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Magdalena Schrefel: Sprengkörperballade

In der Regie von Claudia Bossard bringt das Kosmos Theater derzeit die österreichische Erstaufführung des 2017 in Köln uraufgeführten Stückes Sprengkörperballade der 1984 in Wien geborenen Dramatikerin Magdalena Schrefel. Mehr Poem als Ballade ist dieses Stück, das sich unterschiedlichen Konstellationen von Beziehungen in Form von Geschichten widmet, die man wohl gemeinsam erlebt haben mag, aber immer so ganz anders erzählt, als es die andere/n tun würde/n.

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Jan Jakubal: Hanuman Addiction Cycle, Off-Theater

Der Tänzer und Choreograf Jan Jakubal bringt ein abstraktes Thema physisch-konkret auf die Bühne. Mit der Puppenspielerin Niina Lindroos, Musik, Licht und Videoanimation hat die düstere rätselhafte Performance „Hanuman Addiction Cycle“ am 3. April im Off Theater Premiere gehabt.

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Muk im Muth: Abschlussklasse Tanz

Mit Esther Balfe, Darren Ellis und Doris Uhlich hat die Abschlussklasse Tanz im MuK (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) drei unterschiedliche Choreografien erarbeitet, die an zwei Abenden unter dem zusammenfassenden Titel "Articulation" die Bandbreite des Studiums und das hohe Niveau der Student*innen gezeigt haben. Am 2. April, dem Tag nach der Premiere, haben die sechs Studentinnen und zwei Studenten die Bachelorprüfung bereits bestanden, sie konnten als Profis auftreten.

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Mei Hong Lin / Walter Haupt: „Marie Antoinette“

Als furiose Schau zeigt die Linzer Ballettchefin und Choreografin Marie Antoinette als Frau, die von den Wellen des Lebens hoch hinauf getragen und tief hinunter getaucht wird. Der expressive Tanz der Compagnie TANZLIN.Z wird von der dramatischen Musik Walter Haupts getragen. Marc Reibel hat die Uraufführung des Tanzstücks am 30. März im Linzer Musiktheater dirigiert. Das Bruckner Orchester Linz hat mit der Interpretation des vielschichtigen Klangkosmos wieder einmal seine Qualität bewiesen. Etwas erschöpft vom imposanten Werk aus Tanz und Klang hat das Premierenpublikum dennoch Begeisterung gezeigt.

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Sophia Hörmann: „Glowing“, brut im Dschungel

Glowing, glühend“ nennt Sophia Hörmann ihre Performance, in der sie mit nackten Füßen auf dem Eis tanzt. Im Rahmen von imagetanz war das brut im Dschungel Theaterhaus zu Gast, wo Hörmann mit ihrem Solo am 28. März Premiere gefeiert hat. Mit Bewegungselementen vom Kunst- und auch Schnelllauf auf dem Eis präsentiert sie ihren durchtrainieren Körper und, vor allem auf dem Video, ihr ernstes Gesicht, in dem die grünen Augen leuchten.

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John Neumeier: Le Pavillon d’Armide / Le Sacre

Zwei gegensätzliche Ballette reiht John Neumeier aneinander, um einer Vorstellung die vom Publikum erwartete Länge zu geben. Die Fülle und Reichhaltigkeit des zur Musik von Nikolai Tscherepnin getanzten gut eine Stunde dauernden Werkes würde jedoch reichen, um einen unvergesslichen Abend zu erleben. Die Protagonisten Nina Poláková, Roman Lazik und Mischa Sosnovschi erzählen nicht nur vom Leid und der Einsamkeit des Tänzers Vaslaw Nijinsky, sondern von der Künstlerseele an sich und auch von der Zerrissenheit aller in die Welt geworfenen Menschen. In der Vorstellung vom 26. März hat Jakob Feyferlik den „Mann (Vaslaw Nijinsky)" getanzt.

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Dennis Lehane: „Alles, was heilig ist“, Krimi

Dennis Lehanes nachtschwarze Krimi „Sacred“ aus der Reihe um den Privatdetektiv Patrick Kenzie und seine Partnerin Angela Gennaro ist 1997 erschienen und unter dem Titel „Alles, was heilig ist“ jetzt von Peter Torberg neu übersetzt worden. Die verwickelte Geschichte, in deren Mittelpunkt ein skrupelloser Milliardär und seine um nichts bessere Tochter stehen, ist ein echter Lehane, spannend, aufregend und so verwickelt, dass man höllisch aufpassen muss, um die Lebenden von den Toten zu unterscheiden.

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Editta Braun Company: „Trails“, Kosmos Theater

Die Salzburger Choreografin und Tänzerin Editta Braun hat mit ihrer Company Wien einen ihrer seltenen Besuche abgestattet und im Kosmos Theater am 22. März ihr neues Tanzstück „Trails“ gezeigt. Eine ausdrucksstarke, emotional bewegende Aufführung, die durch Filmausschnitte aus Nikolaus Geyrhalters fiktionaler Dokumentation „Homo Sapiens“ und die Musik von Thierry Zaboitzeff die richtige Tiefe erhalten hat.

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Tanzquartier: Michikazu Matsune & Jun Yang

Die Performance „The past is a foreign country – a landscape in 4 scenes“ ist eine Zusammenarbeit des Bühnenkünstlers Michikazu Matsune mit dem Mulitmediakünstler Jun Yang. Nach der Uraufführung der vielschichtigen Arbeit im Rahmen der Gwangju Biennale 2018 in Korea haben Matsune und Yang den gemeinsamen Blick auf bedeutende Momente der jüngsten und nicht ganz so jungen Vergangenheit am 21. März im Tanzquartier vorgestellt.

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„Alles tanzt“ Wiener Tanzmoderne, Theatermuseum

Wien sei keine Tanzstadt, hat einmal ein, heute pensionierter, Operndirektor kundgetan. „Lernen Sie Geschichte, Herr Direktor“, hat damals, vor gut zehn Jahren, niemand gewagt, ihm zuzurufen. Der Zeitgenosse ist nicht der einzige Herrscher über die Wiener Opernwelt, für den die Tanzwelt nicht vorhanden ist. Gustav Mahler war auch nicht tanzfreundlicher. Nahezu ein Jahr lang kann nun Tanzgeschichte auf angenehme und gar nicht belehrende Weise im Theatermuseum erlebt werden. Der Subtitel umreißt das Thema: „Kosmos Wiener Tanzmoderne“. Die Tanzhistorikerin Andrea Amort und ihr Team haben in langjähriger und mühevoller Arbeit eine von Thomas Hamann gestaltete Ausstellung zustande gebracht, die sich sehen lassen kann und gesehen werden soll. Die Möglichkeit besteht bis 10. Februar 2020.

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