Das neue Ballett von Davide Bombana zur Musik von Hector Berlioz ist nach drei Vorstellungen geglättet. Niemand fuchtelt mehr mit den Armen, alle tanzen harmonisch und technisch anstandslos. Ein Erlebnis ist Ioanna Avraam, die als Juliette debütiert hat. Ihr Partner, Francesco Costa, zeigt in bester Haltung sein Sprungtalent. Beeindruckt hat auch Gala Jovanovic als Königin Mab. Das Publikum der Volksoper war sowohl von den Tänzer*Innen wie auch von den Sänger*innen und dem Chor hörbar angetan. Sonderapplaus bekommt auch in der 4. Vorstellung der Dirigent Gerrit Prießnitz.
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Der polnisch-britische Film „Loving Vincent“ handelt zwar vom Maler Vincent van Gogh (1853–1890), doch der ist bereits ein Jahr tot, wenn die Handlung einsetzt. Diese ist allerdings nur Vorwand für ein Experiment: Aus mehr als 65.000 Einzelbilder haben 125 Künstler ein einziges bewegtes Ölgemälde geschaffen. Van Goghs Farben- und Bilderwelt rollt als unaufhörliche Woge über die Leinwand. Dorota Kobiela und Hugh Welchman haben gemeinsam das Drehbuch verfasst und auch Regie geführt.
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Im Rahmen der Strauss-Wochen an der Wiener Staatsoper hat auch das Ballett mitzutanzen: John Neumeiers Choreografien zu „Verklungene Feste“ und „Josephs Legende“ stehen mit drei Vorstellungen im Programm. Ein besonderes Geschenk war die Nachmittagsvorstellung am 17. Dezember: Mit Debüts glänzte der erste Teil, „Verklungene Feste“; nach der Pause begeisterten Géraud Wielick als Joseph und Patricia Friza, zu Gast aus Hamburg, als Potiphars Weib in „Josephs Legende“.
Festliche Stimmung herrschte im Publikum, Bravorufe und frenetische Applaus riefen das Ensemble immer wieder vor den Vorhang.
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Die neue künstlerische Leiterin des Tanzquartier, Bettina Kogler, stellte gemeinsam mit der Programmkuratorin, Christa Spatt, und ihrem Team die neue Linie des Tanzquartier vor. Am langen Eröffnungswochenende im Jänner 2018 ist ein Vorgeschmack auf die kommenden Vorstellungen zu sehen. Das gesamte Programm des Tanzquartier steht nahezu fest und ist demnächst auf tqw.at zu finden.
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Die Wiener Staatsoper feiert Richard-Strauss-Tage und das Wiener Staatsballett feiert mit. Drei Mal steht die Neuinszenierung der „Josephs Legende“ von John Neumeier auf dem Spielplan. 2008 hat Neumeier die „Josephs Legende“, uraufgeführt 1977 in Wien, neu bearbeitet und entschlackt. 2015 fand die Premiere der überarbeiteten „Josephs Legende“ in Wien statt.
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Der italienische Choreograf Davide Bombana hat für das Wiener Staatsballett zur romantischen Musik von Héctor Berlioz ein Ballett geschaffen, in dem er den Focus in William Shakespeares jedem Kind bekannten Liebesdrama auf den gesellschaftlichen Aspekt und die Ursache des Dramas, den blutigen Zwist zwischen den rivalisierenden Familien, richtet. Die Uraufführung in der Volksoper zeigte ein eindrucksvolles Tanzdrama mit der "Symphonie dramatique Roméo et Juliette". Die Solist*innen des Staatsballetts, Maria Yakovleva, Masayu Kimoto, Rebecca Horner und Roman Lazik wurden mit ebenso begeistertem Applaus bedankt wie die übrigen Mitwirkenden samt dem Choreografen Bombana und dem Dirigenten Gerrit Prießnitz.
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Davide Bombana lässt zur Symphonie dramatique von Héctor Berlioz tanzen. Berlioz lässt auch singen. Als Choreograf in Wien hat Davide Bombana die Kunst der Bilokation erlernt. Er ist dort und gleich wieder da, kniet schmachtend zu Füßen der Altistin (Annely Peebo) und liegt vor dem Bass (Yasushi Hirano), als tote Julia; verliebt sich im Ballettsaal der Staatsoper in den jungen Montague und ist gleich darauf in der Volksoper, um Tybalt, Mercutio und Benvoglio in Kampfstellung zu bringen. Das Corps de Ballet muss synchronisiert werden, der riesige Chor ebenfalls. Kurz, der Italiener Davide Bombana macht seinem Landsmann Figaro Konkurrenz, ist hier und dort und gleichzeitig überall.
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Chesterfield“, nach der Bezeichnung für ein bequemes Ledersofa bestimmten Stils, nennt die Tänzerin und Choreografin Alix Eynaudi ihr jüngstes Gruppenstück. Inspiriert vom Material Leder, für Objekte und auf dem Körper, und der Sammlung von Pflanzenbüchern im Volkskundemuseum, zeigt sie mit Mark Lorimer, Quim Pujol, Cécile Tonizzo und Charlotte Nagel eine poetische Performance, die „man lesen muss.“
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Die Karriere der Tänzerinnen und Tänzer ist kurz und die Frage, was nach dem Ausscheiden aus der Compagnie geschehen soll, belastet oft schon junge Tänzer. Die Möglichkeiten, zu unterrichten, sind beschränkt. Nun bietet sich eine neue Lösung an: Neuorientierung und Ausbildung mit finanzieller Unterstützung. Dazu hat die OMV, Generalsponsor der Wiener Staatsoper, einen Fonds dotiert. Daraus erhalten Tänzerinnen und Tänzer finanzielle Unterstützung für eine Ausbildung und berufliche Neuorientierung.
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Bewundernswert, wie Kira Kirsch und ihr Team die Zeit der Renovierungen im Stammhaus durch die Nutzung unterschiedlicher, auch ganz ungewohnter Spielorte überbrücken. Eine Herausforderung für die Tänzerinnen und Performerinnen und auch für das reisende Publikum. Daniel Aschwanden durfte im Rahmen der Reihe „Handle with Care“ im Theater Nestroyhof – Hamakom Einblick in den Entwicklungsprozess für eine geplante Langzeitproduktion geben. Er will sich mit dem Mythos der Hundemenschen auseinandersetzen. Die spannende Lecture Performance samt Hundefigur, Hundemaske und einer Frühlingsahnung, mit Fotos und Erzählungen aus seinen Recherchen und dem Praktikum mit jungen Tänzer*innen in Peking war nicht nur unterhaltsam, sondern auch überaus lehrreich.
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