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Alfons Schilling: "Beyond Photography"

Noch bis zum 14. Mai ist im Fotomuseum WestLicht die eindrucksvolle Überblicksausstellung der fotografischen Arbeit des Schweiz Künstlers und Wahlwieners Alfons Schilling zu sehen. Schillings Werk ist nirgends einzuordnen, mit seiner rebellischen Neugier sprengte er die Grenzen aller Gattungen und Strömungen. Als Student an der Akademie für angewandte Kunst gehörte er Ende der Fünfzigerjahre mit Günter Brus zu den Wegbereitern des Wiener Aktionismus, ging jedoch dann eigene Wege.

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Yewande Omotoso: „Die Frau nebenan“

Die südafrikanische Autorin Yewande Omotoso erzählt in ihrem Roman „Die Frau nebenan“ von zwei alte Frauen in Johannesburg, die einander nicht leiden können. Auch wenn ihre Häuser neben einander stehen, stehen sie selbst nicht auf derselben gesellschaftlichen Stufe. Die weiße Innenarchitektin Marion Agostino verachtet die dunkelhäutige Nachbarin Hortensia James, eine überaus erfolgreiche gut betuchte Textil-Designerin. Hortensia, Witwe wie Marion, sieht keinen Grund, sich an die eingebildete Tussi anzubiedern, lieber sticht sie mit ihrer spitzen Zunge gezielt zu.

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Wiener Symphoniker: J. S. Bachs Johannespassion

Die Wiener Symphoniker setzten ein verfrüht österliches Zeichen und spielten unter der Leitung von Philip Jordan die frühere der beiden vollständig erhaltenen Passionen von Johann Sebastian Bach, die Johannespassion. Dabei wurden sie von der Wiener Singakademie und einem hochkarätigen Solistenensemble unterstützt. Um sich dem Originalklang anzunähern, wurde zudem eine kleine Gruppe von Musikern mit Barockinstrumenten eingesetzt, was noch vor zwanzig Jahren für ein klassisches Sinfonieorchester undenkbar gewesen wäre. Bei aller „Political Correctness“ in Sachen historisch informierter Aufführungspraxis bleibt die Sinnhaftigkeit dieses Experiments doch zweifelhaft.

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MAK: Bucheinbände der Wiener Werkstätte

Dem Gedanken des Gesamtkunstwerkes verpflichtet, beschäftigten sich zahlreiche Entwerfer und Handwerker der Wiener Werkstätte (WW) auch mit der künstlerischen Gestaltung von Büchern. Das MAK widmet diesem Aspekt erstmals eine eigene Ausstellung und zeigt unter dem Titel Bucheinbände der Wiener Werkstätte einen Überblick über die facettenreichen Einbandentwürfe. Circa 70 Bücher aus den Privatsammlungen von Ernst Ploil, Gastkurator der Ausstellung, und Richard Grubman werden um 40 originale Entwurfszeichnungen, rund 500 Lederstempel und ausgewählte Bucheinbände aus der MAK-Sammlung ergänzt.

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Wien und sein Staatsballett haben eine neue Tatjana

Crankos „Onegin“ kann man nicht oft genug sehen. Aktuell erfreute Eno Peçi als "L'homme blasé, der schon allein durch seine weit ausgreifenden Arme die ständig abwehrende Distanz zur Umwelt ausdrückt. Oder Natascha Mair als Olga. Ein süßes Mädel, sogar wienerisch im Ausdruck. Denys Cherevychko als Lenski, ist ein „Prince charming“, der alle Schwierigkeiten weglächelt, bis ihn der nahende Tod zu Boden drückt. Um die Spannung zu erhöhen: Das Allerneueste zuletzt: Maria Yakovleva, Erste Solotänzerin als Tatjana. Rührend, beeindruckend, hinreißend; ein Feuerwerk an Emotionen entzündend im finalen Pas de deux zwischen Tatjana und Onegin. Ein weiterer Stern im reichen Repertoire von Solo- und Titelrollen Yakovlevas.

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Saskia Hölbling/Dans.Kias: „corps suspendus”

Saskia Hölbling spannt ihre Netze zwischen den Säulen des Semper Depots. Vier Tänzer_innen sollen sich darin verfangen, einander begegnen oder auch behindern. „corps suspendus“ nennt sie ihr neues Stück mit Musik von Wolfgang Mitterer. Anna Hain, Leonie Wahl, Ardan Hussain und Jan Jakubal klettern, kämpfen, ruhen im Netzwerk. Gudrun Lenk-Wane hat die Netze als Bühnenbild entworfen.

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Marco Balzano: „Das Leben wartet nicht“, Roman

Mit neun Jahren wird Ninetto Giacalcone aus der kleinen szilianischen Stadt San Cono nach Mailand geschickt, um Geld zu verdienen. In San Cono wandern alle Jungen aus, die Stadt ist zu arm, Arbeit gibt es kaum. Nineto ist spindeldürr, deshalb wird er in der Schule „Pelleossa“  / "Haut und Knochen" gerufen. Der Spitzname bleibt ihm.

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Studiobühne Walfischgasse: Verdi in Wien

Nach ihrer Liebe zu Gioachino Rossini hatten die Wiener in der Mitte des 19. Jahrhunderts den jungen Giuseppe Verdi entdeckt. „Nabucco“ dirigierte er 1843 sogar selbst im Kärntnertortheater, doch „Va pensiero“ wurde hier gar kein Hit wie in Italien. Dieses und einiges mehr erfuhr man bei einer Veranstaltung der Wiener Staatsoper in der Studiobühne Walfischgasse, wo Dramaturg Andreas Lang über „Verdi und Wien“ erzählte.

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John Neumeier: „Le Pavillon d’Armide“ / „Le Sacre“

Wo anfangen, wo enden, um diesen wunderbaren Neumeier-Abend mit „Les Pavillon d’Armide“ und „Le Sacre“ zu beschreiben. Mit den großartigen, ausdrucksstarken Solist_innen (Roman Lazik, Mihail Sosnovschi, Nina Poláková oder Rebecca Horner), oder mit John Neumeier selbst, der aus dem staubbedeckten Ballet d’Action zur Musik Nikolai Tscherepnins über die hocherotische Geschichte der zauberhaften Armida deren Porträt lebendig wird und einen Jüngling verführt, ein bestrickendes Ballett zwischen Traum und Wirklichkeit geschaffen hat? Oder mit dem Dirigenten, Michael Boder, der das Staatsopernorchester zu Höchstleistungen angetrieben hat, im „Pavillon“, ganz dem Diktat der Tänzer_innen gehorchend und in „Le Sacre“ den Tänzer_innen sein eigenes Tempo aufzwingend? Zusammengefasst: Dieser Premierenabend war ein Erlebnis, an dessen fulminanten Finale (Horner) ich, verzaubert und erschöpft, in den frenetischen Jubel des Publikums eingestimmt habe.

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Rebecca Horner zur Solotänzerin ernannt 

Nach der vom Publikum gefeierten Premiere von John Neumeiers Le Pavillon d’Armide | Le Sacre an der Wiener Staatsoper am  19. Februar 2017 hat Ballettdirektor Manuel Legris Rebecca Horner zur Solotänzerin des Wiener Staatsballetts ernannt. Die aus Wien stammende Tänzerin wurde als Solistin in Le Sacre bejubelt – sie wird auch in den weiteren Vorstellungen des zweiteiligen Abends  in Le Sacre tanzen.  

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