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Radhouane El Meddeb: Als die Araber noch tanzten

Mit seinem internationalen Erfolgsstück „Le temps où les Arabes dansaient …“ erinnert sich der Choreograf Radhouane El Meddeb an jene glücklichen Zeiten, als Lebenslust und Sinnenfreude verpönt, Glanz, Glamour und der Tanz noch nicht verboten waren. Drei Tänzer zeigen die nostalgische Performance im Rahmen des Osterfestival Tirol 2018 im Salzlager / Hall i. T.

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Helena Waldmann: „Gute Pässe, Schlechte Pässe“

Eine Mauer aus 22 Menschen bildet das eindrucksvolle Zentrum von Helena Waldmanns jüngstem Stück „Gute Pässe, Schlechte Pässe“, gezeigt im Rahmen des Osterfestival Tirol in Innsbruck. Waldmann setzt sich mit Grenzen, realen und virtuellen, auseinander und lässt Tänzer*innen und Akrobat*innen diesseits und jenseits der lebenden Mauer agieren, um zu zeigen, dass die Barrieren auch auf der Bühne bestehen. Die mit den guten Pässen dürfen dableiben, die mit den schlechten müssen gehen.

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„Masterpieces“, Tanzcompany Tiroler Landestheater

Die junge Tanzcompany am Tiroler Landestheater interpretiert Ballettklassiker des 20. Jahrhunderts von Jiří Kylián (*1947) und Ohad Naharin (*1952). „Petite Mort“ und „Sechs Tänze“ hat Kylián zur Musik Mozarts für das Nederlands Dance Theater geschaffen; „Minus 16“ des israelischen Choreografen Ohad Naharin ist als Konglomerat aus Teilen anderer Stücke des Choreografen entstanden. Unter dem Titel „Masterpieces“ fasst Company-Chef Enrique Gasa Valga Neoklassik und Gaga, wie Naharin seine Tanzsprache nennt, zusammen. Die Tiroler Company zeigt mit Energie und Ausdauer, dass sie ihre Grenzen erweitern kann.

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Osterfestival Tirol: Compagnie Dance One

Mit zwei Stücken stellte sich das 2015 in Berlin gegründet Ensemble Dance One im Rahmen des Osterfestival Tirol in Innsbruck vor. „7 Dialoge“, das sind sieben Solos von sieben Ensemblemitgliedern, begleitet mit eigenen Kompositionen, Gesang und Gesprochenem von Matteo Fargion am Klavier. Nach der Pause zeigen fünf Dance-One-Mitglieder, wie sich das Individuum in die Gruppe einfügt, wie das Gleiche doch nicht dasselbe ist. Ein anregender Abend, der zeigt, dass Tänzer*innen auch jenseits des 40. Geburtstags sich durch Tanz ausdrücken können und wollen.

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Mei Hong Lin: “Romeo + Julia“, ein Tanzstück

Im Musiktheater Linz zeigt Ballettdirektorin Mei Hong Lin ein starkes Tanzstück: „Romeo + Julia“. Mit ihrem ausgezeichneten Ensemble erzählt sie nicht die übliche Geschichte, die längst keine Emotionen mehr auslöst, sondern leuchtet ihren Figuren unter die Haut, zeigt ihre widersprüchlichen Gefühle und macht klar, dass diese Liebe, die durch sinnlosen Hass unmöglich wird, kein Märchen von gestern ist. Auf blutrotem Boden ist die Linzer Compagnie in vollem Einsatz.

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Eva-Maria Schaller: „Vestris 4.0“, brut / Eldorado

Im Rahmen von imagetanz zeigt Eva-Maria Schaller eindrucksvolle Körperbilder. Die Tänzerin ließ sich von Mikhail Baryschnikov inspirieren, für den der russische Choreograf Leonid Jacobson (1904–1975) die Miniatur-Soli „Vestris“, uraufgeführt 1969 in einem Off-Theater von Leningrad, geschaffen hat. Dabei dachte er an den „Tanzgott“ Auguste Vestris (1760–1842), der schon mit 21 Jahren zum Liebling des russischen Balletts zählte. In „Vestris 4.0“ macht sich Schaller das 18. Jahrhundert mit Vestris und das 20. mit Baryshnikovs Darstellung zu eigen, zerlegt die Bewegungen und setzt sie neu zusammen. Die Barockzeit, Port de bras, Arabesque und Pirouette sind nur noch angedeutet und dennoch deutlich erkennbar. Schaller schöpft aus dem Archiv der romantisch-klassischen Tanzbewegungen und macht sie sich ganz zu eigen.

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Jefta van Dinther: „Dark Field Analysis“, Tqw

In seiner jüngsten Choreografie geht Jefta van Dinther von der Sprache aus. Zwei Männer im Nacktkostüm, Mikrofon vor dem Gesicht, der Sender um den Arm geschnallt, unterhalten sich, erzählen aus dem Leben, stellen Fragen, sind fasziniert vom Blut, eine Metapher für das Lebendigsein. Der Schauspieler und Performer Juan Pablo Cámara aus Argentinien und der spanische Tänzer, Schauspieler, Choreograf Roger Sala Reyner sitzen einander gegenüber auf einer Matte, beleuchtet von rot-grünem Licht, das Linien auf ihren Körper malt und unterhalten sich. Etwas anstrengend für den Beginn, doch wenn scheinbar alles gesagt ist, unterbricht ein Blackout das Duo, Bewegung kommt in die beiden Männer.

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Sarah Schmidt: „Seht, was ich getan habe“, Roman

In ihrem ersten Roman lässt sich die Australierin Sarah Schmidt von einem realen Ereignis aus, dem Mord an Abby und Andrew Borden, geschehen im August 1892 in Fall River, Massachusetts, leiten. Angeklagt, Vater und Stiefmutter erschlagen und enthauptet zu haben, wird die 32jährige Tochter Lizzie Borden. Nach zehnmonatiger Haft wird sie freigesprochen. Lizzie, die sich später Miss Lizbeth A. Borden nennt, stirbt 1927 in ihrem Geburtsort Fall River. Begeistern kann mich diese fiktionale Horrorgeschichte, erzählt von Lizzie und anderen Beteiligten, nicht.

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Emily Ruskovich: „Idaho“, gelungenes Romandebüt

Sie sind eine glückliche Familie, Wade, Jenny und die beiden Töchter, June und May. Es ist Sommer, die Eltern sammeln Holz, die Mädchen streifen durch die Büsche. Die kleine May streitet mit ihrer Schwester, will etwas trinken und setzt sich ins Auto. Aus heiterem Himmel spritzt Blut. May ist tot. Die Mutter hat sie mit der Hacke erschlagen. June flieht in den Wald und wird nie mehr gefunden.

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Andrey Kaydanovskiy choreografiert für München

Zum zweiten Mal hat Igor Zelensky, Direktor des Bayerischen Staatsballetts, Andrey Kaydanovskiy, Tänzer im Wiener Staatsballett und erfolgreicher Choreograf, eingeladen mit dem Bayerischen Staatsballett zu arbeiten. Für den Abend "junge Choreografen" bereitet er eine Uraufführung vor. Zugleich erzählt Zelensky, dass Kaydanovskiy dann seine Karriere als Tänzer beenden wird, um sich nur noch der Choreografie zu widmen.

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