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Ambrose Parry: „Das Gift der Lüge“, Medizinalkrimi

 

Das Autorenpaar Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman, alias Ambrose Parry, lockt die Leserinnen wieder nach Edinburgh, wo im 19. Jahrhundert die Medizin erstaunliche Fortschritte machte. Nach „Die Tinktur des Todes“ wird nun „Das Gift der Lüge“ verspritzt. Wieder sind der emsige und experimentierfreudige Arzt James Young Simpson, eine historische Person, der junge Arzt Will Raven und die nun zur ehrbaren Arztgattin gereifte Dienstmagd Sarah die Hauptpersonen. Im Mittelpunkt steht Simpsons ebenso segensreiche wie gefährliche Entdeckung des Chloroforms als Schmerz- und Rauschmittel.

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Toihaus Theater Salzburg: Performance Fiction

Die Kette der sommerlichen Festivals erweitert sich um ein neues Glied, das Performance-Fiction, ein Festival, das auch in den digitalen Raum vordringt, veranstaltet vom Toihaus Theater Salzburg. Vom 25. Bis 30. Juni finden Vorstellungen und Gespräche, analog und digital, statt. Im Zentrum steht die Frage „Was kann die Kunst für die Zukunft tun?“ Theater, Tanz und bildende Kunst können zu Antworten anregen.

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Ballettsaison 2021/22, ein Überblick

Großer Auftrieb am Ring: Operndirektor Bogdan Roščić hat zur Präsentation der neuen Spielzeit geladen. 100 Minuten lang dürfen Fans gratis in Polstersesseln lümmeln. Zehn davon gehören dem Ballettdirektor Martin Schläpfer, der auch drei seiner Tänzer:innen auf die Bühne bittet. Zwei mal drei Minuten Vorgeschmack auf 2021/22 konnten am Fronleichnamstag, 3. Juni, live in der Oper oder, um eine viertel Stunde zeitversetzt, während der Vorbereitungen für das Mittagessen auf dem Fernsehgerät konsumiert werden.

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Ljudmila Ulitzkaja: „Eine Seuche in der Stadt“

Moskau 1939, ein Arzt schlägt Seuchenalarm. Doch die Pest bricht nicht wirklich aus. Stalins Geheimdienst reagiert schnell und effizient. Gebäude, Stadtviertel werden unter Quarantäne gestellt, Menschen aus den Betten geholt und isoliert. Nur drei Tote gibt es, „Lungenentzündung“ wird als Ursache angegeben. Ljudmila Ulitzkaja hat für ihr 1978 entstandenes Manuskript eine wahre Begebenheit als Basis genommen und erzählt in filmreifen Kadern einen Thriller. Als „Szenario“ hat der Hanser Verlag Uitzkajas Niederschrift jetzt veröffentlicht.

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Markus Schinwald: „Danse Macabre“, Festwochen

Ein tiefgehendes Erlebnis! Weniger makaber als fantastisch, ein Konzert, eine Performance, ein großartiges Bühnenbild. Für all das ist der bildende Künstler Markus Schinwald verantwortlich. Sein Blick auf die mittelalterliche Bilderfolge des „Totentanzes“ ist bei den Wiener Festwochen als „Dance Macabre" im F23 aufgeführt worden. Eine Auftragsarbeit, also auch eine Uraufführung am 4. Juni im F 23, die Schinwald für die Augen geschaffen und mit der Komposition von Matthew Chamberlain für die Ohren aufgewertet hat. Das Publikum, in die Mitte des Geschehens und des großartigen Tongemäldes platziert, durfte sehen, hören und fühlen.

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The Loose Collective: „On Earth III”, Wuk

Mit dem dritten Teil ihrer Trilogie über das Leben auf der Erde hat The Loose Collective die Serie „On Earth“ beendet. Vom Urknall über die Einzeller und Humanoiden ging es in Teil 1, „Feeding, Fighting and Fucking“ im Museumsquartier bis zum aufrechten Gang. In Teil 2, aufgeführt im WuK, leben die Menschen in steinzeitlichen Höhlen und lernen, das Leben durch Werkzeuge und Arbeit angenehm zu machen. Teil 3, in der Pandemie entstanden, gibt einen Blick in die Zukunft frei. In einer Karaoke Bar wird gesungen und getanzt. Premiere war am 4. Juni im WuK.

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„A Suite of Dances“ – 4. Vorstellung, Rollendebüts

In der vierten Aufführung des mehrteiligen Abends, „A Suite of Dances“ überraschen einige Rollendebüts und, wie erwartet, zeigt sich das Corps de Ballet nun sicher im Takt. Keine Stolperer und Knieschnackler mehr, der erste Teil von „Glass Pieces“ in der Choreografie von Jerome Robbins schnurrt ab, obwohl er mangels rhytmischer Akzentuierung schwierig zu tanzen ist. Zählen, zählen, zählen, und das im gleichen Takt ist das Motto, wenn zur Musik Philip Glass getanzt wird.

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Manuela Golz: „Sturmvögel“, Romanbiografie

Emmy Seidlitz , die Heldin des Romans „Sturmvögel“, wird zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einer kleinen Nordseeinsel geboren und stirbt mit über 80 Jahren in Berlin. Autorin Manuela Golz hat sich für das Porträt einer außergewöhnlichen Frau von der Lebensgeschichte ihrer Großmutter inspirieren lassen und erfreut die Leserinnen mit einer ebenso fesselnden wie unterhaltsamen Familiensaga, die auf einer wahren Geschichte beruht.

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Eva-Maria Schaller: „Recalling Her Dance”, Online

Der Tänzerin Hanna Berger (1910–1962) und ihrer Kunst widmet Eva-Maria Schaller ihren Online-Abend im Tanzquartier, „Recalling her Dance. A choreographic encounter with Hanna Berger“. Schaller setzt sich tänzerisch mit der Biografie Bergers und in dem damit eng verbundenen Werk auseinander. Vier Choreografien – die kurzen Solos „Krieger“, „Aufruf“ und „Mimose“ ein zarter Tanz, der für Schaller den Übergang zum Hauptstück, „Die Unbekannte aus der Seine“ bildet – geben in der Online Produktion einen Eindruck von Bergers Ausdruckskraft und Engagement.

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Maarten ‘t Hart: „Der Nachtstimmer“, Roman

Der niederländische Schriftsteller Maarten ‘t Hart, (* 1944) meldet sich nach längerem SchweigenM mit dem kleinen Roman, „Der Nachtstimmer“ wieder zu Wort. Der Orgelstimmer Gabriel Potjewijd wird in ein südholländisches Städtchen geschickt, um dort die letzte Garrels-Orgel zu stimmen.  Er scheint dort nicht willkommen zu sein und fühlt sich verfolgt. Was Gabriel zu berichten hat, entwickelt sich zum Thriller.

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