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Andreas Beyer: Cellini – Kunst, Leib, Leben

In seiner jüngsten Publikation, Cellini. Ein Leben im Furor, plädiert der Kunsthistoriker Andreas Beyer dafür, Kunst und Leben auf einen Nenner zu bringen. Der Renaissancekünstler Benvenuto Cellini macht es ihm auch leicht, hat er doch sein Leben selbst erzählt. Die Autobiografie La Vita di Benvenuto di Maestro Giovanni Cellini fiorentino, scritta, per lui medesimo, in Firenze bildet die Basis des fesselnd zu lesenden Sachbuches.

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Cowbirds: Vier Zauberinnen mit Engelsstimmen

Außen exotisch, innen romantisch. Das ist der leerstehende Gebäudekomplex aus dem 19. Jahrhundert in Wien Döbling, Zacherlfabrik genannt. Wenn das Quartett cowbirds dort zum stimmungsvollen Tanzkonzert, Textures of Tears, lädt, singen Engel, tanzen Göttinnen. 

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Nahaufnahme Boris Charmatz: Text und Tanz

Seit August 2022 ist der experimentierfreudige Tänzer, Choreograf und engagiertes Mitglied der Non-Danse Bewegung Boris Charmatz künstlerischer Leiter des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Mit zwei raffinierten Neuproduktionen von Werken Pina Bauschs eröffnet Charmatz das aktuelle ImPulsTanzFestival. Zugleich wird Charmatz auch die Sammlung von Texten und Bildern, Nahaufnahme Boris Charmatz,vorstellen. Der 300 Seiten starke Band ist im Alexander Verlag erschienen und wird am 12. Juli in der Roten Bar / Volkstheater präsentiert und kommentiert.

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Wiener Festwochen: Lia Rodrigues. „Borda“

Für das neue Stück der hochgeschätzten brasilianischen Choreografin Lia Rodrigues braucht man viel Geduld. Bis in den Herbst hinein reist die Companhia de Danças von Festival zu Festival durch halb Europa. Borda bedeutet Grenzen, aber auch Stickerei. Die Grenzen sollen fallen, die gestickten, bunten Verzierungen unterhalten. Das im Mai im Kunstenfestivaldesarts präsentierte Tanzstück hat auch bei den Wiener Festwochen im Museumsquartier Station gemacht. Und ist erwartungsgemäß lautstark akklamiert worden.

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Wiener Festwochen – Gemeinsamkeit oder Intimität

In der Halle des Museumsquartiers zeigt die belgische Künstlerin Miet Warlop ihre neue Choreografie Inhale Delirium Exhale. Regisseur Lennart Boyd Schürmann nennt die Serie seiner 1:1 Performances im ehemaligen Funkhaus Initimacies. Gegensätzlicher können die beiden Abende im Rahmen der Wiener Festwochen nicht sein. Das Theater im herkömmlichen Sinn liegt in den letzten Zügen, neue Präsentationsformen, Experimente und Aufhebung der Grenze zwischen Bühne und Publikumsraum geben dem Thespiskarren wieder neue Kraft, machen den Theater-Besuch zum Erlebnis.

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Linn Ullmann: „Mädchen 1983“, der neue Roman

Eine erwachsene Frau versucht, das junge Mädchen zu versehen, das sie einst war. Linn Ullmann beschert ihren Leserinnen einen wunderbaren, eindrucksvollen, tief unter die Haut bohrenden poetischen Roman. Mädchen 1983 ist eine Spurensuche, eine Forschungsreise in die Vergangenheit, ein Versuch sich selbst zu erkennen und zu verzeihen. Ein faszinierender, in kein Genre einzuordnender Bericht, ein autobiografisch gefärbter Roman, in dem sich nicht nur die Mädchen von 1983 oder die Frauen von 2021 wiederfinden werden.

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ImPulsTanzFestival: Zusatztermine im Juli

Wenn das ImPulsTanzFestival sogenannte Highlights ankündigt, dann müsste das gesamte Programm abgedruckt werden. Sind doch, wie jedes Jahr alle Vorstellungen, Uraufführungen, Premieren, sehnsüchtig erwartete Wiederholungen, Glanzlichter im Tanz- und Performanceangebot. Über die Meldung, dass sämtliche Eröffnungsvorstellungen in Burg und Akademie bereits ausverkauft sind, muss niemand weinen. Tröstliches wird gemeldet.

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Angie Kim: Happiness Falls – ein Glücksfall

Was ist Glück und wie erlangt man es? Das versucht Adam Parson im Roman Happiness Falls von Angie Kim zu ergründen. Doch das Hauptinteresse der Autorin gilt Kindern mit besonderen Bedürfnissen und wie sich diese Diversität auf das familiäre System auswirkt. Ihr spezielles Interesse hat Kim jedoch feinst in einen Spannungsroman verpackt. Vater Parson ist von einem Spaziergang mit seinem Sohn nicht zurückgekommen. Er bleibt verschwunden.

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Wiener Festwochen: Mit Luca allein im Keller

Wenn eine Aufführung mit dem vielversprechenden Titel Intimaciesangekündigt wird, dann darf nicht mit einer großen Zuschauerzahl gerechnet werden. Auch nicht mit einer kleinen. Intimität, das ist nichts für die Öffentlichkeit, 1:1 muss genügen. Die Wiener Festwochen garantieren: Es ist Theater und bleibt Theater. Gefahrlos. Ich riskiere es und lasse mich im tiefen Keller des während der Wiener Festwochen zum Haus der Republik umfunktionierten Funkhauses mit Luca Bonamore einschließen.

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Axolotta und Momentchen spielen mit der Zeit

Der Medien- und Performancekünstler Jan Machacek erzählt Volksschulkindern von der Zeit. Dabei setzt er sämtliche digitalen und analogen optischen Medien ein. Zeichentrickfiguren, live Filme, Videoaufzeichnungen, Spezialeffekte und die beiden Darstellerinnen zaubern auf die Bühne eine Mischung aus Theater und Kino. Thema ist die Zeit, mit der die Titelfigur, der junge Langschläfer Momentchen nicht zurechtkommt. Bei der Uraufführung am 23. Mai im Dschungel begeisterte Momentchen Kinder wie Erwachsene.

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