Immer wieder „Schwanensee“, immer wieder „Illusionen – wie Schwanensee“. John Neumeier hat diese Choreografie, in der „der König“ – inspiriert vom Leben und Sterben Ludwig II. von Bayern (1845–1886) – und seine Liebe für das Ballett „Schwanensee“ und auch Richard Wagner im Zentrum steht, 1976 für Hamburg geschaffen und immer wieder hervorgeholt und entstaubt. Die letzte Vorstellung in dieser Spielzeit am 1. Juni war die 16te – natürlich im ausverkauften Haus frenetisch beklatscht, mit Ovationen für die Solist*innen und Hochrufen für den Choreografen.
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Der Tänzer, Sänger und Choreograf François Chaignaud und die Musikerin Marie-Pierre Brébant haben die musikalischen Werke der Universalgelehrten und Benediktiner Äbtissin der Hildegard von Bingen (1098–1179) durchleuchtet und erforscht und die Lieder der „Symphonia Harmoniae Caelestium Revelationum“ neu interpretiert. Ein eindringliches Erlebnis im Rahmen der Wiener Festwochen in den Gösserhallen, für mich bereits der Höhepunkt.
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Wow! „Was für eine Show!“ Das Ballett „Peter Pan“, nach der Kindergeschichte von Matthew Barrie (1860–1937) von Vesna Orlic zu brausender Filmmusik choreografiert, hat eingeschlagen. Groß wie Klein stürmt die Kassen, Zusatzvorstellungen müssen eingeschoben werden, die Tänzer*innen des Wiener Staatsballetts in der Volksoper zeigen Professionalität mit ihrem reichen Repertoire an Tanz- und Darstellungskunst, das Gesamtkunstwerk aus Musik, Film, Tanz und Spiel hat auch die Kritiker*innen begeistert, kaum ein Einwand ist zu finden.
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Einzigartig. "Le Corsaire" glänzt in der 30., für diese Saison auch letzten, Vorstellung von Manuel Legris Choreografie des romantischen Balletts mit Debuts in nahezu allen Solorollen. Einzig Ioanna Avraam hat der Rolle der Zulméa schon oftmals Gestalt gegeben. Die beiden Ersten Solotänzerinnen Nikisha Fogo als Médora und Natascha Mair als Gulnare reißen das Publikum ebenso zu Beifallsstürmen hin wie Davide Dato als Conrad und Tristan Ridel als Lanquedem. Sveva Gargiulo und Madison Young tanzen als bezaubernde Odalisken zum ersten Mal. Heldenhaft ist Arne Vandervelde als Birbanto für Masayu Kimoto eingesprungen.
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Der indisch-australische Choreograf Ashley Lobo hat mit dem Ensemble von Tanzlin.z sein Tanzstück „Yama“ einstudiert. Die Uraufführung der vielfältigen Reflexionen über den Tod, das Loslassen, das Reinigen und Verändern ist am 25. Mai in der BlackBox des Musiktheaters Linz lautstark bejubelt worden.
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Emotionalität in Form. Die Tänzerin und Choreografin Doris Uhlich holt die Vergangenheit in die Gegenwart, weckt Erinnerungen an das romantische Ballett und wird selbst zur Ballerina. Mehr als 10 Jahre nach der Premiere hat sie ihr Erfolgsstück „Spitze“ mit Susanne Kirnbauer und Harald Baluch neu einstudiert und zeigt es als lebendige Ergänzung der Ausstellung „Die Spitze tanzt“ im Theatermuseum. Die Tänzerin und der Tänzer, Kirnbauer und Baluch, erinnern sich, Uhlich zieht die Spitzenschuhe an, hebt sie Arme, tanzt eine Arabesque. Man muss sie lieben, all drei.
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Überraschung. In bester Form ist dem Wiener Staatsballett auch in der 29. Aufführung des Balletts „Le Corsaire“ in der Choreografie von Ballettchef Manuel Legris eine animierende, gar nicht langweilige Vorstellung gelungen. Mit Perfektion und einer lebendigen Rollengestaltung erfreuten vor allem Ioanna Avraam mit ihrem Rollendebüt als Gulnare und Sveva Gargiulo als Zulméa. Das Publikum spendet reichlich Applaus und ist von den Auftritten Liudmila Konovalovas als Médora und Ballerina im Divertissement „le jardin animé“ besonders hingerissen.
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Herzerfrischend. Wenn das Herz hart ist, der Himmel grau und die Augen trüb, dann hilft ein Konzert der Monsterfreunde. Am 23. Mai haben zwei davon vor Eltern, Großeltern, Freundinnen und Freunden, mit Lehrkräften und Chorleiter*innen in der Stadthalle stattgefunden. „Monsterfreunde“, sieben an der Zahl, sind die Helden eines Lernprogramms an Volksschulen, das alljährlich durch die Monsterfreunde-Konzerte unter Teilnahme von Stars und Sternchen, zur Freude der Kinder und des Publikums, gekrönt wird.
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Fast eine Familienfeier. Rebecca Horner, Solotänzerin des Wiener Staatsballetts, ist die neue Trägerin des Fanny-Elßler-Ringes. Die von der Tänzerin Riki Raab (1899–1997) gestiftete Auszeichnung „für hervorragende österreichische Tanzkünstlerinnen“ hat die bisherige Trägerin Dagmar Kronberger am Sonntag in einer festlichen Matinee im Theatermuseum an Rebecca Horner weitergereicht.
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Der große britische Autor Ian McEwan erobert mit dem Roman „Maschinen wie ich“ ein neues Genre: Science-Fiction, die erdachte Zukunft. Diese spielt bei ihm allerdings im Jahr 1982, damit er allerlei historische Exkurse einfügen kann. Zugleich erzählt er eine Liebesgeschichte, verpackt diese in einen Krimi und lässt sie zur Dreiecksgeschichte werden. Der Dritte in dem Spiel ist jedoch kein Mensch, sondern ein Android oder Replikant, also eine Maschine, die wie ein Mensch aussieht und sich auch menschenähnlich verhält.
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