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Veza Fernández: „Wenn Auge Mund wird“, brut

Veza Fernández, in Wien lebende Choreografin und Performerin, hat mit elf Künstlerinnen eine suggestive Stunde über Schwesterlichkeit, Freundschaft und Liebe geschaffen. Kira Kirsch und ihr Team, aus ihrem Stammhaus dem brut temporär auswaggoniert, haben im Casino Baumgarten das richtige Ambiente gefunden. „Wenn Auge Mund wird“ ist poetisch und zärtlich, rasant und schrill.

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Das Festspielhaus St. Pölten tanzt auch 2018 / 19

Konzerte mit Musik von Joseph Haydn bis Igor Strawinsky, Kammermusik, Jazz und mehr, Workshops und natürlich auch Tanz und Ballett bilden das reizvolle Programm der kommenden Saison, 2018 / 19, im Festspielhaus St. Pölten. Was den Tanz betrifft, so ist das Festspielhaus St. Pölten ein Gastspiel- und Koproduktionshaus, das gibt der künstlerischen Leiterin, Brigitte Fürle, die Möglichkeit, große Compagnien aus aller Welt in die Niederösterreichische Landeshauptstadt zu locken.Sie tanzen auch für Wienerinnen und Wiener –  St. Pölten liegt ganz nah.

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Dava Sobel: „Das Glas-Universum“, Sachbuch

Wissenschaft, so spannend erzählt wie ein Roman. Biografie, so lebendig wie eine Abenteuergeschichte. Die Amerikanerin interessiert sich besonders für den Sternenhimmel und versteht es, über alles, was da damit zu tun hat, Forschung und Entdeckung, so leicht verständlich und flüssig zu berichten, als wär‘s eine Liebesgeschichte. Na ja, eigentlich ist es das auch immer, die Geschichte der Liebe zu den leuchtenden Objekten am Himmel, die einst den Schiffen den Weg wiesen und heute immer noch das Interesse der Astronomen und auch der Laien erwecken. Die einen bewundern sie, die anderen erforschen sie.

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Tempora: „Habenichtse!“

Mit seiner bisher dritten Produktion, „HABENICHTSE!“, bleibt der 2014 von der Schauspielerin und Regisseurin Veronika Glatzner gegründete „Verein für vorübergehende Kunst“, Tempora, seinem Gründungskonzept treu: „Theaterprojekte in strukturell vernachlässigte Stadtteile zu bringen“. Hatte man sich zwischen 2014 und 2016 bei „on DIS PLAY“ zwischen Hernals und Neubau mit der Selbstvermarktung des Menschen im digitalen Zeitalter beschäftigt – schon hier, wie auch nun bei „HABENICHTSE!“ führt Steffen Jäger Regie –, führte die zweite Produktion, K.s Frauen, von der Straße in eine in die Jahre gekommene, abgewohnte großbürgerliche Altbauwohnung in der Inneren Stadt.

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Ballettakademie feiert Marius Petipas Geburtstag

Allerorten wird heuer das Jubiläum von Marius Petipa, gern als Vater des klassischen Tanzes bezeichnet, gefeiert. Die Ballettakademie der Wiener Staatsoper tut es mit einer großen Gala an zwei Abenden im Museumsquartier. Nahezu alle Schüler_innen aller Altersstufen zeigten vor Publikum ihre Liebe zum Tanz. Die Begeisterung war abzusehen, waren es doch vornehmlich Verwandte, Bekannte und Freundinnen der Studierenden, die zur Bewunderung der Tanzbegeisterten Kinder und Teenager gekommen sind. Wenn aber die Kinder im Publikum nicht lediglich aus Geschwisterliebe anwesend waren, so können Ballettdirektor Manuel Legris und die Direktorin der Ballettakademie, Simone Noja-Nebyla, auf reichlich Nachwuchs hoffen.

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„Raymonda“: Masayu Kimoto tanzt Jean de Brienne

Rudolf Nurejews Choreografie nach Marius Petipa des Balletts „Raymonda“ hat sich zum Publikumshit entwickelt. Auch die 13. Aufführung seit der Neueinstudierung 2016, die 53. insgesamt seit der Premiere im Jänner 1985, war ausverkauft und wurde begeistert aufgenommen. Vor allem Masayu Kimoto als Ritter Jean de Brienne und Eno Peçials sarazenischer Fürst Abderachman, beide hatten ihr Rollendebüt am 2. April 2018, wurden mit Jubel gefeiert.

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Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas: „Rain“

Romantische Musik und unaufhörlicher Tanz, 70 Minuten lang, kennzeichnet Anne Teresa de Keersmaekers Stück „Rain”, das als Krönung das Osterfestival Tirol 2018 beendet hat. Die Komposition von Steve Reich, „Music für 18 Musicians“, ist faszinierende Minimalmusic, ein stetiger Fluss, der die reflektierende Bewegung herausfordert. 10 Tänzer_innen erobern die Bühne und fesseln zur hypnotischen Musik in wechselnden Kostümen das Publikum, tanzen ohne zu ermüden in einem ovalen Lichtfeld. Erst der tobende Applaus weckt aus Traum und Trance.

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Silvia Calderoni: „MDLSX“, Osterfestival Tirol

In beeindruckender Dramatik nähert sich das 30. Osterfestival Tirol seinem Ende am Ostersonntag 2018. Am Karfreitag hat das feinstimmige Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe mit der Johannespassion von J. S. Bach das große Drama vom Tod des Jesus aus Nazareth gestaltet. Bewegend und aufwühlend. Am Karsamstag erzählt Silvia Calderoni in einer Produktion der italienischen Theatercompagnie Motus im Solostück „MDLSX“ von der Ambivalenz der Geschlechtsidentität, von Konformität und Normalität, vomAnderssein, das Menschen zu Monstren stempelt. Die Bühnenpräsenz der Calderoni, ihre Spielwut und Authentizität lassen die jegliches theatralische Genre sprengende Performance zu einem fesselnden Erlebnis werden.

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Off Theater: Tanzabende im Duo oder als Solo

Zwei interessante Abende kündigt das Off Theater an. Die Tänzerin Leonie Wahl zeigt ihr beklemmendes Solo „Void“; eine Woche davor tritt der tschechische Tänzer Martin Dvořák im Duo mit Lukáš Lepold und mit Irene Bauer auf. „Void“ ist eine Dance & Visual Arts Performance, gemeinsam mit dem Videokünstler Robert Fleischanderl entwickelt. Dvořák ist Begründer und Leiter der tschechischen Company ProART und zeigt den Tanzabend in Kooperation mit dem Off Theater.

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schallundrauch agency: „BJÖRN OHNE BRETTER“

Mit ihrer neuen Produktion „Björn ohne Bretter“ begibt sich die 2003 gegründete Wiener Performancegruppe rund um Gabriele Wappel und Janina Sollmann mitten hinein in das Universum an Fragen rund um das Hier und Jetzt. Ganz konkret natürlich in jenes der Performance und die ihr eigene „Magie des Moments“. Dass es dabei holprig wird und eben nicht alles „wie geplant“ seinen gelungenen, weil vorgegebenen Weg nimmt, ist dann der Performance über das Phänomen Performance natürlich immanent. Es holpert eben, dieses Leben, selbst, wenn man es von (magischem) Moment zu Moment lebt.

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