Walter Heun fühlt sich prächtig. Im Sommer 2017 geht nach acht Jahren seine Intendanz im Tanzquartier zu Ende. Zu bereuen habe er nichts, sagt er. Weder die Zeit als künstlerischer Leiter und Nachfolger von Sigrid Gareis, der ersten Intendantin des Tanzquartiers, noch dass er sich nicht um eine Verlängerung bemüht habe. „Das habe ich von Anfang an gewusst und meinen Mietvertrag in Wien bis 2017 limitiert. Dennoch wird er weiterhin in Wien bleiben.
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Märchenhaft und komisch ist Thierry Malandains Choreografie zu Sergej Prokofjews Ballettmusik „Cendrillon“. Mit der Geschichte von Aschenputtel, der grausamen Stiefmutter und deren eitlen Töchtern erzählt der französische Choreograf von einem jungen Mädchen auf der Suche nach Anerkennung und Liebe und ihrem Kampf gegen die Einsamkeit. Wie er erklärt, ist sein Cendrillon, eine Tänzerin auf dem Weg nach oben. Wie in Versailles, dem Ort der Uraufführung durch Malandains Compagnie, dem Ballet Biarritz, war das Publikum lautstark begeistert.
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Die Urban-Dance-Formation Hungry Sharks hat sich in den 5 Jahren seit der Gründung durch Valentin Alfery und der Produzentin Dusana Baltic zu einer international erfolgreichen Kompanie entwickelt. Mit kräftiger Unterstützung von CBB (Center for Choreography Bleiburg / Pliberk) hat Alfery mit acht Tänzer_innen die Choreografie „Hidden in plain sight“ entwickelt und im August in Bleiburg /Pliberk zum ersten Mal gezeigt. An zwei Abenden sind die hungry Sharks nun im brut aufgetreten.
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Der dritte Teil von Ian Kalers Serie „o.T.“ bringt eine Überraschung: Kaler hat sich Locken wachsen lassen ist fröhlich, ja, im Duett mit dem Tänzer und Modedesigner Stéphane Peeps Moun ausgelassen, versucht sogar zu steppen. Nach „(emotionality of the jaw)“ und „(gateways to movement)“, widme sich Kaler als Choreograf und Tänzer der Zukunft, oder gar den Zukünften: „Incipient Futures“ nennt er diesen dritten Teil der „o. T.“-Reihe, in dem er wieder mit der phänomenalen Musikerin Jam Rostron (Planningtorock oder auch Aquarian Jugs) zusammenarbeitet. Eine Stunde voll Energie und hinreißender Musik in der Arena. Tanz, der keinerlei moralisch-gesellschaftlichen oder philosophisch-theoretischen Über- oder Unterbau verlangt.
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Große Harmonie gab es auf der Bühne der Wiener Staatsoper, als der charismatische Tenor Roberto Alagna gemeinsam mit Neo-Ehefrau und Sopranistin Aleksandra Kurzak ein Konzert gab. Am Klavier begleitete Jeff Cohen die beiden, die sich von Mozart über Donizetti bis Puccini durch das Arien- und Duettrepertoire sangen. Viel Applaus für das Paar, dessen Zugpferd natürlich ganz klar Alagna ist.
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Die 78jährige Erika Bode möchte ihre Firmenanteile dem Sohn Jochen entziehen und ihrem Neffen Philip Ullich anvertrauen. Noch bevor sie unterschreiben kann, ist sie tot. Doch während der Sohn die Polizei ruft, weil er Mord vermutet, sitzt Erika wieder am Konferenztisch und unterschreibt. Sie ist nicht die einzige Tote die wieder lebendig auftaucht. Virgil Widrichs Film „Die Nacht der 1000 Stunden“ ist ein Spiel mit der Zeit – die Vergangenheit kehrt mit den Ahnen zurück an den Familientisch.
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Der Körper als Depot der Geschichte Eszter Salamon baut Monumente, die Choreografie und Tanz als Teil der historischen Entwicklung zeigen sollen. "Monumentum 0 - haunted by wars (1913-2013)" beschtigte sich mit Kriegstänzen von den Kriegen der vergangenen 100 Jahren betroffenenen indigenen Vökern. In einem düsteren, eindrucksvollen Szenarion bot die Choreografin einen Blick auf die unsichtbare Welt der Tanzgeschichte. Mit Tanzgeschichte ganz anderer Art, persönlich, intim, auch witzig kommt nun das Monument 0.1 auf die Bühne des Tanzquartier. "Valda & Gus" ist das Porträt zweier weltberühmter Tänzer, die nahezu ein ganzes Jahrhundert des Tanzes erlebt haben. Sie sind alt, können aber auf der Bühne immer noch faszinieren.
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Mit seinem Programm „Artist at Resort“ (AAR) begleitet Bert Gstettner Tanz- Performance- und Choreografie-Schaffende bei der Ausarbeitung neuer Projekte und stellt ihnen auch die Ressourcen des Tanz*Hotel Ressorts zur Verfügung. Drei bis fünf Künstler_innen oder Gruppen werden pro Residenzzeitraum ausgewählt und nach intensiver Arbeit ihr Werk zu präsentieren.
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Anfang Dezember wird der Textilkünstlerin Ursi Fürtler im Rahmen eines Festaktes das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik verliehen. Die Laudatio hält der Maler Leander Kaiser. Zahlreihe Künstler_innen sind geladen. Nur der Bundespräsident wird fehlen, weil Österreich zum Zeitpunkt der Verleihung noch keinen haben wird.
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Zwei Tanzstücke fasst die Linzer Ballettchefin Mei Hong Lin unter dem Titel „Die kleine Meerjungfrau“ zusammen. Franz Schrekers für den Tanz geschriebene kurze Komposition „Geburtstag der Infantin“ wird mit Alexander von Zemlinskys symphonischer Dichtung „Die Seejungfrau“ kombiniert. Im Linzer Musiktheater am Volksgarten reagiert das Publikum hellauf begeistert.
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