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Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit …

Nicht einer, sondern zwei Prinzen, haben sich durch die Dornenhecke gekämpft, die den Österreichischen Tanzrat viele Jahre umgeben hat, um die Organisation wachzuküssen. Der langjährige Ballettchef der Bühne Baden, Michael Kropf und der Tanzpädagoge und Leiter des Europaballetts St. Pölten, Michael Fichtenbaum, haben sich als Präsident und Vizepräsident vorgenommen, dem Tanzrat (ÖTR) neues Leben einzuhauchen.

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Schein oder Sein, das ist hier die Frage

Manifestations – ein Substantiv, das vielerlei Deutungen zulässt. Für die Choreografin Marta Navaridas bedeutet der aus dem Lateinischen hergeleitete Begriff Sichtbarmachen. Was da in der körperbetonten Performance gezeigt wird, sind erlebte Gefühle und verbal geäußerte Reaktionen aus dem Vorbereitungsprozess. Nach der Premiere von Manifestations am 2. Februar im Tanzquartier hat sich das Publikum durchaus amüsiert gezeigt.

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Mythen & Menschen im Haus der Erinnerungen

Memoryhouse, Haus der Erinnerungen, nennt der Choreograf Maciej Kuźmiński das Tanzstück, das er mit dem Ensemble Tanz Linz zurzeit einstudiert. Begleitet wird die Aufführung mit Musik von Max Richter, John Luther Adams, Philip Glass, Luigi Nono, Frédéric Chopin und anderen. Das Sounddesign hat Hodei Iriarte Kaperotxipi kreiert. Am 9. Februar hat Memoryhouse Premiere, ausnahmsweise nicht im Musiktheater, sondern im geschichtsträchtigen Schauspielhausan der Promenade.

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Ziellos kreisend auf dem schwankenden Planeten

Der Choreograf Jefta van Dinther beschäftigt sich in all seinen Werken mit der Conditio humana, den Bedingungen der menschlichen Existenz. In seiner jüngsten Choreografie, Remachine, geht es um die Beziehung zwischen Mensch und Technik, analoge und digitale. Das Thema liegt in der Luft. Sind wir autonome Wesen, die frei sind, Entscheidungen zu treffen oder sind wir nur Rädchen in dem von uns geschaffenen System? Auch die österreichische Tänzerin Sara Lanner hat sich in ihrer Choreografie Weaving Structuresmit dem Pendeln der Menschen zwischen Autonomie und Abhängigkeit auseinandergesetzt. Remachine war an zwei Abenden im Tanzquartier zu sehen.

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Von außen nach innen. Ein Tanz um den Unterbau.

Weaving Infrastructuresnennt die bildende Künstlerin und Tänzerin Sara Lanner ihre Choreografie, die sie mit zwei Kolleginnen, Andrea Gunnlaugsdóttir und Hyeji Nam, im brut gezeigt hat. Infrastruktur, der Unterbau, ist das, was wir zum guten Leben an materiellen und nicht-materiellen Systemen, Objekten und Leistungen brauchen, um ein gutes Leben zu führen. Ist die Infrastruktur dünn oder fast nicht vorhanden, ist das Leben schwierig bis kaum möglich. Mit Tanz, Text und Musik fragen die drei Künstlerinnen, wie abhängig uns vor allem die stetig wachsende technische und digitale Infrastruktur macht.

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Dunkelheit und Stille, beschützend oder bedrohlich

Eine Art von Höhlengleichnis zeigt Georg Blaschke, Tänzer und Choreograf, gemeinsam mit dem bildenden Künstler, Bühnenarchitekten, Filmemacher Daniel Zimmermann im brut. Die Black Box, das schwarzen Loch, die Enge in einer Höhle, in die Forscher:innen kriechen, haben die beiden Künstler zur Performance black inspiriert. Die Uraufführung der dunklen und stillen Choreografie war am 11.1. im brut nordwest.

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Ein Neujahrsprojekt: Die Leseliste abarbeiten

Das Neueste vom Neuen auf der Leseliste erscheint gemeinhin erst Mitte Februar des neuen Jahres. Also ist noch Zeit, alte Schulde n aufzuarbeiten, den Berg an gelesenen, aber nicht besprochenen Büchern abzutragen. Kurz nur soll auf manche Titel hingewiesen werden und noch kürzer wird über manche der Daumen gesenkt. In ungeordneter Reihenfolge, wie sie auf dem Schreibtisch gestapelt sind, nehme ich mir die Bücher vor, die noch 2023 erschienen sind, doch deshalb noch lange keinen Schimmel angesetzt haben.

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Ballett: Die neuen Schwäne haben nackte Beine

Ein Traum ganz in Weiß: weißes Tutu, weiße Schleier, weiße Federn, Flügel, Lilien, alles weiß, weiß auch die Schuhe und die Strümpfe. Muss das so sein? Im Ballett Schwanensee? In Giselle oder Die Bajadere? War immer so! Nur so wollen es alle sehen. Alle? Farbige Tänzerinnen fühlen sich nicht wohl. Choreografin Karen Kain zeigt, dass es auch anders geht, ganz anders. Die Dokumentation Swan Song erzählt von dem Abenteuer. als die Schwäne ohne Strümpfe getanzt haben.

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Drei Meister, drei Werke, fast drei Stunden

Eine Ballettpremiere mit Choreografien von Hans van Manen, William Forsythe und George Balanchine. Hans van Manen hat Concertantezur Musik von Frank Martin 1994 für das Nederlands Dans Theater II geschaffen; William Forsythes Tanzstück In the Middle, Somewhat Elevated ist 1987 im Auftrag Rudolf Nurejews für die Pariser Ballettcompagnie entstanden; George Balanchines Brahms-Schönberg Quartet hat 1966 mit dem NYCB seine Uraufführung erlebt. Die Wiener Premiere dieser drei Ballette, unter dem Titel Shifting Symmetries im Programm, hat am 23. Dezember in der Staatsoper stattgefunden.

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Arachne, die Spinnerin und das www

Der Verein zur Rettung der Dinge mit Peter Ketturkat und Karin Bayerle ist wieder im Dschungel Wien zu Gast und lädt zu einem Tauchgang in die griechische Mythologie ein. Von Arachne, der Weberin, wird erzählt, die Athene verärgert, und vom Hirten Paris, der den Göttinnen den Schönheitspreis verweigert, den goldenen Apfel Helena zuschupft und damit den Trojanischen Krieg auslöst. Arachneoder vom Anfang des World Wide Webist für Kinder ab 10 ebenso geeignet wie für Erwachsene.

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