Igor Strawinsky, dirigiert von Pierre Boulez, und Pina Bausch bringen das Festspielhaus Sankt Pölten zum Beben. Musik und Tanz vereinen sich zu einem einmaligen Ereignis, das auch das Blut der Zuchauer:innen zum Kochen bringt. Getanzt wird „Le Sacre du Printemps“ in der Choreografie von Pina Bausch von einem afrikanischen Ensemble. Ein Kulturaustausch der ganz besonderen Art.
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Benjamin Brittens letzte Oper handelt von unterdrückten Gefühlen, vom Zwiespalt eines Menschen, der sich zwischen Kunst und Leben entscheiden muss, und vor allem vom Tod. Thomas Mann hat die Novelle „Der Tod in Venedig“ geschrieben, die von der Sehnsucht und dem Tod des erfundenen Dichters Gustav von Aschenbach handelt. Benjamin Britten hat das Libretto von Mylanwy Piper, der sich brav an Mann hält, vertont. Die Neue Oper Wien unter Walter Kobéra hat sie in einer Inszenierung von Christoph Zauner auf die Bühne gebracht. Am 7. Oktober war Premiere im Museumsquartier.
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Mit dem vierten, abschließenden Teil ihrer Tetralogie über die vier Jahreszeiten macht es die schottische Autorin Ali Smith leicht, den Sommer zurück zu holen. Begonnen hat sie im Herbst und ist, nach Winter und Frühling, 2020 im „Sommer“ angelangt. Auch wenn dieser mitten in der Pandemie einer des Missvergnügens war, weiß Ali Smith die Leser:innen zu trösten.
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Die für ihre leicht lesbaren Biografien bekannte Autorin Michaela Karl beleuchtet die Tänzerin Isadora Duncan (1877–1927), die zurzeit, da auch in den großen Ballettcompagnien der Spitzentanz immer weiter in den Hintergrund rückt, wieder in aller Munde ist. Michaela Karl schreibt nicht nur eine Hymne auf die Leistungen Duncans als Wegbereiterin des modernen Tanzes, sondern erzählt auch vom Leben Isadoras, das von mancherlei Katastrophen und Hindernissen geprägt war. „Lasst und tanzen und Champagner trinken trotz alledem!“, soll Isadora einmal gesagt haben, dieses Ondit wird zum ein wenig reißerischen Buchtitel. Doch alle Künstlerinnen-Biografien von Michaela Karl tragen ein Zitat der Hauptperson als Titel.
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Im Graben das Orchester, auf einer Rampe vor dem Bühnenportal und in den ersten Logen der Chor, die Sopranistin und der Bariton. Das ergibt einen herrlichen Raumklang, und wenn Dirigent Christoph Altstaedt den Stock hebt, könnte man beglückt die Augen schließen und der Musik von Johannes Brahms lauschen. Könnte man, müsste man nicht auch auf die Bühne schauen. Dort nämlich spielt sich das Ereignis ab, das 2011 entstandene Tanzstück als Wiener Premiere in der Volksoper; „Ein deutsches Requiem“, Choreografie Martin Schläpfer. Die Stimme des Direktors wünscht „Gute Unterhaltung!“
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Aus der Dunkelheit kriecht ein Wesen, nur die Kupferplatte, die es als Panzer trägt, leuchtet, knistert und knallt bei jeder Bewegung. Die am Boden robbende Person bleibt nicht allein, eine zweite löst sich aus dem Höhlenhintergrund, und bald entsteht eine Beziehungen zwischen Frau und Mann.
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Mit Angelin Preljocajs Version des weltberühmten klassischen Balletts „Schwanensee“ hat das Festspielhaus Sankt Pölten am 25. September die neue Spielzeit, eine Jubiläumssaison, eröffnet. Im März 2022 wird das von Architekt Klaus Kader erbaute Theater 25 Jahre alt. Eva Schlegel, die am 1. März 1997 bei der Eröffnung des Hauses den von ihr gestalteten Eisernen Vorhang präsentierte, gratuliert dem Festspielhaus auch zum Geburtstag mit einem neuen Werk. Im Foyer ist ihre raumgreifende Spiegelinstallation zu sehen.
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Der dreiteilige Ballettabend mit Choreografien von George Balanchine, Alexei Ratmansky und Martin Schläpfer wird durch die Kompositionen der russischen Komponisten, Igor Strawinsky, Modest Mussorgsky und Dimitri Schostakowitsch, zusammengehalten. Premiere dieses abwechslungsreichen Ballettabends war am 26. Juni 2021. Die letzte Aufführung in dieser Saison ist am 30. Oktober 2021.
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Ein eine junge Frau als Solistin und sechs junge Männer in der Gruppe haben am 24. September die Saison im Dschungel Theaterhaus für Kinder und Heranwachsende eröffnet. Ein fulminanter Eröffnungsabend mit zwei Produktionen, direkt und authentisch. Shahrzad Nazarpour zeigt ihre Performance „Hijab offline“; Corinne Eckenstein hat das Tanzstück „Kalaschnikow – Mon Amour“ mit sechs jungen Flüchtlingen erarbeitet. Beide Vorstellungen werden im Gedächtnis bleiben und werden nicht nach vier Abenden im Archiv versinken. Im März gibt es eine Wiederholung der eindrucksvollen Stücke.
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Eine Wundertüte öffnet sich im Kasino am Schwarzenbergplatz. Die israelische Choreografin / Regisseurin präsentiert das Gruppenstück „(Ob)Sessions“, eine bunte Revue aus Tänzerinnen, Artisten und Schauspieler:innen, die in einem üppigen Bühnenbild über alles Mögliche, Leben und Tod, Möse und Penis plappern und wenig sagen. Die mit dem üblichen Premierenapplaus lautstark bedachte Aufführung an am 22. September stattgefunden.
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