Einen Kriminalroman kann man Friedrich Anis neuen Roman nicht nennen, auch wenn gleich drei Kommissare und eine Kommissarin auf der Suche nach einem Täter sind. Ani-Fans kennen sie alle, Tabor Süden, Jakob Franck, Polonius Fischer und Fariza Nazri, die einzige, die sich selbst zu Wort meldet und einen Teil der Geschichte erzählt. Doch die Jagd nach Tätern steht nicht im Mittelpunkt des Romans, „All die unbewohnten Zimmer“ fesselt vor allem durch einen tiefen Blick in alte Augen und kaputte Seelen.
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Schon mehr als 100 Jahre tummelt sich der Träumer Peter Pan in den Kinderzimmern und in sämtlichen Formen der darstellenden und bildnerischen Kunst, gefilmt, gezeichnet oder leibhaftig, analog oder digitalisiert. Peter Pan bedarf eigentlich keiner Verjüngungskur, und hat diese doch erlebt: als Ballettstar heuer an der Volksoper. Die multimediale Vorstellung mit einer Choreografie von Vesna Orlic und einer großartigen Musikauswahl ist ein Publikumsmagnet, auch die Vormittagsvorstellung am 17. Juli für Schulen war ausverkauft.
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ImPulsTanz ante portas. Die sich traditionell in Überlänge hinziehende Pressekonferenz im Casino am Schwarzenbergplatz ist überstanden, das Festival beginnt am 11. Juli und ist so dicht und interessant, dass die Zeit zwischen Wiener Festwochen und Wiener ImPulsTanz Festival unbedingt zur Erholung und zum Studium des Angebots genutzt werden muss. Wenn es losgeht auf Tanz- und Theaterbühnen, in Museen, im Kino und vor dem Videoschirm, mit Künstler*innen, die in Wien temporär oder dauerhaft beheimatet sind und vielen Gästen, großen Compagnien und mutigen Solist*innen, kann es mitunter bis nach Mitternacht dauern.
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Als Doppelabend hat die künstlerische Leiterin des Dschungel – Theaterhaus für junges Publikum, Corinne Eckenstein, die letzten Premieren in dieser Saison am 11. Juni gestaltet. Nach „Wann ist morgen?“ und „Die fabelhafte Welt von Klaus“, beide Stücke für Zuschauer*innen ab 6, kann schon vor dem Saisonschluss samt „open Floor“ für Bewegungsmotivierte am 27. Juni gesagt werden: Auch diese dritte Saison der ambtionierten Intendantin des Dschungel war erfolgreich.
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Schnell verrinnt die Zeit. Es ist bereits zehn Jahre her, dass die große Choreografin und Ballettdirektorin Pina Bausch gestorben ist. Mit dem Tanztheater Wuppertal hat sie ein reiches Erbe hinterlassen, das nun von der neuen Intendantin Bettina Wagner-Bergelt wachgehalten und neugestaltet werden muss. Die Dokumentation „Das Erbe der Pina Bausch“ wirft einen Blick auf die Geschichte des einmaligen Tanztheaters und sucht Antworten nach seiner Zukunft.
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Der italienische Regisseur und Bühnenbildner Romeo Castellucci ist ein Phänomen. Er begeistert und empört, ist mitreißend und abstoßend, wird meistens in den Himmel gehoben, aber mitunter auch in die Hölle verdammt. Als häufiger Gast bei den Wiener Festwochen zieht er jedenfalls das Publikum in Scharen an. Heuer mit zwei eher kurzen Vorstellungen in den Gösser Hallen: „La vita nuova“, uraufgeführt 2018 im Musée Kanal – Centre Pompidou in Brüssel und „Le Metope del Partenone“, zum ersten Mal 2016 bei der Wiesbaden Biennale gezeigt. Die Reaktionen waren eher lau, manche hatten die Vorstellungen schon vor dem Ende verlassen.
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MacMillan | McGregor / Ashton“ nennt sich schlicht der britischen Choreografen gewidmete dreiteilige Abend, der auch beim Abonnementpublikum schon bei der Premiere 2017 großen Anklang gefunden hat. Für drei Vorstellungen ist er in der zu Ende gehenden Saison mit zahlreichen Debüts wieder angesetzt.
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Anlässlich seines 20.Jahr-Jubiläums hat der Ballettclub Staatsoper & Volksoper diesmal zwei Förderpreise verliehen: an den Franzosen Tristan Ridel und den Ungarn Zsolt Török, beide seit 2012 im Corps de ballet des Wiener Staatsballetts. Zur feierlichen Übergabe (Urkunde, Blumen und ein Geldpreis) hat, nahezu schon traditionell, Sonja Wimmer, Hausherrin des Hotels The Harmonie Vienna, eingeladen.
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Diskussionen und Mahlzeiten. Ein typisch französischer Film also, den Olivier Assayas da serviert, und doch wieder gar nicht. Sein Thema ist der Wandel der Welt, vor allem der Wechsel von einer analogen in eine digitale. Die Frage ist nicht nur, wie ist dieser Wandel zu verkraften, sondern auch, wie bringen die Protagonist*innen ihr privates Leben mit der vor sich hergetragenen Moral in Einklang. Die Antwort: eher nicht.
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Eingeladen von den Wiener Festwochen hat Anne Teresa De Keersmaeker mit ihrer Formation Rosas J. S. Bachs „Sechs Brandenburgischen Konzerte“ im Theater an der Wien gezeigt.
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