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Navaridas & Deutinger: “…be a better person”

Marta Navaridas, meist im Duett mit Alex Deutinger oder als Mitglied der Gruppe The Loose Collective auf der Bühne zu sehen, unterhält im Tanzquartier zum Saisonabschluss als Solistin. „I would be a better person“ ist der Titel der Performance, in der Navaridas das Publikum in ihre Wohnung einlädt und nicht nur mir Wörtern von einer Person erzählt. Bald weiß ich nicht mehr, bin ich im Tanzquartier Studio oder im Grazer Wohnzimmer, sehe ich Marta Navaridas oder ihren Avatar?

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Eno Peçi: Keine Tanzmaschine, doch ein Choreograf

Ein Tänzer und Choreograf mit Profil. Welche Rolle auch immer Eno Peçi auf der Bühne tanzt, er gibt ihr ein neues Profil. Nach dem stolzen Torero Espada in der Erfolgsserie von „Don Quixote“ in der Staatsoper und dem leicht verrückten doch hochverdächtigen TV-Choreografen in der Volksopernaufführung von „Le Concours“ ist er der Ehemann, der ein Auge auf die hübsche Ballerina geworfen hat. In der dreiteiligen „Hommage an Jerome Robbins“ tanzt und spielt Peçi in „The Concert“ wieder einmal einen pointierten Charakter.

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Eno Peçi lässt den letzten Zaren Walzer tanzen

Am 5. Julikommt der Tsar aller Reussen in die Schweiz. Mit dem gesamten Hofstaat und der Familie reist er an, der bärtige Rasputin darf auch mitkommen. Er wird den großen Ball im Theaterturm auf dem Julierpass eröffnen. Die Choreografie stammt von Eno Peçi, Solotänzer des Wiener Staatsballetts. Mit seiner Ball-Choreografie wird das alljährliche Tanz- und Theaterfestival in Riom eröffnet, zu dem auch nahezu das gesamte Wiener Staatsballett angereist ist.

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Martin Schläpfer wird neuer Ballettdirektor

Martin Schläpfer, derzeit künstlerischer Direktor und Chefchoreograph des Balletts der Deutschen Oper am Rhein, wird ab 1. September 2020 – mit Beginn der Direktionszeit von Bogdan Roščić an der Wiener Staatsoper – neuer Direktor und Chefchoreograph des Wiener Staatsballetts und seiner Ballettakademie. Das gaben heute Robert Meyer, Direktor der Volksoper Wien, und Bogdan Roščić bekannt.

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Ali Smith: „Die ganze Geschichte“, Erzählungen

Von Ali Smith kann ich nicht genug bekommen. Ihre Geschichten sind aufregend und verwirrend, absurd und poetisch und oft mit einer kräftigen Prise Humor gewürzt. Zwölf davon, von der Autorin für die Originalausgabe 2003 selbst ausgewählt, sind als Taschenbuch erschienen. Wenn der Band ins Wasser fällt oder mit Sand paniert wird, macht das nichts. Nur liegen lassen sollte man diese ohne großen Aufwand einher kommenden kleinen Kostbarkeiten nicht. Da könnte man sie nicht mehr zum Wiederlesen hervorholen.

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Alexander Gottfarb: Negotiations / Verhandlungen

Halbzeit für die Produktion des Choreografen und Tänzers Alexander Gottfarb, die seit 27. Jänner 2018 während der üblichen Geschäftszeiten hinter den großen Fenstern eines aufgelassenen Geschäftslokals in der Wiener Neustiftgasse stattfindet. In „Negotiations“ tanzen Tänzerinnen und Tänzer ohne Unterlass, die Türen stehen (zumindest jetzt, im Sommer) offen, man kann kommen und bleiben, so lange man will. Man darf gehen und wiederkommen, wann man will. Ein faszinierendes Unterfangen.

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Superamas: „Chekhov Fast & Furious“, Festwochen

Das französisch / österreichische Kollektiv Superamas hat das bei den Wiener Festwochen im Museumsquartier uraufgeführte Stück „Chekhov Fast & Furious“ mit jungen Menschen aus Wien, Amiens und Maubeuge (Frankreich) und Reykjavik erarbeitet. Chekhov (Tschechov) und sein Drama „Onkel Wanja“ dienen dabei nur als Vehikel, um über das Theater und das persönliche Befinden zu plaudern. Ein Palaver mit Bewegung, von jungen Beteiligten für junge Zuschauer*innen gestaltet. Der passende Ort der Aufführung wäre der Dschungel Wien, Theaterhaus für Kinder und Jugendliche, gewesen. Ich fand mich im Museumsquartier deplatziert.

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Ballettclub Förderpreis 2018 für Elena Bottaro

Elena Bottaro, Halbsolistin des Wiener Staatsaballetts, erhielt heuer den alljährlich vom Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper gestifteten Förderpreis für junge Tänzer*innen. Ballettchef Manuel Legris lobte die junge sensible Tänzerin und meinte, sie hätte sein Herz berührt. Lange vortanzen musste die Absolventin der Scuola di Ballo del Teatro alla Scala nicht, Legris engagierte sie vom Fleck weg. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Adele Fiocchi und Sveva Gargiulo (ebenfalls in Mailand ausgebildet) wurde Bottaro 2017 zur Halbsolistin ernannt.

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Ballettakademie: Gala mit Zauberlehrling

Der volle Titel der Aufführung der Ballettakademie der Wiener Staatsoper, „Der Zauberlehrling und seine Freunde“ ist leicht irreführend. Denn diese „Freunde“ sind viele kleine Nummern, die gemeinsam einen Galaabend der Studierenden ergeben. Das kleine Ballett nach der gleichnamigen Ballade von Johann Wolfang Goethe zur Musik von Paul Ducas ist nur ein Teil der Aufführung. Die Vorstellung, vor allem von Großeltern und Eltern der Auftretenden und am Vormittag von Schulklassen gut besucht, verlief ohne Pannen.

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Dominic Cooke / Ian McEwan: „Am Strand“

Viel kann nicht schiefgehen, wenn ein renommierter Autor seinen Roman zu einem Drehbuch verarbeitet und zugleich bei der Drehortsuche berät. Ian McEwan hat nicht immer Lust dazu, doch wenn er denken muss: „Wenn ich es nicht mache, dann macht es ein anderer“, dann setzt er sich an den Schreibtisch. Für den Roman „Am Strand“ („On Chesil Beach, 2007), der Momentaufnahme einer Hochzeitsnacht, entstand so ein kongeniales Drehbuch, das Regisseur Dominic Cooke feinfühlig in Szene gesetzt hat.

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