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Tanz*Hotel im Dschungel: „Riesen*Zwerge“

Die einen wollen Riesen sein und hängen sich Bärte um, die anderen schrumpfen zu Zwergen, weil sie sich nach ihrer Kindheit sehne. „Riesen*Zwerge“ nennt Bert Gstettner (Tanz*Hotel) seine neueste Produktion. Am 22. März haben die Riesen und Zwerge – drei Erwachsene und fünf Jugendliche aus Gstettners „Junior*Company – mit Tanz und Spiel, gereimt und ungereimt, gesungen und gesprochen, im Dschungel Premiere.
Der Titel des neuen Stückes, das sich – wie sollte es anders sein – mit Medienkonsum und Reizüberflutung samt Generationskonflikt auseinandersetzt und für Zehnjährige und darüber empfohlen wird, ist eine Entlehnung. Die Schriftstellerin Gisela Elsner hat 1964 mit dem satirischen Roman „Riesenzwerge“ Furore gemacht. Gstettner gefällt nicht nur das Oxymoron „Riesen-Zwerge“ sondern auch der kritische Blick den Elsner in ihrem Roman auf die Zustände in der deutschen Nachkriegszeit geworfen hat.
Ein Großteil der mitspielenden Kinder ist bereits ans Theater gewöhnt. Auch in den vorangegangenen Produktionen aus dem Tanz*Hotel („Herr*Jemineh hat Glück“, „Wild*Things“, beide im Dschungel uraufgeführt) haben sie mitgespielt, nun sind sie gute 5 Jahre älter und in der Pubertät angekommen.
Daher spielt „Riesen*Zwerge“ auch in der Welt der Teenager, zu der Erwachsene nicht mehr so leicht Zugang finden und ebenso wenig bekommen. Wie kann also ein Miteinander funktionieren und wie können die kleinen Riesen und die großen Zwerge miteinander kommunizieren?
Ohne durchgehende Handlung, eher in skurrilen Episoden und komischen Situationen wird die Welt, wie sie ist, gespiegelt und mit Tanz, Theater, Akrobatik und Musik ein Impuls gegeben, wie junge Menschen die Welt mitgestalten können.
Gert Gstettner / Tanz*Hotel: „Riesen*Zwerge“, Premiere 22. März 2017, Dschungel Wien.
Performance / Tanz / Co-Choreografie: Àkos Hargitay, Arne Mannott, Stefan Ried.T*H Junior*Company: Benni Angelov, Luis Aue, Max Gstettner, Myron Olev, Herbert Pirker. Bühnenbild: Matthias Mollner, Kostüm: Hanna Adlaoui Mayerl, Musik. Günter Rabl. Fotos: Max Moser.
Weitere Vorstellungen bis 16. März 2017.