Leonie Wahl: "Void" © Robert Fleischanderl

Leonie Wahl: "Void" © Robert Fleischanderl

Seit zehn Jahren gibt es das Off-Theater, ein Spielort in der Wiener Kirchengasse. Anlass genug um es den Großen gleich zu tun und eine Pressekonferenz zu Saisonbeginn zu veranstalten. Permanent angesiedelt im Off-Theater sind das bernhard ensemble und die Märchenbühne Apfelbaum. Für die Märchenbühne und Gastspiele steht die Off.Open.Box zur Verfügung; Eigen- und Koproduktionen werden in der Off.White.Box gezeigt.

Im Herbst 2016  bietet das Porgramm neben Schauspiel auch Performance.  Zwei Solos arrivierter Tänzerinnen aus Wien werden als Koproduktion gezeigt. Getanzt wird bereits im Oktober: Leonie Wahl und Judit Kéry haben ihre neuen Performances in Kooperation mit dem Off-Theater konzipiert und zeigen die Solostücke in der neu eingerichteten Off.White.Box. Kéry, international auftretende Tänzerin aus Ungarn lebt seit 2007 in Wien. In ihrem neuen Stück, „The Queen and the Eggs“, beschäftigt sie sich mit einem / dem Frauenleben. Sexualität, Geburt, Mutterschaft, Verlust und Tod spielen eine Rolle in dem Solo, das sie ihrer Großmutter Zsófia widmet. „Ich bin ihr nie begegnet, doch ihr Schicksal hat mich geprägt“, sagt sie. (6. bis 9. Oktober 2016.) Judit Kéri: "Queen of Eggs"  © Kéri

Leonie Wahl, langjhriges Mitglied der Dance Company Gervasi, hat mit dem bildenden Künstler Robert Fleischanderl eine „Dance & Visual Arts-Performance in fünf Akten“ erarbeitet. Ein nackter Körper, gefangen in einem gläsernen Käfig, eine Frau ohne Geschichte, ein Mensch in einer Extremsituation.
Leonie Wahl: Nackte Frau im gläsernen Gefängnis © Robert FleischanderlSie ist am Ende, doch sie kämpft werter. „Void“ ist für Wahl / Fleischanderl „eine Suche nach dem verlorenen Ich“. (14.,15., 16. / 20.,21.,22. Oktober 2016.)

Im November steht das bernhard ensemble, 1997 von Grischka Voss und Ernst Kurt Weigel gegründet, mit dem Theaterstück „Welt.Unter.Melancholia“ auf dem Programm, eine Mischung aus Jura Soyfers Drama „Weltuntergang“ und Lars von Triers Film „Melancholia“. (Premiere 4. November 2016.)

Aufgelockert wird das Novemberprogramm durch eine Konzertinszenierung mit Clara Blume. Die Sängerin und Liedermacherin wird von einem Quartett (Cello, Violine, Drums, Keyboards) begleitet. (17. November 2016.)

Einen kurzer Blick ins nächste Jahr sei auch gegönnt: Für Februar arbeitet die Schauspielerin Tamara Stern an einer „Soloperformance mit Musik und Gesang“. Mit „Liliths.Hunger“ schöpft Stern, die 1974 in Berlin geboren ist, danach noch als Kind mit dem Vater nach Israel auswandern musste und nun in Wien lebt, aus dem eigenen Erleben. (Premiere am 14. Februar 2017.)

Off-Theater: Programmvorstellung, 14. September 2016. Spielort: Kirchengasse 41, 1070 Wien. Kartenreservierung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!