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Sommerszene Salzburg: Tanz und Performance

Choreografie von Michikatsu Matsune im Theater Bremen. © Jörg Landsberg

Die Szene Salzburg zeigt jeden Sommer, dass auf den Bühnen der Mozartstadt nicht nur die sogenannte Hochkultur ihren Auftritt zelebrieren darf. Zwei Wochen im Juni prägen Festspiele der anderen Art die Stadt. Die SOMMERSZENE, zeitgenössisch, international und eines der ältesten zeitgenössischen Festivals Europas, zeigt heuer vom 8. bis 23. Juni vierzehn profilierte Produktionen aus Tanz und Performance.

in der Instalation „INTO THE DIRT“ dürfen sich die Besucherinnen ausruhen und träumen. Foto © DdPSchon bevor Sasha Waltz & Guests das international renommierte Festival eröffnet, hat es bereits mit den Walking dance Classes hosted by Flavourama begonnen. Am 18. + 19. Mai führen Tänzer*innen aus Street- und Clubstyles wie Hip-Hop, Breaking, House Dance, Waacking und vielem mehr von Spielstätte zu Spielstätte der SOMMERSZENE und geben Einblicke in ausgewählte Performances des diesjährigen Festivals. Wer mag, tanzt munter mit.
Am 8. Juni eröffnet Sasha Waltz mit dem lebendigen Klassiker Travelogue I – Twenty to eight das Festival. Mit Expressivität, Rhythmus und Witz zeigt die Choreografie für drei Frauen und zwei Männer von 2008 den zwischenmenschlichen Mikrokosmos in alltagsnaher Tanzsprache. „Travelogue i Twenty to eight“ von Sasha Waltz Foto: © Sebastian Bolesch
Mit Witz und Esprit wartet auch Alberto Cissello in seinem „Gespräch mit der Leere“ auf. Sein Solo Point Fixe huldigt der Pause, dem Schwebezustand, in dem man nicht weiß, was kommt (oder wie man sich entscheidet). Überraschungen lassen nicht auf sich warten.  Leïla Ka macht Furore mit dem Kostümballett „Maldonne“. Foto: © Duy Laurent TranAus Wien über Bremen reist auch der in Japan gebürtige, allseits bekannte vor neuen Ideen übersprudelnde Bühnenkünstler Michikazu Matsune nach Salzburg. Unusual Symptoms hat er mit der Kompanie des Theater Bremen einstudiert und zu den acht Tänzer*innen auch ein Gespenst gesellt. Zwischen Tanz und Erzählung (englisch), Songs und Bühnentricks entsteht ein Raum, in dem heute, gestern und morgen zusammenfallen – und für einen kurzen Moment alles möglich scheint.

Jan Martens / GRIP: „The Dog Dasy are over“ markierte 2014 den internationalen Durchbruch des beglischen Choreographen. Foto: © Stefanie Nash

Jan Martens Sprungperformance THE DOG DAYS ARE OVER 2.0, genießt längst Kultstatus und fasziniert durch ihre formale Struktur, höchste Präzision und physische Ausdauer.Sie schreibt jetzt gerade Tanzgeschichte: Die Französin Leïla Ka präsentiert ihr furioses Debüt Maldonne, einer Hymne an die Kraft der Frauen, erstmals in Österreich. Ebenfalls ein starkes politisches Signal sendet Marco da Silva Ferreira: In F*cking Future stellt er die Kraft des kollektiven Körpers eindrucksvoll unter Beweis.Michikazu Matsune interessiert sich in seiner vielschichtigen Performance Tomorrow we dreamed of yesterday für fiktive Begegnungen. (Pressetext)

Susanne Kirnbauer in „Come Back Again“. Foto: © Alexi PelekanosCome Back Again heißt das zu Recht bejubelte Duette von Doris Uhlich und Susanne Kirnbauer, die die eigene Körperbiografie herausfordern. Susanne Kirnbauer, einstige Solotänzerin im Ballett der Wiener Staatsoper, geboren 1942, beweist überdies mit Humor und Energie, dass Tanz und Ballett kein Alter kennen und keine 32 Fouettés notwendig sind, um zu begeistern.
Vom 10. bis 23. Juni warten im Kurgarten zwei Klanginstallationen des Schweizer Künstlers Dimitri de Perrot auf BenutzerInnen. Mit seinen raumgreifenden Inszenierungen möchte de Perrot das Publikum an ein vertieftes Hören hinführen. Er ist überzeugt, dass Hören und die Fähigkeit des Zuhörens ein essenzielles Fundament für jede Form von Zusammenleben und friedlicher Gemeinschaft sind.

SOMMERSZENE 2026, 8. bis 23. Juni 2026, Salzburg
14 Produktionen, darunter fünf österreichische Erstaufführungen und zwei Premieren an unterschiedlichen Spielorten.
Hier finden Sie den vollständigen Programmkalender mit genauen Stückangaben per Link.