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Theater.nuu im Dschungel: Genie

Die Technikerin wird zur Performerin und spielt eine Technikern (Jana Resetarits

Die Genie (englisch ausgesprochen) ist eine Maschine, genauer gesagt eine Hebebühne. Die braucht man überall dort, wo etwas oder jemand in die Höhe gehoben werden muss. Also auch auf der Bühne. Doch das Publikum sieht nichts von dieser Arbeit und auch nicht von allen jenen, die die Genie bedienen. Doch in der Performance Genie wird sie selbst zur Darstellerin, darf mit ihrer Technikerin den kräftigen Applaus der Kinder genießen.

Technikerin Jana mmit „Genie“.Jana Resetarits, gelernte Veranstaltungstechnikerin und im Dschungel Theaterhaus arbeitend, auch mit ihrer Genie, der roten Hebebühne auf Rädern, doch immer bevor die Reihen gefüllt sind und die Vorstellung beginnt. Einmal aus dem Schatten rollen, zeigen, wozu sie fähig ist, was sie alles kann und sich dann im Applausgewitter verneigen. Das möchte Genie unbedingt. Allein geht das nicht, sie braucht die Technikerin, die ihre Knöpfe drückt, damit sie sich in Bewegungen setzen kann. Wenn sie will. Die Technikerin im Kabelkuddelmuddel.
Mit ihrer Technikerin hat die Genie im Dschungel ein Glück. Jana Resetarits hat in ihrer Tanzausbildung bereits Bühnenluft geschnuppert und wird Kindern ab 3 auf der Bühne zeigen, was sonst dahinter passiert. Resetarits, die Technikerin, wird zur Darstellerin, die eine Technikerin spielt. Doch diese Technikerin ist Publikum nicht geahnt und ist nervös. Der Klebestreifen bleibt nicht am Teppich, sondern wickelt sich um Jana, der Besen will nicht stehen bleiben, der Kübel leert sich von allein aus, das Kabelkuddelmudeel ist unauflösbar und Genie, die rot lackierte Helferin, benimmt sich wie im Film, glaubt, sie sei Jeannie, der charmante aber recht patscherte Geist aus der Flasche.
Die jungen Zuschauer*innen merken gar nicht, dass sie viel erfahren über die Arbeit einer Bühnentechnikerin, wenn Genie ihren eigenen Willen durchsetzt und zurücksetzt, wenn sie vorfahren soll und bockig stehen bleibt, wenn sie ihr Plateau hochheben soll, damit ihre Chefin die Scheinwerfer in allen Farben leuchten lassen kann. Das Musikduo legt sich mit Genie an: Aurora Hackl Timón, Pete Prison IV.
Resetarits beherrscht die Bühne und auch das junge Publikum. Sie unterhält es samt den Eltern aufs allerbeste. Slapstick artige Szenen wechseln mit Tanz und wenig Text und Musikeinlagen, die wie das Licht Genies Bocksprünge exakt begleiten. Für Musik sind Aurora Hackl Timón und Pete Prison IV verantwortlich und sie kommen endlich auch auf die Bühne, um für ihr Konzert zu probieren. Die Technikerin ist mitgerissen, zeigt, hoch oben auf der Genie, dass sie auch singen kann. Tropfen fallen aus dem Himmel, schnell kehrt der Bühnenstar zurück in ihr Metier, holt den Wischmopp, um den Boden zu trocknen. Dass der Schnee gar nicht nass ist und schmilzt erfahren die vor Vergnügen zappelnden Kinder während sie dem im Trio getanzten Besenballett zu sehen.Das Abschlußkonzert mit Aurora Hackl Timón, ete Prison IV und Jana Resetarits. Am Ende gibt es ein Konzert, und das macht nicht nur den kleinen und großen Menschen im Saal Vergnügen, sondern auch den Ausführenden selbst. Sie möchten gar nicht mehr aufhören.
Regisseurin Sarah Gaderer, die das Stück gemeinsam mit Jana Resetarits  (Dramaturgie Mika Tacke) entwickelt hat, weiß, was Kinder brauchen und hat mehr als zehn Jahre Erfahrung mit Theater für junge Menschen. Mehrmals sind ihre Stücke mit einer Stella ausgezeichnet worden.  Gemeinsam mit Laura-Lee Jacobi leitet sie das theater.nuu – Performance für junge Menschen.

theater.nuu: Genie, Performance mit Livemusik, Premiere 2.10., Dschungel Wien.
Regie + Stückentwicklung: Sarah Gaderer
Künstlerische Assistenz + Dramaturgie: Mika Tacke; 
Performance + Stückentwicklung: Jana Resetarits;
Musik: Aurora Hackl Timón, Pete Prison IV;
Kostüme: Christo Novak; Produktion: Julia Haas
Fotos: Apollonia T. Bitzan
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