Im deutschen Sprachraum noch relativ unbekannt, ist Pajtim Statovci, geboren 1990, in seiner Heimat Finnland und bei Englisch sprechenden Leser:innen als Autor hoch angesehen. Sein jüngster Roman, „Grenzgänge“, ist der erste, der auf Deutsch übersetzt worden ist. Der Icherzähler, Bujar, erzählt von seiner Kindheit in Albanien und seiner Reise durch die Welt auf der Suche nach sich selbst.
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Bei Nähe besehen ist der Tod ein freundliches Männche, das die Menschen abholen will, weil ihre Zeit auf Erden abgelaufen ist. Die belgische Autorin Kitty Crowther erzählt in einem Bilderbuch vom netten „kleinen Tod“; Komponist Klaus Lang hat die Geschichte in märchenhafte Musik verwandelt, als Produktion von Netzzeit wird „Der Besuch vom kleinen Tod“ im Programm von Wien Modern, Festival für zeitgenössische Musik, im Dschungel aufgeführt.
Ein erfolgreicher Beweis, dass auch mit Kindern über den Tod gesprochen werden kann.
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Der Tanzabend „The Garden“ vereint Choreografien, die von den Tänzer:innen entwickelt worden sind, zu einem abwechslungsreichen Ganzen. Mythen, Legenden, Märchen aus der Heimat der Ensemblemitglieder, die aus verschiedenen Erdteilen und Kulturkreisen kommen, sind die Quellen für Gruppenauftritte, Solos, Duos und Trios auf der Drehbühne im Musiktheater. Eine großartige Leistung der Tänzer:innen und des sie begleitenden Teams, die unter schwierigsten Umständen entstanden ist. Das Publikum wusste die Anstrengungen zu schätzen und bedankte sich mit Jubel und Applaus.
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Es ist die 19. Werkschau, die Bert Gstettner in seinem Tanz*Hotel vor Publikum zeigt. Die Tänzerin, Choreografin und Master-Studentin der Kunsttherapie, Veronika Kulcsar und Nina Sandino, Performerin und Architektin, zeigen je eine Soloarbeit, die Tänzerinnen Farah Deen und Olivia Mitterhuemer treten im Duo auf. Premiere der Werkschau, AAR Term 19, war am 28. Oktober im Tanz*Hotel.
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Mit den Romanen „Resto qui“ und „L'ultimo arrivato“ hat sich der Mailänder Lehrer Marco Balzano, 43, in die erste Riege italienischer Autoren geschrieben. Die Übersetzungen, „Ich bleibe hier“ und „Das Leben wartet nicht“, waren auch im deutschen Sprachraum ein Erfolg. Seinen jüngster Roman, „Wenn ich wiederkomme“, widmet er den illegalen, vor allem weiblichen Pflegekräften aus Osteuropa, die in Österreich wie in Italien und in vielen anderen Ländern Westeuropas fremde Menschen pflegen, um ihrer Familie ein besseres Leben zu bieten. Balzano hat sich den Alltag der Frauen genau angesehen, lässt Daniele aus Rumänien in „Wenn ich wiederkomme“ davon erzählen.
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Herr Groll und Josef sind wieder auf Tour. Die zwei, also Groll, vornamenlos, und sein Rollstuhl, mit Vornamen Josef, waren schon fast überall, wenn ich mich nicht irre, sogar in New York. Diesmal allerdings sind sie in Salzburg, wo es knapp vor Beginn der Festspiele turbulent zugeht. Wölfe zerfleischen geistliche Würdenträger, unheimliche Puppen hängen in Parks und auf Plätzen, und Groll soll den verschwundenen Freund einer liebeslustigen Festspielabonnentin suchen. Diese Suche soll den roten Faden von Erwin Riess Krimi „Herr Groll und die Wölfe von Salzburg“ bilden.
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Der Abend „A Suite of Dances“ ist Jerome Robbins gewidmet. Der amerikanische Meisterchoreograf dominiert den Abend mit drei attraktiven Balletten, zwei Gruppenstücken und einem langen Solo für einen Tänzer. Im Mittelteil des Abends ist ein doppeltes Duo aus Musik und Tanz zu genießen. George Balanchine hat zu Igor Strawinskys „Duo Concertant für Violine und Klavier“ die Choreografie gleichen Titels für eine Tänzerin und einen Tänzerin geschaffen. Ein abwechslungsreicher Abend, der dem Publikum, befreit von den Masken und daher in Mengen erschienen, große Freude bereitet hat.
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Mit einem doppeldeutigen Titel führt die Tänzerin / Choreografin Sara Lanner das Publikum unter die Erde und ins eigene Innere. Ausgehend vom Bergbau untersucht sie gemeinsam mit dem Tänzer Costas Kekis den Zwiespalt, der unsere Welt trennt und zugleich zusammenhält. Als bildende Künstlerin hat Lanner auch die Bühne im großen Theatersaal des brut nordwest gestaltet, das ausgeklügelte Lichtdesign und die Toncollage ergänzen die Aufführung zu einem Gesamtkunstwerk.
Premiere war 14. Oktober im neuen Domizil des brut.
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Der Tänzer Rino Indono feiert sein Debüt als Choreograf. Das Solo tanzt Rino Indiono, und auch das mittanzende Video hat er geschaffen, ebenso den Text, den er selbst aus dem off spricht. Indiono ist diese Aufführung eine Herzensangelegenheit. Die Premiere von „From the Heart“ war am 15. Oktober im Dschungel.
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Reinhard Medicus, Botaniker und Sachverständiger für Naturschutz, ist Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft der Stadtberge und ihrer Natur sowie der alten Gartenanlagenseiner seiner Heimatstadt Salzburg ein besonderes Anliegen. Mit dem reich bebilderten Band über „Salzburgs Stadtberge und Stadtgärten“ leistet er nicht nur einen Beitrag zur Erhaltung des Grünraums der Stadt, sondern öffnet auch den vielen Salzburg-Besucher:innen die Augen für die Schönheit der Stadt, die mehr zu bieten hat als Festungsberg, Felsenreitschule und Domplatz.
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