Das junge Ensemble  Kurdophone (Iran / Wien) singt und spielt im Borgy & Bess. © Georg Buxhofer

An verschiedenen Spielorten findet in diesem besonderen Jahr das Festival Salam Orient mit Konzerten, Lesungen und erstmals auch mit Ausstellungen statt. Zur Eröffnung feiern Elaha Soroor & Kefaya (Afghanistan / UK) ihr Österreich-Debüt im Flex am Donaukanal. Als Festival-Thema wolten die beiden Festivalleiterinnen, Katrin Pröll und Martina Laab, die historische Seidenstraße wählen, um den Blick auf die zentralasiatische Kunst und Kultur zu lenken. Dann hat aber, wie sollte es anders sein, Covid19 zugeschlagen, und das Motto wurde verschoben. Die Symbolik bleibt.

Redaktion
"WaViD-20" Reise auf einen anderen Planeten. © David Pujadas Bosch

Mit einem Doppelabend beginnt im Dschungel Wien, dem Theaterhaus für junges Publikum, am 24.9. die neue Spielsaison. Voll Tatendrang und Stolz kann die künstlerische Leiterin, Corinne Eckenstein, gemeinsam mit Geschäftsführerin Alexandra Hutter ihr pralles Programm für die Spielzeit 2020/21 ankündigen. 61 Produktionen für alle Altersgruppen – von 0,5 bis 15 und darüber – , gilt es anzukündigen. Davon sind 37 Premieren inklusive der 35 Uraufführungen geplant, plus 18 Wiederaufnahmen und 6 Gastspielen. Insgesamt rüstet sich der Dschungel für 512 Vorstellungen, nahezu zu jeglicher Tageszeit.

Ditta Rudle
Deborah Hazler lässt die Zornteufelchen auf die Bühne. © Gabriella Tegze

Nicht mehr lange wandert das Koproduktionshaus brut, nach dem Hinauswurf aus der alten Spielstätte im Anbau des Künstlerhauses, in ganz Wien umher und mietet sich als Gast in unterschiedlichen Bühnen oder fremden Räumen ein. Ein eigenes Haus in St. Marx, die alte Zentralbank, wird hergerichtet und soll ab 2024 geöffnet sein. Ab März 2021 bezieht das brut eine Fabrikhalle in der Nordwestbahnstraße als Zwischenquartier. Bis dahin allerdings sind noch 14 unterschiedliche Spielstätten nötig, um das dichte Programm der Saison 2020 / 21 zu zeigen. Die Zukunft steht nicht mehr in den Sternen, sondern ist ganz irdisch nahe.

Ditta Rudle
Die Public Moves-Bühne. © yako.one

Dass dieser nun zu Ende gehende Sommer nicht gar so traurig und leer geworden ist wie befürchtet, hat die Tanzgemeinde zu allererst ImPulsTanz zu verdanken. Das traditionelle jährliche Festival musste abgesagt werden, und der Ausweg war schnell gefunden. „Public Moves – Bewegung für alle“ wurde angesagt. In 300 Klassen haben rund 32.000 Anfänger*innen und Fortgeschrittene, Amateur*innen und Profis aktiv der Bewegungsfreude und Tanzlust gefrönt oder passiv als Zuschauer*innen teilgenommen.

Ditta Rudle
Laia Fabre, Thomas Kasebacher: Küchen-Symphonie

Proben in den Zeiten von Corona! Alles ist anders, wenn Laia Fabre und Thomas Kasebacher die Szenen eines Paares proben. Agustina Sario und Matthieu Perpoint leiten die Proben. Physisch anwesend sind sie nicht. Sie wollten ihr Duett „4 Movimientos para una Sinfonìa“ als Gäste in Wien zeigen. Covid-19 hat einen kräftigen Strich durch alle Pläne gemacht. „4 Sätze für eine Symphonie“ wird trotzdem gezeigt. Mit dem Bildschirm als Regieplatz. Anders eben und doch gleich. Lise Lendais und Pierre-Emmanuel Finzi, die Le Studio gegründet haben und programmieren, lassen sich nicht unterkriegen. Premiere ist am 5. September.

Ditta Rudle
Fabuloka aus den Niederlanden: "De Zwerver / Der Tramp"

Zum 9. Mal findet die Figurentheater Biennale in Neusiedl am See statt. Karin Schäfer und Peter Hauptmann haben sich nicht unterkriegen lassen, den üblichen Termin im Juli auf den Herbst verschoben, die geladenen Gäste sind samt ihren Figuren und Objekten reisefertig. Vom 4. bis 6. September werden auf dem Festivalgelände die Puppen tanzen, und der Kasperl wird auch da sein, er geht fischen.

Ditta Rudle