Luke & Dome, das sind Luke Baio und Dominik Grünbühel, erobern die Puppenbühne. Zu Gast im Lilarum, in dem seit 30 Jahren Figurenspiele Kinder und Erwachsene begeistern, begeben sie sich gemeinsam mit Dong Uk Kim hinunter in die dunkle Höhle des Guckkastens und zeigen, akkurat und gewandt, ihre neue Show „DownIn The Hole“. Eine surrealistische Bilderfolge, in der Menschen zu Puppen, lebendige Körper zu mechanischen Objekten werden. Eine unterhaltsame und überraschende Stunde, in der man sich ein wenig gruseln und staunend lachen darf.
Weiterlesen
Riot don’t Diet / Aufstand gegen die Körperstandards. Diesen Protest probt Julischka Stengele mit ihrer Vorstellung „Bodies of Water“ und stellt Im Tanzquartier ihren Körper multimedial zur Schau. Die voll beleibte Performerin bewegt sich anmutig durch die dunklen Tanzquartier Studios und nutzt dabei Wasser in unterschiedlichen Varianten als Spielelement, um die Grenzen zwischen ihr und der Außenwelt verschwinden zu lassen. Ihr korpulenter Körper ist entweder von einem knappen Bikini bedeckt oder aber gänzlich entblößt, sodass jede Feinheit ihres Körpers beobachtet werden kann.
Weiterlesen
Allein im dunklen Wald. Gespenster tauchen im Nebel auf, seltsame Geräusche irritieren, was tun gegen die Angst? Woher kommt sie überhaupt? Darf man wütend, zornig, aggressiv sein? Corinne Eckenstein und Joachim Schlömer haben eine Antwort: Mit dem Gesamtkunstwerk aus Tanz, Musik, Licht und Wortkaskaden locken sie junges Publikum ab 9 zum brandneuen Tanzstück „In der Dunkelwelt“, wo Maartje Pasman, Yusimi Moya Rodriguez und Sami Similä spielend ihre Ängste überwinden.
Weiterlesen
Am 15. Mai beginnen die Wiener Festwochen, wie üblich auf dem Rathausplatz um 21 Uhr. Das Motto: „Beethoven gehört allen!“ Das Programm – 46 Produktionen, davon 15 Weltpremieren, mit 546 Künstler*innen aus 24 Ländern an 28 Spielorten – bietet bis 21. Juni Theater, Musik, Bildende Kunst, Performance und Tanz in reicher Auswahl. Im Burgtheater halten am 16.5. bereits am Nachmittag die indigene Aktivistin und Schauspielerin Kay Sara und der Theatermacher Milo Rau die Eröffnungsrede. „Against Integration“ wird in Tukano, einer Sprachfamilie Südamerikas, gehalten, deutsche und englische Übertitel helfen dem Verständnis. Der Eintritt ist frei, Anmeldung ab 4. Mai.
Weiterlesen
Gabriel Schacherl, seit vielen Jahren Mitarbeiterin in der Ballettdirektion, darf auch hinter die Bühne schauen. Sie tut es mit der Kamera und zeigt ihre Fotos immer wieder in Ausstellungen. Derzeit sind neun Fotos ausgewählter Tanzmomente im Balkonumgang der Staatsoper zu bestaunen. Aus dem Parterre hochzusteigen, kann als Pausensport gewertet werden, oder man lässt sich vom Aufzug hochheben. Der Betrachtung von Tanzkörpern aus der Nähe steht jedenfalls nichts im Weg.
Weiterlesen
Die letzte Ballettpremiere der Ära Legris an der Staatsoper ist sicher nicht der Höhepunkt dieser Saison. András Lukács Choreografie „Movements to Stravinsky“ ist der Glanzpunkt dieses dreiteiligen Abends, in dessen Mitte „Between Dogs and Wolves“ des schwedischen Choreografen Pontus Lidberg steht. Nacho Duatos Requiem „White Darkness“ bildet den Abschluss. Der Premierenapplaus am 4.3. galt wohl mehr dem Wiener Staatsballett als den beiden neuen Aufführungen.
Weiterlesen
Mit dem Drama „Shoplifters“ hat der japanische Filmregisseur Hirokazu Kore-eda bei den Filmfestspielen von Cannes 2018 die Goldene Palme gewonnen. Mit „La Vérité – Leben und lügen lassen“, einem Film in französischer Sprache, wurden ein Jahr später die Filmfestspiele von Venedig eröffnet. Der erwartete Goldene Löwe ist ihm versagt geblieben. Der durch und durch französische Film, charmant und niveauvoll und, trotz der angesprochenen familiären Konflikte, humorvoll und schwerelos, ist ab 6. März im Kino zu sehen.
Weiterlesen
Kurz nachdem der Hashtag „MeToo“ 2017 durch die sozialen Netzwerke ging, wurden auch die ersten Vorwürfe von sexuellen Übergriffen in der Tanz- und Ballettwelt bekannt. In der Dokumentation „Tanz, Macht, Missbrauch – das Ende des Schweigens?“ suchen Tänzerinnen und Choreografen nach Antworten auf die brisanten Fragen. Erstsendung auf Arte TV am 11. März 2020; ab 10. März ist der Film online.
Weiterlesen
Zu Beginn der 1980er-Jahre fand Klaus Christian Vögl in den Räumen der Wiener Wirtschaftskammer einen Stahlschrank, der über Jahrzehnte übersehen worden war. Was sich darin befand, kann in der Rückschau als historischer Fund in der österreichischen Kinoforschung bezeichnet werden.
Weiterlesen
Mit ihrem Solo „my body, … revisited“ macht Deborah Hay, eine der einflussreichsten Tänzerinnen und Choreografinnen des amerikanische postmodern dance, klar, dass einmal Tänzerin immer Tänzerin bedeutet. Die Jahre, bei Hay sind es 79, spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Mit ihrer Choreografin und Lehrerin können die vier jungen Tänzerinnen und der Tänzer in „Animals on the Beach“ nicht konkurrieren. Im gut besuchten Tanzquartier / Halle G beobachtete das Publikum geduldig die spröden, stoisch ausgeführten Bewegungen. Dankt dem Quintett am Ende artig, spendet auch der weithin verehrten Solistin eher verhaltenen Applaus.
Weiterlesen