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Ein Lama im Burgenland, ein toter Hund in Tirol

Ein Berg beginnt zu tanzen, ein Lama steht in der Küche; Marie flieht aus der Stadt und kraxelt in die Einsamkeit. Drei lesenswerte Romane würde ich gerne unter dem altmodischen Begriff Heimatroman zugleich vorstellen. Doch um die Bücher Nincshof, Der tanzende Berg und Wild wuchern nicht mit dem durch die Nazis angepatzten Begriff zu verunglimpfen, nenne ich sie lieber Landschaftsroman, denn diese, die Steppe am See, die Berge und Wälder nahe und fern von Wien sind der Raum, in dem die Geschichten, ernst, aufwühlend und heiter, spielen.

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Christoph Poschenrieder: „Wem gehörst denn du?“

Eine intime Familiengeschichte, von gesellschaftlicher Bedeutung. Christoph Poschenrieders Geschichten haben fast immer einen wahren, recherchierten Kern oder der Autor lässt historische Persönlichkeiten als Nebenfiguren auftreten. Der jüngste Roman, Fräulein Hedwig, spielt auch in der Vergangenheit, jedoch nicht in der öffentlichen, sondern in der privaten, in der Vergangenheit seiner eigenen Familie. Je mehr ich in dieser Familiengeschichte und im Leben von Fräulein Hedwig vorankomme, desto kälter wird mir.

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Katrine Engberg hat ein neues Ermittler-Team

Mit dem fünften Roman, Wintersonne, hat die dänische Autorin Katrine Engberg das Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner in Pension geschickt und die Thrillerreihe abgeschlossen. Ein neues Duo ist auf Spurensuche in Kopenhagen, Liv Jensen und Petter Bohm. Auch im 2. Band sind Gegenwart und Vergangenheit verschlungen.

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Neil Smith: F*ck steht für Familie

Der kanadische Übersetzer und Autor schreibt sich mit dem Roman Jones seine schmerzhafte Kindheit von der Seele. Keine Autobiografie, sondern eine mit Witz und Humor gedämpfte Tragödie, deren Basis die Kindheit und das Heranwachsen des Autors und seiner Schwester ist. Seine Erinnerungen und Gefühle erlebt das fiktive Geschwisterpaar, Abi und Eli, für den Autor.

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Marica Bodrožić: Ihre Heimat ist die Sprache

In ihrem jüngsten Roman, DasHerzflorett, erzählt Marica Bodrožić von Pepsi, einem in Kroatien geborenen Mädchen, das sich in die deutsche Sprache verliebt. Autofiktion, natürlich, denn auch Bodrožić ist in Kroatien geboren, bei den Großeltern aufgewachsen und mit 10 Jahren von den Eltern nach Deutschland geholt worden. Die Sprache gab und gibt ihr Heimat, davon handelt auch Pepsis Geschichte.

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Bildnis einer jungen Frau in Helsinki

In ihrer Heimat, Finnland, ist sie eine bekannte und geehrte Persönlichkeit. Im deutschen Sprachraum muss die Schauspielerin, Regisseurin und Schriftstellerin Pirkko Saisio noch entdeckt werden. Dies kann jetzt mit der Übersetzung des Romans Punainen erokirja/ Das rote Buch der Abschiedeversucht werden. Mit dem richtigen Werkzeug kann ein wahrer Schatz ausgegraben werden.

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Nachts tobt das Tier in ihr in Wald und Wiese

Autorin Rachel Yoder, fotografiert von Nathan Biehl.In ihrem Debütroman, Nightbitch, lebt die amerikanische Schriftstellerin Rachel Yoder ihre wildesten Fantasien aus. Mütter, die ihrem Nachwuchs zuliebe den Beruf aufgegeben haben und sich dem Breikochen und Windelwechseln hingeben, werden ebenso ihre Freude an dem furiosen Roman haben wie kinderlose Frauen. Ein Roman, der hervorsprudelt wie ein Geysir, magisch, feministisch, surreal und auch komisch.

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Joseph Campbell: Der Heros in tausend Gestalten

Der Autor und Mythenforscher Joseph Campbell (1904–1987) ist im anglo-amerikanischen Sprachraum immer noch eine anerkannte Größe. Im deutschsprachigen ist er weniger bekannt, dennoch gibt es seit dem Erscheinen des Originals „The Hero with a Thousand Faces“, 1949, mehrere Übersetzungen.. Nun ist im Insel-Verlag wieder eine gebundene Ausgabe des 500 Seiten starken Originals, über den Heros in allen Kulturen, in Mythen, Sagen und Religionen erschienen. Sich ohne wissenschaftliche Notwendigkeit durch „die tausend Gestalten“, die immer die gleichen sind, zu beißen, verlangt einen Sonderurlaub. 

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Später Ruhm für geniale Frauen

Mutige Frauen, die Geschichte schrieben“, nennt der Verlag Lübbe eine neue Reihe. Zwei Titel sind in diesem Herbst erscheinen: Sienna David erzählt von der Mathematikerin Ada Lovelace, Susanna Leonard erzählt aus dem Leben der Gorillaforscherin Dian Fossey. Zwei Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten gelebt und Großes geleistet haben. So unterschiedlich das Leben der beiden Frauen verlaufen ist, so unterschiedlich sind auch die beiden historischen Romane.

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Ballettgeschichte in Bildern – Zeugnis einer Ära

Unerschöpfliche Kreativität gepaart mit einer ebensolchen Energie kennzeichnen den dienstältesten Ballettchef der Welt, John Neumeier. Nun hat er mit dem Hamburg Ballett, seinem Hamburg Ballett, ein Jubiläum feiern dürfen: 50 Jahr John Neumeier in Hamburg – und in der Welt, liest man die Liste der rund um den Erdball getanzten Gastspiele. Damit alle, die das Ballett lieben, an diesem Jubiläum teilnehmen können und womöglich auch in Erinnerungen schwelgen dürfen, hat das Hamburg Ballett mit John Neumeier die Ära Neumeier in einem üppigen Bildband, erschienen im Henschel-Verlag, festgehalten.

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