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Maguy Marin: „Umwelt“, ImPulsTanz

Bilder der Auflösung. Die Grande Dame der französischen Choreografie, Maguy Marin, kennt keine Kompromisse, läuft nicht dem Publikum nach, folgt keinem Trend, sondern sagt, spröde und rau, was sie zu sagen hat, zeigt, wie es um die Welt steht: „Umwelt“, ein Tanztheater, das sie 2004 mit 53 geschaffen hat, und von Jahr zu Jahr aktueller wird. In einer Neuproduktion hat „Umwelt“ im ImPulsTanz Festival am 22. Juli im Volkstheater Premiere gehabt.

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Alias Cie / Guilherme Botelho: ImPulsTanz

Mit zwei Stücken war Choreograf Guilherme Botelho mit seiner Compagnie Alias im Rahmen des ImPulsTanz Festivals im Akademietheater zu Gast. Botelho hat bereits 2011 mIt seiner Schweizer Compagnie und „Sideways Rain“ das Publikum im Tanzquartier verblüfft. Zusätzlich war diesmal auch das 2018 entstandene Pendant „Normal“ zu sehen. Das Publikum hat leicht verwirrt gewirkt, sich aber schließlich zu lautem Jubel entschlossen.

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Lisbeth Gruwez: Piano Works Debussy, ImPulsTanz

Eine Tänzerin, eine Pianistin, die auf einem historischen Bösendorfer-Flügel die Tasten anschlägt: „Piano Works Debussy“ wird von Lisbeth Gruwez und Claire Chevallier auf die Bühne des MuTh gezaubert. Premiere war im Rahmen von ImPulsTanz am 21. Juli.

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Meg Stuart / Damaged Goods: „Cascade“, ImPulsTanz

Immer wieder verschoben, ist „Cascade“, die jüngste Choreografie von Meg Stuart endlich als Uraufführung im Rahmen des ImPulsTanz Festivals zu sehen. Ein fulminantes Stück zur Zeit, über die Zeit, über Unsicherheit, Offenheit und Solidarität. Ein perfektes Zusammenspiel der bewegten Körper mit der Musik von Brendan Dougherty und dem Bühnen- und Lichtdesign von Philippe Quesne. Erwartungsgemäß ist die Uraufführung im Volkstheater am 17. Juli lautstark bejubelt worden.

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Eszter Salamon: MONUMENT 0.6: HETEROCHRONIE

Mit ihren Monumenten will die Tänzerin und Choreografin Eszter Salamon eine Verbindung zwischen der Geschichte und dem Tanz herstellen, schließlich ist auch Tanz, ob auf der Bühne oder im Ballsaal, ein Teil der Geschichte. Im Monument 0.6 gedenkt Salamon mit ihrem Team der Mumien von Palermo, die im Kapuzinerkloster von Palermo im 16. Jahrhundert überraschend gefunden worden sind. Mit acht Tänzer:innen hat sie dieses, noch vor Corona entstandene Monument, bei den Festwochen gezeigt.

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Tabea Martin: „Forever“, Gastspiel im Dschungel

Die letzte Vorstellung der Saison im Dschungel geriet zum Fest. Ohne Maskenzwang durfte das ausverkaufte, großartige Gastspiel aus der Schweiz genossen werden. Tabea Martin hat die Coreografie „Forever“ gezeigt, dabei wird mit dem Tod und um ihn herum das Leben getanzt. Mit anhaltendem Jubel wurde der Vorstellung Lob gespendet. Lob und Applaus hat auch die künstlerische Leiterin des Dschungel, Corinne Eckenstein, samt ihrem Team für unermüdliche Arbeit und Energie erhalten.

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Patrick Modiano: „Unsichtbare Tinte“, Roman

Der französische Schriftsteller Patrick Modiano begibt sich wieder in den Palast der Erinnerungen, nimmt die Leserin an der Hand und führt sie durch Paris. Denn die Stadt an der Seine mit ihren Straßen und Gassen, Parks und Cafés ist nahezu immer Zentrum seiner Romane. Auch im jüngsten mit dem Titel „Unsichtbare Tinte“ ist es ein junger Mann, wieder einmal heißt er Jean, der versucht, seine flüchtigen Erinnerungen einzufangen, die um eine verschwundene Frau kreisen.

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Alex Franz Zehetbauer: „Brunnentroll“

Die Wellen machen die Musik. Der Troll im grünen Gewand ist mehr ein Frosch, der im Brunnen planscht, gurgelt und blubbert. Im Rahmen von Kunst im öffentlichen Raum (KÖR) bespielt der Performer und Soundchoreograf Alex Franz Zehetbauer, unterstützt vom Musiker Christian Schröder, rund um das Juniende sechs Brunnen in Wien. Das Wasser ist Inspirationsquelle, Objekt, Material und Bühne.

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Spitzwegerich: Pick mich auf!, Low-Tech-Spektakel

Punkt. Doch ncht das Ende, sondern erst der Anfang. Sollen wir, auf diesen endlich gekommen, auf dem Punkt sitzen bleiben oder den Standpunkt wechseln, mit dem Rufzeichen den Planeten verlassen und auf dem geflügelten Pegasus über den Himmel ins All galoppieren? Fragen, die auftauchen, wenn das Kollektiv Spitzwegerich seine jüngste Produktion, „Pick mich auf!“, als „Low-Tech-Spektakel“ im Werk X am Petersplatz zeigt. Premiere war am 23.6.2021.

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Marlene Monteiro Freitas: „Pierrot Lunaire“

Es dröhnt die Ventilation, oder ist das schon Musik? Der Pianist im Klangforum Wien, dem tragenden Element der Aufführung von Arnold Schönbergs „Pierrot lunaire“ bei den Wiener Festwochen, bringt seinen ersten Lazzo an, animiert eine Zuseherin, auf der dem Klavier entwendete Tastenleiste zu klimpern, um ihr voll Abscheu auf die Finger zu klopfen. Die ersten Lacher sind sicher in Marlene Monteiro Freitas Variation von Arnold Schönbergs Melodram „Pierrot lunaire“, atonal, garniert mit Sprechgesang, aber noch nicht mit der Zwölftonreihe komponiert. Was einst, 1912, eine skandalträchtige surreale Träumerei war, ist nun ein Heidenspaß.
Soll sein. Das Publikum lechzt nach Unterhaltung.

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