„Lavenir“, die Zukunft, nennt Mia Hansen-Løve ihren jüngsten Film. Eine langjährige Ehe geht in die Brüche, der Mann hat eine andere gefunden. Nathalie ist überrascht, weiß nicht wie es weitergehen soll, zumal er mit den ihr wichtigen Büchern ihr halbes Leben mitgenommen hat. Nicht was passiert, eigentlich passiert ohnehin nichts, sondern was diese Einbrüche von Trennung und Scheidung mit Nathalie machen, erzählt der Film. Isabelle Huppert ist die Darstellerin der Philosophie-Professorin Nathalie; André Marcon spielt Heinz, den untreuen Ehemann, Roman Kolinka den einstigen Lieblingsschüler.
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Paul Wenninger bewegt sich vom Tanz zum Objekt und ist einstweilen beim Film und der Pixilation-Technik gelandet. Was ist Choreografie? Diese Frage steht für den Tänzer, Choreografen und Filmemacher Paul Wenninger in den letzten Jahren im Vordergrund. Längst beschäftigt sich der 50jährige nicht mehr nur mit dem Bewegen vom tanzenden Körper zur Musik auf der Bühne. Auch starren, stummen Körpern, Objekten, gibt er eine Choreografie.
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Gäste sind auf der Wiener Ballettbühne gern gesehen. Vom Publikum, weil es auf jeden Fall etwas zu jubeln hat. Welcher Gast wird nicht als Star angekündigt! Und auch für Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles, weil sie den Vergleich nicht zu scheuen brauchen und studieren können, wie es die anderen machen und sich anfeuern lassen. In der letzten Vorstellung dieser Saison von Manuel Legris‘ „Corsaire“ tanzte Vadim Muntagirov den Conrad und wurde zurecht gefeiert. Seine Partnerin als Mé, ebenbürtig, hinreißend und wie immer perfekt: Liudmila Konovalova.
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In der Galerie Gerersdorfer sind bis zum 19. November 2016 neue Arbeiten der Malerine Hildegard Stöger zu sehen. Zur Eröffnung am 20. Oktober spricht in Anwesenheit der Künstlerin Leander Kaiser. Nach dem Studium an der Akademie für angewandte Kunst und an der Akademie der bildenden Künste sowie Arbeits- und Studienaufenthalten in New York lebt die aus Linz stammende Künstlerin, Jahrgang 1952, in Wien. Seit 1985 stellt sie regelmässig in der Galerie Gerersdorfer aus.
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Das hört man gern: Die Künstlerin Patti Smith liebt Wien und auch die Viennale. In diesem Jahr gibt sie nicht nur ein Konzert im Gartenbaukino, sondern zeigt auch 28 ihrer Fotografien im Metro Kinokulturhaus. Im Übrigen bietet das 54. Filmfestival, zwischen 21. Oktober und 2. November 2016, was wir gewohnt sind: Filme, Filme, Filme, kurz oder lang, erzählend oder dokumentierend, Tributes, Retrospektiven und einige Spezialprogramme. Das umfangreiche Rahmenprogramm mit Diskussionen, Lesungen und künstlerischen Interventionen gehört auch dazu, sowie das Festivalzentrum auf der Dominikanerbastei mit Party und Konzert bis zwei Uhr früh.
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In einem Glaskasten liegt ein zuckender Fleischklumpen. Viel Platz ist nicht, 1,44 qm, 1,20 m hoch.Dass es eine Frau ist, die da splitternackt auf dem Boden liegt, ist durch das Video im Hintergrund zu erfahren. Schöne Bilder sind das, einmal war alles noch heil. Jetzt scheint alles aus, Dunkelheit, totale Leere. „Void“ nennt Leonie Wahl Ihre choreografische Erzählung. Gemeinsam mit dem bildenden Künstler Robert Fleischanderl hat sie eine „Dance & Visual Arts Performance“ konzipiert und im Off-Theater gezeigt. Eine beeindruckende und spannende Arbeit.
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Das Wissen Macht ist, und auch Geld, das wissen wir schon lange. Dass Forschung und Wissenschaft auch als große Show daherkommen, erleuchtet uns den TV-Abend. Wir vergnügen uns mit den Science Busters und meinen gescheiter geworden zu sein. The Loose Collective betrachtet diese Entwicklung mit skeptischem Vergnügen und zeigt in einer unterhaltsamen Performance mit Text und Ton und Tanz, wie wissenschaftliche Fakten präsentiert und umgedeutet werden können. Eine Unterrichtsstunde mit Intelligenz, Witz und Ironie, in Musik, Gesang und Tanz eingewickelt. Eine fröhlich-rasante Show.
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Der Orpheus-Mythos, erdacht und erzählt von Männern, gehört dem Mann. Eurydike, die durch einen Schlangenbiss getötete Gattin des Sängers Orpheus, bleibt im Hintergrund, passiv. Schließlich verpatzt der angeblich so sehr liebende Gatte ihre Rückkehr aus dem Reich das Hades. Eurydike bleibt unten. Elfriede Jelinek meint, das will sie auch. Sabine Mitterecker hat den Monolog, ein endlos kreisendes, auf- und abschwellendes Schimpfen und Jammern, in der riesigen Halle des F 23 großartig umgesetzt.
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Schrecken der Nacht. Teufel und Schlangen, Spinnen und Drachen, Totenköpfe, schwarze Masken, drohende Schatten, Sintflut. Ein Albtraum. Man fährt hoch und weiß nicht wo man ist, hat die Kontrolle verloren, ist schwach. Beklemmung und Angst. Schweißausbruch. Für das kunsthistorische Museum hat der Keramikkünstler und Autor Edmund de Waal eine Wunder- und Schreckenskammer eingerichtet. Tod und Teufel beherrschen den dämmerigen Raum, aber auch so manches Zaubermittel, Furcht und Schrecken zu bannen.
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Inspiriert durch Steve Paxton und seine Untersuchungen zu Variation und Improvisation, die der Tänzer und Choreograf in den 1980er Jahren zur Musik der „Goldbergvariationen“ von Johann Sebastian Bach gezeigt hat, hat der Tänzer und Choreograf Daniel Aschwanden die musikalische und inhaltliche Klammer der Bachschen „Clavier Übung“ übernommen, um ein Jahr lang im öffentlichen Raum aufzutreten. 24 Stunden dieser Performance Aschwandens werden im Oktober 2016 zu genau definierter Zeit und am festgelegten Ort, dem internationalen Busbahnhof neben der U3-Haltestelle Erdberg, gezeigt.
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