War der Sex früher besser? Für Christine Gaigg schon. Da gab es etwa noch ein männliches Begehren, da stimmte das Verhalten der Männer gegenüber den Frauen noch. Es gab ein geiles Liebesleben und nicht etwas Geiles zu kaufen vom Elektrohändler Saturn. Wie und warum sich Sexualität in den letzten dreißig Jahren gewandelt hat, reflektiert die Choreographin und Theaterwissenschaftlerin in ihrem Stück „Maybe the way you made love twenty years ago ist the answer?“ an einem Abend im Odeon.
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Die indische Tänzerin und Choreografin Padmini Chettur zaubert lebendige Reliefs an die Wände zweier Räume des Weltmuseums. Eine dreistündige Arbeit, bezaubernd schön und aufregend radikal, die die Zeit schrumpfen und den Geist fliegen lässt. Mit „Wall Dancing“ – vier Tänzerinnen und ein Tänzer – hebt sie die Regeln zwischen Performer_innen und Zuschauer_innen auf und fesselt das Publikum durch Ruhe und Konsequenz.
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Vor mehr als 30 Jahren passierte Sensationelles auf der kleinen Bühne des heute „brut“ genannten Theaters im Künstlerhaus (später „dietheater“): Eine unbekannte Compagnie, das Tanztheater Wien, zeigte seine erste Produktion. Hinreißend, neu, Tanz ganz anderer Art. Mit dem Abend „Back to the Future“ läßt Gründungsmitglied, Tänzerin und Choreografin Liz King gemensam mit Mitgliedern ihrer ehemaligen Formationi im Akademietheater Motive aus den damals gefeierten Stücken wieder aufleben. Eine Erinnerungsarbeit.
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Mit fünf Tänzer/innen zeigt der ungarischer Tänzer und Choreograf im Odeon „Hinoki“, ein rasantes, kraftvolles Stück, das die Gruppe bis zur Erschöpfung fordert. Als ehemaliger Tänzer von Ultima Vez / Wim Vandekeybus, geschult von Martin Schläpfer und Ohad Naharin ist Mészáros eigentlich über die Reihe [8:tension] Young Choreographers’ Series längst hinausgewachsen. „Hinoki“ ist seine vierte Choreografie.
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Mit einer aufwändigen, präzisen und liebevollen Arbeit zeigen nadaproductions (Amanda Piña & Daniel Zimmermann) „Four remarks on the history of dance“ im Kasino am Schwarzenbergplatz. Die Choreografien konzentrieren sich auf rituelle Tänze, die nicht der Unterhaltung eines Publikums dienen. Es ist dies der erste Teil einer Sammlung „vom Aussterben bedrohter Bewegungen“.
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Im Weltmuseum tanzen und spielen Superamas und Gäste einen „Willkommensakt“. Es scheint als wären ausgestellte Figuren aus Afrika, Asien und Amerika lebendig geworden, um eine „Geschichte der Gewalt“ zu zeigen. Eine abwechslungsreiche, unterhaltsame Performance, die den prächtigen überdachten Innenhof des Weltmuseums zur Arena macht und auch die marmornen Treppen und Emporen nützt.
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450 Jahre ist die Wiener Spanische Hofreitschule alt, ein Jubiläumsgeschenk ist angebracht. Die Leiterin der Reitschule (der Hof ist ja vor bald 100 Jahren abgedankt) Elisabeth Gürtler, der dem Pferdesport und der Hippologie verschriebene Journalist Arnim Basche und der international renommierte Fotograf René van Bakel haben sich zusammen getan, um dieses Geschenk herstellen. In einen schonenden Schuber verpackt, liegt es in der Edition Lammerhuber für jeglichen Gabentisch bereit.
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Neue Spielorte locken neues Publikum an. Nicht nur im Off-Theater werden die oft unbequemen Sitzreihen verlassen, wird die vierte Wand niedergerissen. Das ImPulsTanz Festival hält es da nicht anders. Immer schon. Wenn aber diese neuen Orte nicht mit Bedacht gewählt werden, dann ist der Bär in Dienst genommen und der ist bekanntlich als Arbeitstier untauglich.
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Saskia Hölbling kämpft mit Requisiten und einem Partner, den zweiten weidet sie aus. „Assemblage Humain“ ist ein Solo mit Puppen, aufgeführt im Rahmen von ImPulsTanz im Schauspielhaus. Ein „relatives Solo“ nennt Hölbling ihre Performance, die von grausig und unheimlich zu einem fröhlich bunten Tanz wechselt.
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Lemonism x Actionism“ nennt die Choreografin und Tänzerin Akemi Takeya ihre Arbeit im Rahmen der ImPulsTanz Serie „Redefining Action(ism). Die Performances finden im mumok, inmitten der Ausstellung „Mein Körper ist das Ereignis – Wiener Aktionismus und internationale Performance“ statt. Takeya hat sich intensiv mit dem Aktionismus beschäftigt und adaptiert, variiert und wiederholt dessen Strategien, konfrontiert sie auch mit ihrem eigenen „Lemonismus“.
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