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Vorschau: Ballett-Premieren in der Saison 2017/18

Bestens gelaunt, glücklich und auch stolz auf seine Compagnie, präsentierte Ballettdirektor Manuel Legris seine nächste Saison. „Das Repertoire wächst, die Compagnie wird immer besser“, und, wie die kaufmännische Direktorin, Simone Wohinz, hinzufügt, „die Auslastung stimmt auch.“ Tourneen nach China (mit Nurejews „Schwanensee“) und Japan (mit Legris’„Le Corsaire“) sind geplant, und wie sehr das Wiener Staatsballett an den großen Opernhäusern geschätzt wird, beweisen auch die zahlreichen Gastspiele, zu denen die Tänzer_innen, Solo oder im Pas de deux, eingeladen werden. Keine Gala ohne Gäste aus Wien. Das alles nährt die Hoffnung, dass uns Manuel Legris noch lange erhalten bleibt.

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Krzysztof Charamsa: „Der Erste Stein“, Bekenntnis

Der Zusatztitel der autobiografischen Brandrede des katholischen Priesters Krzystof Charamsa fasst den Inhalt zusammen: „Ein homosexueller Priester gegen die Heuchelei der katholischen Kirche.“ Charamsa ist in der Hierarchie des Vatikans ganz oben gestanden. Er war Mitglied der gestrengen Glaubenskongregation, der Nachfolgerin der Inquisition. Nach seinem öffentlichen Geständnis, er sei homosexuell wurde er von allen Ämtern ausgeschlossen. Den schwierigen Schritt beschreibt er in dem Bekenntnisbuch und prangert zugleich die Homophobie samt der Realitätsverweigerung im Vatikan an.

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ARTE TV – Der Choreograf Ohad Naharin

Seit nahezu dreißig Jahren leitet der israelische Choreograph Ohad Naharin die Batsheva Dance Company in Tel Aviv. Der Filmregisseur Tomer Heymann hat Naharin über viele Jahre begleitet und aus hunderten Stunden Drehmaterial einen preisgekrönten Film über Naharin und seine Compagnie geschaffen. ARTE tv sendet das Filmporträt am 28. Mai um 22.55 Uhr.

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Kanae Minato: „Geständnisse“, Thriller

Einen Kriminalroman darf man Kanae Minatos Roman nur insofern nennen, als tatsächlich ein Mord im Zentrum der „Geständnisse“ steht. Doch es tritt kein ermittelnder Kommissar auf, denn die Mutter des Opfers wehrt sich nicht gegen das Ergebnis des Polizeieinsatzes: Tod durch Ertrinken, ein bedauerlicher Unfall. Sie nimmt die Rache selbst in die Hand. Das Opfer war vier Jahre alt, die Täter sind Teenager, noch keine 15.

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"Feuervogel": Strawinsky-Ballettabend, dreifach

Feuervogel“ ist der verlockende Titel eines Tanzabends des Wiener Staatsballetts in der Volksoper. Drei Tänzer befassen sich als Choreografen mit der Musik Igor Strawinskys. Andre Kaydanovskiy sieht den „Feuervogel“, der dem Abend den Titel gibt, als personifizierte Allegorie von Gier und Begierde. Eno Peçi macht die Kasperlfigur „Petruschka“ zum hilflosen Lehrer. András Lukács baut mit sechs Paaren eine Hymne an den Tanz und die Schönheit. Geschichte erzählt er keine, die entsteht mit Hilfe von Strawinsky und den Mitwirkenden im Kopf des Publikums. Dieses belohnte Choreografen und Tänzer_innen temperamentvoll mit einer Premiere angemessenem Applaus.

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Tanz.coop im Kosmos: „Perfect stranger“

Wer bist du, wer bin ich? Passen wir zusammen? Können wir uns verständigen? Gisela Elisa Heredia und ihre Compagnie tanz.coop behandeln ein brisantes Thema –  Fremdsein, Ablehnung und Annäherung –  mit Schwung und Humor. Drei Tänzerinnen und ein Tänzer sind mit ungeahnter Energie auf der Bühne des KosmosTheaters, um als „Perfect Stranger“ das vornehmlich junge Publikum zu unterhalten. Ernsthaft nachgedacht wird später.

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Bewegt Euch! – ImPulsTanz Workshops

Den Bewegungen von Tänzerinnen und Performern auf der Bühne zuzusehen, ist eine Sache. Eine andere, eine gesündere und auch beglückendere, ist es, sich selbst zu bewegen. Bei 250 Workshops, die einen wesentlichen Teil des international bekannten ImPulsTanzfestivals bilden, finden Väter, Mütter, Teens und Twens, Enkelkinder und deren Großeltern, Profis und Laien und natürlich auch Bewegungswillige, die es wegen einer Behinderung nicht so leicht im Alltag haben, ihre spezielle bewegte und bewegende Runde.  Die Angebote bekannter und frisch engagierter Meister_innen könnten auch Happyshop oder Vergnügungsladen heißen, denn diese Arbeit bietet bei aller Härte und Ernsthaftigkeit echten Genuss und erhöht die Lebensfreude.

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Giselle Rouge – Ioanna Avraam wie die Spessivtseva

Ioanna Avraam hat zum ersten Mal die Titelrolle getanzt und fast scheint es als wäre die russische Tänzerin, der Boris Eifman sein Ballett „Giselle Rouge“ gewidmet hat, wiedererstanden. Die wenigen Bilder, die von Olga Spessivtseva erhalten sind, werden lebendig, wenn Avraam mit allen Fasern ihres biegsamen Körpers Lebensstationen der sensiblen Tänzerin darstellt. An ihrer Seite debütierten Mihail Sosnovschi als für die Ballerina entflammter Kommissar und Andrey Teterin als eleganter Lehrer. Roman Lazik beeindruckt als Bühnenpartner in Paris. Eine Aufführung, die einhellige und lautstarke Begeisterung fand, nicht nur für die großartigen Leistungen auf der Bühne sondern auch im Orchestergraben.

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Tagung: „Die Herausforderung, Wagner zu singen“

Theorie und Praxis führten die Wiener Staatsoper und die Europäische Musiktheater Akademie in einem besonderen Symposium zusammen. Was denken führende Wissenschaftler der Richard Wagner-Forschung über dessen Gesangskompositionen, und wie gehen Top-Wagner-Sänger mit den Herausforderungen um? Im Teesalon der Staatsoper gab es höchst Interessantes darüber zu erfahren.

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Pavel Cuzuioc: „Secondo Me“, Dokumentation

Das Besondere im Banalen zu finden, stellte sich der Regisseur Pavel Cuzuioc als Aufgabe. Dazu hat er sich in die Opernhäuser von Wien, Mailand und Odessa begeben. Nicht, um im Zuschauerraum zu sitzen und eine Aufführung zu genießen, oder hinter der Bühne die Geheimnisse eines Opernabends zu erforschen, sondern dort zu verweilen, wo die Besucher_innen möglichst wenig Zeit verbringen wollen: an der Garderobe.

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