Sie ordnen und schlichten, bauen Skulpturen und Türme. Das Desaster kommt unverhofft. Alles stürzt ein, Chaos bricht aus, die Katastrophe scheucht die Gruppe auf. "Wer ist schuld?" „Was tun?“, fragen sechs Tänzer*innen im Dschungel sich selbst und das Publikum ab 11. Sie stellen sich vor, erzählen von persönlichen Desastern, von Hoffnungen und Träumen, davon, wie sie die Welt sehen und suchen nach Antworten. „Disastrous“ ist intelligentes, heftig bewegtes und auch bewegendes Tanztheater.
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Unter dem Titel „Feuervogel“ zeigen drei Tänzer des Wiener Staatsballetts, was ihnen als Choreografen zur Musik Igor Strawinskys eingefallen ist. Eno Peçi verlegt seine Choreografie zu „Petruschka“ vom Marktplatz in die Schule; András Lukács kommt in „Movements to Stravinsky“ von sechs Paaren zur Pulcinella Suite und anderen Kompositionen ohne Handlung aus; Andrey Kaydanovskiy lässt den „Feuervogel“ im Kaufhaus tanzen. Das Bombige in der Besetzung der 12. Vorstellung zieht sich durch alle drei Stücke und erfreut das Publikum gleich zu Beginn mit der Neubesetzung aller Hauptrollen von „Petruschka“.
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Bildbände, in denen der flüchtige Augenblick des Tanzes festgehalten ist, gibt es viele. Die meisten widmen sich einer Tänzerin / einem Tänzer, die mit ihrem Schweben und Drehen beeindrucken. Die Tänzerin und Choreografin Andrea Simon und der Tanzfotograf Andreas J. Etter haben für ihren attraktiven Bildband ein Thema gewählt: Persönlichkeitsprofile, Grundlage der klassischen homöopathischen Diagnostik, bilden den Ausgangspunkt der ins Bild gesetzten Choreografien.
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Das Bild hat ausgedient. Ein neues Bild wird montiert. Eine Spielsaison konnte man, war man rechtzeitig in der Staatsoper eingetroffen, das Bild von Tauba Auerbach als temporären eisernen Vorhang vor der bemalten Brandschutzwand in der Wiener Staatsoper betrachten. Die Ausstellung ist beendet, ein neues Bild wird vor den goldglänzenden „Eisernen“, gestaltet von Rudolf Eisenmenger, gehängt. Für die neue Ausgabe der von museum in progress konzipierten Ausstellungsreihe „Eiserner Vorhang“ wählte die Jury (Daniel Birnbaum, Hans-Ulrich Obrist) den international renommierten amerikanischen Künstler John Baldessari aus.
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Kommunizieren kann man nicht nur mit Worten, auch mit Klang, Rhythmus und Melodie kann man sich verständigen. In einer Zusammenarbeit zwischen Wien und Ljubljana ist ein Stück mit dem lautstarken Titel „Bumm, Krach, Peng!“ entstanden, in dem von einem Kind erzählt wird, das sich, weil es nicht reden will, durch Musik und Geräusche verständigt. Zurecht war das junge Publikum ebenso begeistert wie das erwachsene.
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Die Freude am Tanz steht Giselle und Herzog Albrecht, der das arglose Bauernmädchen umgarnt, ins Gesicht geschrieben. Auch die Tänzerin Ioanna Avraam, die mit Denys Cherevychko den ersten Akt des romantischen Balletts „Giselle“ probt, ist mit fröhlichem Eifer dabei. Am 9. Oktober wird die Solotänzerin ihr Debüt in der Titelrolle feiern. Der Erste Solotänzer Cherevychko hat seine Rolle schon auf der Bühne getanzt und unterstützt die neue Partnerin liebevoll und unermüdlich.
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Alles wird besser. Nachdem in der ersten Vorstellung die zahlreichen Debütant*innnen – etwa 99,9 % aller Mitwirkenden – ohne eine einzige Probe auf der Bühne ihre Wege, mitunter auch die Partner, haben finden müssen, haben die Solist*innen nach mehreren Auftritten ihre Balance wieder gefunden, das Ensemble hat sich konsolidiert. Der Höhepunkt des 2. Aktes, die gegeneinander bewegten Arabesques von 26 Wilis, wird mit spontanem Applaus bedacht. Am Ende zeigte sich das Publikum mit den Solist*innen und dem Corps recht zufrieden. Dass Masayu Kimoto seinen ersten Auftritt als Herzog Albrecht gehabt hat, wurde kaum registriert.
Im Grunde ein gutes Zeichen.
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Mit einem Zitat aus dem berühmten Roman von Jeremias Gotthelf „Die schwarze Spinne“ beginnt Christoph Poschenrieder sein neues Werk, „Kind ohne Namen“. Wie Gotthelf erzählt auch Poschenrieder von verdrängter Kollektivschuld, von den Fremden, die von den Alteingesessenen nicht akzeptiert werden, vom verführerischen Teufel in Menschengestalt und den verschwimmenden Grenzen zwischen Gut und Böse. Gekonnt paraphrasiert er die Elemente aus Gotthelfs romantisch-moralischem Meisterwerk, erschienen 1842.
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Ernst Stricker verstrickt sich. Der Bibliothekar hört das Telefon in einer Zelle läuten und hebt ohne Nachzudenken ab. Eine ihm fremde Frau redet ihn mit seinem Vornamen an und bittet ihn, sie umgehend zu besuchen. Wer A sagt, muss auch den Besuch wagen. Und damit beginnt eine wundersame Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückführt und auch auf die Gletscher des Jungfrauengebiets in der Schweiz. Autor Franz Hohler ist Schweizer, lebt in Zürich ,und wenn er nicht auf die Berge kraxelt, schreibt er. Zum Beispiel einen Roman voller Geheimnisse und Überraschungen: „Das Päckchen“.
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Vier Fälle hat Leopold Wallisch, genannt der Lemming, gelöst, bis er den Detektiv an den Nagel gehängt und sich mit Frau und Kind zurückgezogen hat und Nachtwächter im Tiergarten ist. Jetzt aber, nach zehn ruhigen Jahren, ist er wieder zurückgekehrt und hat gleich den bereits aus dem vierten Teil der Lemming-Serie, „Lemmings Zorn“, bekannten Bezirksinspektor Polivka mitgenommen. Zu zweit gelingt es ihnen, eine mörderische, geldgierige Familie auszurotten. Stefan Slupetzky ist mit der „Rückkehr des Lemming“ wieder eine wunderbare Wiener Kriminalgeschichte gelungen, die vor Wortwitz und skurrilen Ideen sprüht. Die zwei detektivischen Käuze und ein kurioses flügellahmes Vogelpaar spielen ihre Rollen perfekt.
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