Kaum zu glauben! Schon 25 Jahre ist der Pianist Igor Zapravdin als Ballettkorrepetitor und musikalischer Begleiter an der Wiener Staatsoper beschäftigt. Das muss gefeiert werden. Kirill Kourlaev, noch immer im Gedächtnis aller Ballettfans als Erster Solotänzer des Wiener Staatsballetts, frönt dabei seiner neuen Leidenschaft und organisiert das Fest mit Ballettgrößen aus aller Welt im Wiener Volkstheater am 29. Oktober 2017.
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Ja! Hüpfen, hüpfen, hüpfen, bis die Beine zittern. Das macht Freude, befreit von bösen Gedanken, lässt die Seele schwingen. Allein zu hüpfen ist schön, noch schöner ist es, gemeinsam zu springen und zu tanzen. Die junge Tänzerin und Choreografin Gat Goodovitch hat das mit ihrer Mittänzerin und Freundin erlebt. Und deshalb will sie diese Lust mit Kindern ab drei teilen. „Hüpfen“ heißt ihr erstes Stück, das sie gemeinsam mit Corinne Eckenstein, der künstlerischen Leiterin des Dschungel Wien, erdacht und auf die Bühne gebracht hat.
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Empfindsam und schüchtern, selbstbewusst und unnahbar, kokett und verträumt sind sie immer noch, diese vier jungen Frauen, Protagnistinnen in Anne Teresa Keersmaekers Tanzstück „Rosas danst Rosas“. Eine junge Compagnie tanzt sich selbst. Vor mehr als 30 Jahren eine Revolution, ist das Tanzstück längst Allgemeingut geworden. Im Odeon ist es zurzeit als ImPulsTanz Special zu sehen. Als „Re: Rosas“ werden Teile daraus in Wald und Wiese, am Strand und in der Schulklasse getanzt. Von allen, die Lust haben. Jede darf Rosas tanzen.
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Im dreiteiligen Abend, den heimische Tänzer als Choreografen zur Musik Igor Strawinskys kreiert haben, kommen nahezu alle Mitglieder zum Zug. Diesmal, in der vorletzten Vorstellung dieser Saison, ist es Andrey Teterin, der in „Petruschka“ den Lehrer tanzt. Géraud Wielick springt, schnell entschlossen, für den erkrankten Trevor Hayden als einer der Chefquälgeister in der Schule ein: auch ein Debüt. Der Abend wurde enthusiastisch beklatscht, wobei Choreograf Andrey Kaydanovskiy für das Einspringen als Koschey im „Feuervogel“ mit langanhaltendem Sonderapplaus bedacht worden ist. Noch ein Böser, aber kein Debüt mehr, Halbsolist Kaydanovskiy tanzt und spielt die von ihm erdachte Figur zum dritten Mal.
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Neun Jahre ist Massimo alt, als die geliebte Mama verschwindet „Sie ist jetzt im Himmel, das hat sie sich gewünscht, nur so kann sie dein Schutzengel sein“. Mit diesem Märchen, das er nicht verstehen will, lebt Massimo auch noch als Erwachsener. Den Verlust der Mama kann er nicht überwinden, versetzt sich lieber zurück in die Vergangenheit und lässt sich von einem geheimnisvollen Dämon, dem Belfagor, leiten. Niemand sagt ihm, was wirklich passiert ist. Mit „Träum was Schönes“ zeigt der bald 80jährige italienische Meisterregisseur Marco Bellocchio ein Drama, das durch seinen genauen Blick, durch Feingefühl und den Verzicht auf Pathos nie zur Schnulze gerinnt.
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Zur Musik von Henry Purcell und seiner Kollegen gestaltet die Linzer Ballettchefin Mei Hong Lin einen erlebnisreichen Tanzabend. Geleitet von Christina Pluhar, wird ihr Ensemble, L’Arpeggiata, zur Tanzkapelle, Alte Musik zur lebendigen Begleitung – rasant und rhythmisch, getragen und melodienreich, auf Orignalinstrumenten gespielt, Das bestens trainierte Linzer Tanzensemble gerät außer Rand und Band. Das Publikum auch, wobei die Sopranistin Céline Scheen, Sopran, und Vincenzo Capuzzeto, Alt, keineswegs den geringsten Anteil haben, wie auch der italienische Virtuose Gianluigi Trovesi, der mit seiner Klarinette geschmeichelt, bezaubert und verführt hat.
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Regina Picker und ihr Team haben für den 9. Performance Brunch einen neuen Spielort gefunden: Das Volksliedwerk Wien, gleich neben der Staatsoper. Jeweils an drei Wochenenden werden Kunst und Kulinarik aufs Angenehmste verknüpft. Verknüpft wird auch Tradition und Volkskunst mit aktuellen Darstellungsformen. Immer unterhaltend, immer kritisch, immer inspirierend.
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Noch ist das sachkundige und liebevolle Wirken des verstorbenen Direktors Hans Hurch zu spüren. Die aktuelle Viennale ist teils von, auf jeden Fall jedoch für Hans Hurch konzipiert. Die Mischung ist bunt wie immer, neu ist lediglich das Festivalzentrum in der Kunsthalle Wien im Museumsquartier. Als Stargast ist Christoph Waltz geladen. Sein Kommen hat der Oscarpreisträger bereits zugesagt. Bemerkenswert ist der aktuelle Trailer von Abel Ferrara. Er verknüpft einiges, das Hans Hurch wichtig war, mit traumartigen Sequenzen und verdichtet die Bilder zu einer fantastischen Vision.
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Allerlei Verrückte tummeln sich heuer bei den traditionellen Puppentheatertagen in Mistelbach. „Maniacs“ nennt Intendantin Cordula Nossek das Programm, vermutlich, weil der englische Begriff nicht so deutlich verstanden wird. Gesprochen wird auch auf der Puppenbühne Deutsch. Es sind ja auch wirklich Verrückte, Irre, Wahnsinnige, Besessene, Kasperln, die sich heuer in Mistelbach tummeln, Figuren aus der Literatur und aus bekannten Filmen. 22 Theatergruppen aus 12 Ländern werden anreisen und mit 31 Inszenierungen das Publikum an sieben Festivaltagen zum Lachen, Weinen und Staunen bringen.
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Mit Bravorufen und langanhaltendem Applaus wurde die Solotänzerin Avraam für ihr Debüt in der Titelrolle im romantischen Ballett „Giselle“ bedankt. Als Albrecht war Denys Cherevychko, der sein Rollendebüt bereits im September dieses Jahres mit Nina Poláková gegeben hat, in beiden Akten präsent. Über ein kleines Debüt durfte sich der junge Corpstänzer Scott McKenzie freuen. Mit Natascha Mair zeigte er Allüre und Sprungkraft im berühmten Bauern-Pas-de-deux.
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