Die französische Choreografin Gisèle Vienne zeigt bei den Wiener Festwochen in der großen Gösserhalle eine Technoparty als Tanzstück. Sie möchte mit „Crowd / Menge“ individuelle und kollektive Emotionen studieren und auch auf das Publikum übertragen. Wesentlicher Bestandteil der Vorstellung mit 15 Tänzer*innen ist die Musik. Techno aus den 1990ern, ausgewählt und gemixt hat sie Peter Rehberg, Stephen O’Malley hat die Nummern kombiniert. Vor allem das junge Publikum folgte wie in Trance der 100 Minuten langen Performance und bedankte sich begeistert.
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In seinem erfolgreichen Roman berichtet Robert Seethaler von einem Einzelgänger, der im kleinen Friseurladen der Eltern aufwächst und seinen Weg ins Theater und aus der Provinz herausfindet. Die eigenen Erfahrungen des Autors sind mit Augenzwinkern eingeflochten.
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Das gelungene Debüt von Kiyoka Hashimoto als Myrtha, Königin der Willis, im 2. Akt und Maria Yakovleva als ideale Giselle mit ihrem ebenfalls fabelhaften Partner Masayu Kimoto haben den Ballettabend von „Giselle“, es war die 72. Vorstellung in der Choreographie und Inszenierung von Elena Tschernischova, zu einer Sternstunde erhoben. Das Publikum reagiert verzaubert und begeistert. Im richtigen Tempo, behutsam und gefühlvoll dirigiert Paul Connelly die Musik von Adolphe Adam, das Staatsopernorchester folgt ihm willig.
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Alix Eynaudi und Franz Poelstra hatten die Idee, Alex Bailey, Karine Blanche, Claire Lefèvre, Mzamo Nondlwana gefiel sie, und sie machten mit: „All we want is the impossible“ postulierten Initiatorin und Initiator und luden zu einem zweiwöchigen Improvisationslabor, um der unreal time composition zu frönen, zu tanzen, zu zeichen, zu lesen, zu schreiben, zu riechen und zu schmecken und einander in Solidarität und Freundschaft verbunden zu sein. Nach der intimen ersten Woche befreundeten sie sich wieder mit dem Tanz vor Publikum. Das durfte zusehen, wie die sechs Performer*innen /Tänzer*innen völlig unbeeinflusst von neugierigen Augen in den Tanzquartier Studios ihre Kreise zogen.
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Schon mit ihrer ersten Produktion konnten die Mitglieder der jungen Gruppe „Spitzwegerich“ in vier Vorstellungen Publikum, Kritiker*innen und Fachleute begeistern. Mit zauberhaften Objekten – Insekten, Raupen, Larven, Puppen – konnten sie vor allem dem letzten Begriff im Untertitel, „Schock, Ekel und Faszinosum“ ihrer ebenso amüsanten wie wissenschaftlich korrekten Performance gerecht werden. Von Schock und Ekel keine Spur, das fröhliche Aha-Erlebnis hat das nicht zugelassen.
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Zweimal im Jahr vergibt der Dschungel Wien „Slots“ an junge Nachwuchskünstler*innen unterschiedlicher Genres. „Slots“, das sind nicht einfach nur „Löcher“ im mehr als dichten Jahresprogramm des Theaters für junges Publikum, die gefüllt werden wollen, sondern programmatisch klug gewählte „Fenster“, die die laufende Projektauswahl ergänzen und erweitern und vor allem auf die Interessen und Problematiken junger und jüngster Theatermacher*innen als „Repräsentant*innen“ ihrer Generation verweisen.
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Zwei ganz unterschiedliche Performances, die am gleichen Thema arbeiten. „Deep Present“ der koreanischen Künstlerin Jisun Kim wird im Programm der Wiener Festwochen gezeigt; „Disastrous“ war im Rahmen der Residenz der Tänzerin und Choreografin Silke Grabinger am Festspielhaus in St. Pölten zu sehen. Lebendige Körper gegen Maschinen. Die Frage, wer schließlich Macht und Herrschaft übernehmen wird, hat in beiden Präsentationen Bedeutung. Für die Jugendlichen im Festspielhaus St. Pölten sind die Aussichten auf die Zukunft nicht ganz so trüb wie für die Künstlichen Intelligenzen im Museumsquartier.
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Mit seiner im Februar 2018 in Athen uraufgeführten Solo-Performance „Xenos“ verabschiedet sich Akram Khan als Solotänzer von seinem Publikum. In dieser Arbeit rückt der Brite mit Wurzeln in Bangladesch das Schicksal der über eine Million kolonialisierten Inder, die für „ihre britische Krone“ in den 1. Weltkrieg geschickt worden sind, in den Mittelpunkt. Ein früheres Stück nannte er „Until the Lion“ und erinnert damit an ein indisches Sprichtwort: „Until the lion tells the story, the hunter is the hero! / Bis der Löwe die Geschichte erzählt, ist der Jäger der Held!“, In „Xenos“ (griechisch: "der Fremde"), dem im Festspielhaus St. Pölten getanzten Solo, ist Akram Khan der Löwe; er schreibt die Geschichte um und nimmt die Perspektive der Gejagten ein.
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Nur noch zweimal in dieser Saison ist die Neufassung 2014/16 des abendfüllenden Balletts von Patrick de Bana, „Marie Antoinette“ in der Volksoper zu sehen. Nicht nur mit Wien, wo Marie Antoinette 1755 als Tochter Kaiserin Maria Theresias geboren wurde, ist das Ballett eng verbunden, sondern auch mit Paris und Versailles, wo sie mit erst 14 Jahren mit dem französischen Kronprinzen Louis Auguste verheiratet worden ist. Als dieser als Ludwig (Louis) XVI. König wurde, wurde Marie-Antoinette Königin von Frankreich und Navarra.
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Mit launigen Worten leitete Manuel Legris die Programmvorschau auf seine vorletzte Saison ein, die mit vier Premieren, je zwei In der Staatsoper und Volksoper, aufwartet. Davor aber bietet auch der Juni sowohl am Ring wie am Gürtel genügend Abende, an denen das Wiener Staatsballett das Publikum verzaubert. Nicht zu vergessen, den Höhepunkt jeder Saison, die bombastische Nurejew Gala am 29. Juni 2018.
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