an diesem traurigen Ende einer erfolgreich begonnenen Tanzsaison? Ein Liveerlebnis ist nicht möglich, sämtliche Bühnen, kleine wie große, sind geschlossen, Festivals abgesagt, die tanzlose Zeit muss aus den Archiven gefüllt werden. Vorbildlich hilft das Hamburg Ballett mit Ballettaufzeichnungen in der Osterzeit und danach. Zur Vertiefung des Wissens und Genießens von Tanzaufführungen dienen Bücher, und wer nicht an virtuelle Öffnungszeiten gebunden sein will, stöbert in den DVD-Archiven.

Ditta Rudle
Anne-Sophie Raemy, Joachim Schlömer, Corinne Eckenstein.

Allein im dunklen Wald. Gespenster tauchen im Nebel auf, seltsame Geräusche irritieren, was tun gegen die Angst? Woher kommt sie überhaupt? Darf man wütend, zornig, aggressiv sein? Corinne Eckenstein und Joachim Schlömer haben eine Antwort: Mit dem Gesamtkunstwerk aus Tanz, Musik, Licht und Wortkaskaden locken sie junges Publikum ab 9 zum brandneuen Tanzstück „In der Dunkelwelt“, wo Maartje Pasman, Yusimi Moya Rodriguez und Sami Similä spielend ihre Ängste überwinden.

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"Lavagem" von Alice Ripoll mit Cia REC. © Renato Mangolin

Am 15. Mai beginnen die Wiener Festwochen, wie üblich auf dem Rathausplatz um 21 Uhr. Das Motto: „Beethoven gehört allen!“ Das Programm – 46 Produktionen, davon 15 Weltpremieren, mit 546 Künstler*innen aus 24 Ländern an 28 Spielorten – bietet bis 21. Juni Theater, Musik, Bildende Kunst, Performance und Tanz in reicher Auswahl. Im Burgtheater halten am 16.5. bereits am Nachmittag die indigene Aktivistin und Schauspielerin Kay Sara und der Theatermacher Milo Rau die Eröffnungsrede. „Against Integration“ wird in Tukano, einer Sprachfamilie Südamerikas, gehalten, deutsche und englische Übertitel helfen dem Verständnis. Der Eintritt ist frei, Anmeldung ab 4. Mai.

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