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Der Dschungel Wien erwacht zu neuem Leben

Die Pause ist beendet, der Vorhang geht wieder hoch und im Dschungel Wien belebt sich die Szene. Schon am Freitag, 26. Juni, geht es los: In einem Showing von „Medeas Töchter* gehen offline“ (13+) werden fünf systemrelevante Performances als Abschluss des Projekts um Magdalena Chowaniec, Asli Kislal, Corinne Eckenstein, Tunay Önder, Esra Özmen und der Slampoetin Yasmo gezeigt. Anfang Juli öffnet sich der Vorhang für alle jungen und jung gebliebenen Besucher*innen, wenn vom 3. bis 5. Juli die Tänzerin Maartje Pasman eine kunterbunte Welt entdeckt: „Farbenreich“ (3+).

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Abschiedsvorstellung der Wiener Ballettcompagnie.

Das Programm dieser Abschiedsvorstellung ist reichhaltig und beginnt am 25. Juni 2020 bereits um 14 Uhr auf www.staasoperlive.com. In dem eigens zu diesem Anlass produzierten Programm sind unter anderem Ausschnitte aus Ballettklassikern wie Dornröschen, Giselle und Don Quixote, aus zeitgenössischen Choreographien wie Peter Pan, Peer Gynt, Movements to Stravinsky und Manuel Legris’ Kreationen für das Wiener Staatsballett Le Corsaire und Sylvia zu sehen.

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Kent Haruf: „Kostbare Tage“, Roman

Allmählich ist das halbe Dutzend Romane aus der fiktiven Kleinstadt Holt in Colorado, das der 2014 verstorbene amerikanische Schriftsteller Kent Haruf hinterlassen hat, auch in der deutschen Übersetzung voll. Sein letztes Buch, die Liebesgeschichte „Unsere Seelen bei Nacht“, ist als erstes für den Diogenes Verlag übersetzt worden und hat deutschsprachige Leser*innen sofort begeistert. Nun ist, nach „Lied der Weite“ („Plainsong“, 1999) und „Abendrot“ („Eventide“, 2004) auch die vorletzte Geschichte, „Benediction, 3013“ unter dem Titel „Kostbare Tage“ auf Deutsch erschienen. Haruf erzählt vom alten Dad Lewis, der weiß, dass er an Krebs sterben wird. Die Bewohner*innen von Holt und seine Frau Mary lassen ihn nicht allein.

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Guillaume Musso: „Ein Wort, um dich zu retten“

Der fleißige Autor Guillaume Musso gehört zu den beliebtesten Autoren Frankreichs. Zwar haben ihn die Literaturkritiker*innen bisher ignoriert - zu leicht verdaulich, zu wenig stilistisch ausgefeilt, doch die Leserinnen ficht das nicht an. Mit seinem jüngsten, mit Krimi-Effekten garnierten Roman, scheint sich nun das Blatt zu wenden. Die Großkritiker haben Guillaume Musso zur Kenntnis genommen, wenn auch nicht mit tönendem Applaus. „Ein Wort, um dich zu retten“ – der deutsche Titel ergibt wieder mal keinen Sinn, im Original heißt der Roman „La Vie secrète des écrivains“, also „Das geheime Leben der Schriftsteller“ – ist nicht unbedingt Pulitzer Preis verdächtig, doch um eine Bahnfahrt von Wien nach Bregenz zu verkürzen, recht brauchbar. Danach kann man den Roman großzügig der Sitznachbarin für die Rückfahrt spendieren.

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Franz Hohler: „Fahrplanmäßiger Aufenthalt“

Den Schweizer Autor Franz Hohler zu preisen, ist schwierig. Es ist bereits alles gesagt über den Poeten und Humanisten. Auch wenn der Preisregen überwiegend in seiner Heimat auf ihn herunterprasselt, so ist Hohler auch in den Nachbarländern kein Unbekannter. „Fahrplanmäßiger Aufenthalt“, eine Sammlung von Kurzprosa, Erdachtes und Erlebtes, findet den besten Platz neben dem Bett. Vor dem Einschlafen eine der kurzen Erinnerungen, Beobachtungen oder Kopfgeburten zu genießen regt zum Schmunzeln oder auch zum Nachdenken an, schlaflos machen Hohlers Texte jedoch nicht.

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Hideo Yokoyama: „50“, Polizeiroman

Japanische Kriminalromane sind anders, und Hideo Yokoyamas Bücher sind noch einmal ganz anders. Mit seinem Roman „64“ hat er weltweit Millionen Leser*innen begeistert, indem er minutiös über die Polizeiarbeit erzählt. Unter dem Titel „50“ ist jetzt sein erster Kriminalroman auf Deutsch erschienen. Und wieder geht es um die Arbeit der Polizei, um Hierarchien und Konkurrenz, um Vertuschung und Korruption, um Manipulation und den Kampf zwischen Polizei und Presse. Mehr ein Sittenbild der japanischen Gesellschaft als ein Kriminalroman und dennoch überaus spannend.

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Das Wiener Staatsballett 2020 / 21

Zusammen mit meinem Team und meinen Tänzerinnen und Tänzern möchte ich das Wiener Staatsballett zu einem Zentrum der Tanzkunst in Österreich und Europa ausbauen und ein Ensemble formen, das auch die Traditionen, Wandlungen und Innovationen der lebendigen Metropole, Kunst- und Musikstadt Wien spiegelt und befruchtet.“ Martin Schläpfers bereits mehrfach wiederholtes Mission Statement zur Einleitung. Damit sich die Ballettgemeinde nicht benachteiligt fühlt, haben die Mitarbeiterinnen im Pressebüro das am 15. Mai aktualisierte Programm für die neue Saison unter dem neuen Direktor noch einmal veröffentlicht.

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Höhenflug: Programmbuch 2020/21, Ballett & Oper

28 cm hoch, 20 cm breit, 544 Gramm schwer, in goldenen Buchstaben steht geschrieben. „Wiener Staatsoper Spielzeit 2020/21“. Auf dem Umschlag fliegt ein rothaariges Mädchen im hellblauen Kleidchen über die Sommerwiese dem Horizont entgegen. Ein Höhenflug, etwas unhandlich vielleicht, aber reichlich bebildert mit Werken aus allen Genres der bildnerischen Kunst. Wie bescheiden wirken dagegen die Programmbücher der vergangenen 10 Saisonen. Die Gedanken sind frei.

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Dennis Lehane: „Gone Baby Gone“, Thriller

Gone Baby Gone“, erstmals auf Englisch 1998 veröffentlicht und 2000 übersetzt, ist ein Kultbuch und auch, seit 2007,  ein Kultfilm. Dem Diogenes Verlag ist es zu verdanken, dass die Romane der Kenzie & Gennaro-Reihe Lehanes nun sukzessive von Peter Torberg neu übersetzt worden sind und dadurch sowohl an Spannung wie an Ausdruckskraft gewonnen haben.

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