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Mick Herron: „Real Tigers“, Spionagekrimi

Real Tigers“ ist der dritte Teil der „Slough House“-Serie des britischen Autors Mick Herron. Schon der erste Band, „Slow Horses“ (Lahme Gäule), war 2010 in Großbritannien ein Riesenerfolg und ist auch mehrfach prämiert worden. Jetzt arbeitet Herron bereits an der siebten Folge, alle bisherigen haben Preise erhalten. Auch die deutsche Übersetzung von Stefanie Schäfer (Diogenes Verlag) kann süchtig machen. Herron ist es gelungen, Spionagethriller der ganz anderen Art zu schreiben.

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Lesezeit: Spannung mit Atwood und Steinfest

Im November bleiben die Uhren stehen. Der goldene Herbst geht zu Ende, die geschäftige Adventzeit hat noch nicht begonnen. Was macht man, wenn die grauen Wolken tief hängen und sämtliche grauen Männer eindringlich darum bitten, in den vier Wänden zu bleiben? Man liest. Taschenbücher fordern auch keinen allzu schmerzlichen Griff in die Geldbörse. Zwei aus der unübersehbaren Flut habe ich mit Genuss gelesen.

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Tania El Khoury: „Gardens Speak“, eine Einladung

Die interaktive Soundinstallation der libanesischen Künstlerin Tania El Khoury ist erlebte oral history. In eine der üblichen Schubladen passt die Inszenierung nicht, das Publikum wird zu Mitwirkenden, ist eingeladen, der Toten aus dem Bürgerkrieg in Syrien zu gedenken und die Realität eines Terrorregimes zu erleben. In der Galerie die Schöne zeigt brut El Khourys eindringliches Werk, „Gardens Speak“, vor jeweils zehn Trauergästen.

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Anja Salomonowitz: „Dieser Film ist ein Geschenk“

Der Titel ist ganz ernst gemeint. Der Film ist ein Geschenk, ein Geschenk an Daniel Spoerri und an das Publikum im Kinosaal, das dem bewunderten Künstler auf der Leinwand begegnen darf. Anja Salomonowitz hat gemeinsam mit Spoerri und ihrem jüngsten Sohn Oskar einen subtilen Film gedreht, bei dem leise gelacht und auch ein wenig geweint werden darf.

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Clemens Gadenstätter + Rose Breuss: @ Solo.Tänze

Fünf Kompositionen für vier Instrumentalist*innen und ihre Instrumente; fünf Tänzer*innen, die mit den Klängen und den Musiker*innen einen Dialog führen. Clemens Gadenstätter, geboren 1966, hat komponiert; Rose Breuss, geboren 1962, hat choreografiert. Im Rahmen von Wien Modern ist der animierende Konzertabend mit Tanz im Studio Molière vom Festival-Stammpublikum freudig beklatscht worden.

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Peter Ketturkat: „Keine Angst vor großen Tieren!“

Verein zur Rettung der Dinge“ nennt der Künstler Peter Ketturkat das Dach, unter dem er arbeitet. Und Dinge sind es, brauchbare oder längst unbrauchbare, die er für sein Figurentheater verzaubert und in Prinzessinnen, Enten, Giraffen und Raupen verwandelt. „Keine Angst vor großen Tieren“, bereits ein vielfach ausgezeichneter Klassiker des Figuren- und Objektheaters, ist im November wieder im Dschungel Theaterhaus vor Menschen ab drei gezeigt worden. Der Begeisterungsfaktor hat nach 40 Minuten bei Klein und Groß das Ende der Skala erreicht.

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Schallundrauch agency: „Montag“, Dschungel

Wie immer der Montag gefärbt ist, blau, rot oder grün, kaum jemand, der ihn mag. Schüler*innen und Erwachsenen, den meisten fällt zum Montag nur „Bääh“ ein. Elina, Gabi und Martin von der schallundrauch agency wissen das auch und setzen alles dran, den schlechten Ruf von Montag zu ändern. Am 22. November war im Dschungel Theaterhaus Premiere, dann wird der Montag vorerst bis 28.November durchgewalkt und abgearbeitet. Das ist natürlich viel zu wenig, diese feine Unterhaltung muss auch im nächsten Jahr wieder auf die Bühne kommen.

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DD Dorvillier, Zena Parkins: Doppelabend

Für eine Tournee hat DD Dorvillier ihre 2012 uraufgeführte Choreografie „Danza permanente“ nach Ludwig van Beethovens Partitur für sein Streichquartett Nr.15 in a-Moll op.132 neu einstudiert und auch im Tanzquartier, in Kooperation mit Wien Modern, gezeigt. Ein Stück über Musik (fast) ohne Musik, jedenfalls nicht der von Beethoven. Faszinierend und ein Genuss für alle Sinne. Der Genuss für Ohren liegt in der Stille.

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Doris Uhlich: “Unkraut“ im mumok

Unkraut, das weiß jede Gärtnerin, ist unverwüstlich, es wächst und gedeiht, es gibt keine Chance, es zu vernichten. Dabei könnte man viele Unkräuter vom negativen „Un“ befreien, es sind einfach Kräuter, die sich aus eigener Kraft im sorgsam getrimmten Rasen oder neben die Zierpflanzen angesiedelt haben, niemand hat sie angebaut, niemand gegossen. Und sie wachsen, blühen und gedeihen dennoch. Und, wenn es nach der Choreografin Doris Uhlich geht, tanzen sie auch: am 28. und 29.11. im mumok.

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Wien Modern / Liquid Penguin: Gras wachsen hören

Mit der geistreichen musikalischen Performance des Saarbrückener Liquid Penguin Ensembles ist dem Dschungel in Zusammenarbeit mit Wien Modern ein echter Coup gelungen. „Gras wachsen hören“ ist aus einem Hörspiel entstanden und bringt die Pflanzenwelt zum Singen und Klingen. Die Uraufführung, eine Auftragsarbeit von Wien Modern, hat am 15. November im Dschungel Theaterhaus freudigen Anklang gefunden und auch das rege Interesse des Publikums in allen Altersstufen geweckt.

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