"Lavagem" von Alice Ripoll mit Cia REC. © Renato Mangolin

Am 15. Mai beginnen die Wiener Festwochen, wie üblich auf dem Rathausplatz um 21 Uhr. Das Motto: „Beethoven gehört allen!“ Das Programm – 46 Produktionen, davon 15 Weltpremieren, mit 546 Künstler*innen aus 24 Ländern an 28 Spielorten – bietet bis 21. Juni Theater, Musik, Bildende Kunst, Performance und Tanz in reicher Auswahl. Im Burgtheater halten am 16.5. bereits am Nachmittag die indigene Aktivistin und Schauspielerin Kay Sara und der Theatermacher Milo Rau die Eröffnungsrede. „Against Integration“ wird in Tukano, einer Sprachfamilie Südamerikas, gehalten, deutsche und englische Übertitel helfen dem Verständnis. Der Eintritt ist frei, Anmeldung ab 4. Mai.

Ditta Rudle
Natascha Mair in "Romeo und Julia" von Davide Bombana.

Gabriel Schacherl, seit vielen Jahren Mitarbeiterin in der Ballettdirektion, darf auch hinter die Bühne schauen. Sie tut es mit der Kamera und zeigt ihre Fotos immer wieder in Ausstellungen. Derzeit sind neun Fotos ausgewählter Tanzmomente im Balkonumgang der Staatsoper zu bestaunen. Aus dem Parterre hochzusteigen, kann als Pausensport gewertet werden, oder man lässt sich vom Aufzug hochheben. Der Betrachtung von Tanzkörpern aus der Nähe steht jedenfalls nichts im Weg.

Ditta Rudle
Ballettkinder: Gequält und missbraucht? © MEV Verlag, Augsburg

Kurz nachdem der Hashtag „MeToo“ 2017 durch die sozialen Netzwerke ging, wurden auch die ersten Vorwürfe von sexuellen Übergriffen in der Tanz- und Ballettwelt bekannt. In der Dokumentation „Tanz, Macht, Missbrauch – das Ende des Schweigens?“ suchen Tänzerinnen und Choreografen nach Antworten auf die brisanten Fragen. Erstsendung auf Arte TV am 11. März 2020; ab 10. März ist der Film online.

Ditta Rudle
Das Uhu Kino ist 2002 zum Theater Spielraum mutiert. © Archiv

Zu Beginn der 1980er-Jahre fand Klaus Christian Vögl in den Räumen der Wiener Wirtschaftskammer einen Stahlschrank, der über Jahrzehnte übersehen worden war. Was sich darin befand, kann in der Rückschau als historischer Fund in der österreichischen Kinoforschung bezeichnet werden.

Angela Heide
Anna Mendelssohn auf dem Eisberg. © www.annamendelsohn.net / Foto: TimTom

Anna Mendelssohn ist ab 12. März in der Produktion „Oceans of Notions (swimming)“ von Anna Maria Nowak im Wiener WUK zu sehen. Daneben ist sie seit 2004 Ensemblemitglied von toxic dreams, spielt derzeit am TAG und schließt nächstes Jahr ihr Studium der systemischen Familientherapie ab. Geboren ist sie als Tochter des Psychoanalytikers Felix des Mendelssohn und der Theaterschaffenden Jutta Schwarz in Wien. Über ihren beruflichen Weg erzählt sie im Gespräch mit Angela Heide.

Angela Heide
Inge Gappmaier, real und virtuell. © Natali Glisic

Das brut Stammhaus ist endgültig verloren, doch die Institution brut wird bestehen, ist Intendantin Kira Kirsch sicher und schickt Künstler*innen und Publikum als Nomad*innen durch die Stadt. Das kommende Festival, „imagetanz“, startet im Ankersaal in Favoriten und endet im KunstBogen, unter der U-6 Station Gumpendorferstraße. Dazwischen liegen die temporären brut-Stationen. Fünf Uraufführungen, fünf österreichische Erstaufführungen, Studio-Besuche, Diskussionen, ein offenes Workshop und am Ende eine wilde Party, bei der die Hüllen fallen. Das ausufernde Programm ist samt Daten und Fakten ist auf brut.at zu finden.

Ditta Rudle