Schwierig, anstrengend, eine Herausforderung “, das war der Tenor als Tänzerinnen und Tänzer nach der Generalprobe zum Ballet „Raymonda“, von Rudolf Nurejew nach Marius Petipa choreografiert, befragt wurden. Manuel Legris hat es mit dem Ensemble neu einstudiert und achtet streng darauf, das im Sinne des Choreografen auch nicht der kleinste Schnörkel ausgelassen wird. Die Technik sitzt, die im Internet angekündigte Dramatik fehlt. Hätte sich Nurejew doch an Tante Jolesch gehalten! Doch die kann er als Russe nicht kennen.
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Nach einer Pause von mehr als 15 Jahren holt Ballettdirektor Manuel Legris Rudolf Nurejews Adaption des letzten Balletts von Marius Petipa, „Raymonda“, Musik Alexander Glasunow, aus der Mottenkiste. Fast eine Premiere. Ein schwieriger, anstrengender Abend für die Tänzer_innen, in dessen Mittelpunkt die Titelfigur steht. Nina Poláková ist nahezu drei Stunden in allen drei Akten auf der Bühne und beeindruckt durch ihre makellose Technik. Mit ihr müssen die beiden jungen Solotänzerinnen, Nina Tonoli und Natascha Mair, als Freundinnen Raymondas gleichziehen, sind sie doch ebenso gefordert. Dass dem Publikum drei Stunden reiner Tanz zu viel ist, kann man den erschöpft nach dem II. Akt Fliehenden nicht verdenken. Auch wenn das eine grobe Unhöflichkeit den Künstler_innen gegenüber ist.
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Mit nur vier Darsteller_innen hat Richard Schmetterer Carl Collodis Geschichte vom Hampelmann, der lernt erwachsen zu werden, für Volksschulkinder inszeniert. Auf der märchenhaften Bühne von Hannes Röbisch werden die Abenteuer des naiven Buben, der mangels eines Herzens Gut und Böse nicht unterscheiden kann, von den jungen Zuschauer_innen im Dschungel gespannt verfolgt und am Ende so freudig wie heftig beklatscht.
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Ein nahezu vergessenes Kapitel privater Theaterbegeisterung ist zurzeit im Theatermuseum in Wien zu bestaunen: Das Papiertheater. Der gestrenge Politiker Klemens Wenzel Lothar von Metternich hatte die Bürger durch Zensur und Spitzeltum quasi in die Wohnzimmer verbannt. Doch das Theater wollten die Wienerinnen nicht missen. Sie machten es sich zu Hause. Aus Papier. Ein Guckkasten auf dem Wohnzimmertisch mit Vorhängen, gemalten Kulissen und kleinen Figuren, die die Szenen belebten, war in nahezu jedem bürgerlichen Haushalt des 19. Jahrhunderts zu finden. Im Theatermuseum hat Kuratorin Karin Neuwirth aus den Beständen und Leihgaben eine niedliche, teilweise interaktive Ausstellung zusammengestellt.
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Auch fast 60 Jahre nach der Uraufführung im Winter Garden New York City ist die „West Side Story“ noch so frisch und unverbraucht wie damals. Mit der Originalchoreografie von Jerome Robbins (neu einstudiert von Joey McKneely) und einem praktikablen Bühnenbild von Paul Gallis macht die Produktion auf der Europatournee 2016/17 auch in Wien Station. Dirigent ist der Musical-Spezialist Donald Chan. Nach der Premiere am 14. Dezember 2016 wurden die Künstler_innen mit begeistertem Jubel belohnt.
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Jakob Feyferlik, tanzt nach seinem rasanten Aufstieg zum Solotänzer, die Hauptrolle, Jean de Brienne, in der Wiederaufnahme von Rudolf Nurejews „Raymonda“. Seine Partnerin bei den ersten Vorstellungen des zur Zeit der Kreuzritter in Ungarn spielenden Ballettklassikers zur Musik von Alexander Glasunow wird Nina Poláková in der Titelrolle sein. Premiere 22.12. 2016.
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Die Saison neigt sich dem Ende zu und auch erfolgreiche, hochgelobte Aufführungen verschwinden vom Spielplan. Müssen verschwinden, um Neuem Platz zu machen. Schnell zu handeln, ist das Gebot. Etwa um die zauberhafte Produktion des Serapions Ensembles im Odeon, „… am Abend der Avantgarde“ zu sehen. Dreimal, am 29., 30., und 31. Dezember gibt es noch Gelegenheit dazu. Auch nach einer langen Aufführungsserie sind die letzten Vorstellungen von am Ende begeisterten Zuschauerinnen gut besucht.
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Mit einer chinesisch ausgeschmückten Version des Ballettklassikers „Der Nussknacker“ erfreute eine Truppe des chinesischen Nationalballetts das Publikum im Festspielhaus St. Pölten. Das eigene Orchester, der in Peking beheimateten Compagnie, war nicht mitgekommen, doch ist Peter Tschaikowskys Musik vom „Symphonieorchester des Chinesischen Nationalballetts“ längst vorsorglich konserviert worden. Tourneen steht nichts im Weg. Garniert mit fröhlichen Einlagen und kleinen Geschichten konnte der fernöstliche, sogar funktionstüchtige Nussknacker das Publikum begeistern.
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Die Designerin Stéphanie Di Giusto hat in dieses Jahr in Cannes, in der Kategorie „Ein gewisser Blick“, ihren ersten Spielfilm gezeigt. „Die Tänzerin“ nimmt Leben und Wirken der zu ihrer Zeit weltberühmten Amerikanerin Loīe Fuller als Vorbild für einen üppig dekorierten Film über eine starke Frau, die unbeirrbar ihren Weg geht. Als Künstlerin will sie auf der Bühne der Pariser Oper und nicht nur auf dieser tanzen.
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Die Tänzerin und Choreografin Silke Grabinger ist von Neugierde, Forscherdrang und Experimentierlust beseelt. Mit ihrer Company SILK Fluegge probiert sie immer wieder neue Formen der Bühnenpräsenz aus. Im Linzer Central zeigte sie die Uraufführung von „Disappear“, einer Performance „Zum Verschwinden in der Welt des Anderen“. Viel Text und sparsame Bewegungen von Tänzerin und Tänzer zeichnen die Vorstellung im Linzer Central aus. Wohingegen das Publikum mit Applaus nicht gespart hat.
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