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Alex Capus: „Königskinder“, Roman

Tina und Max umfahren mutwillig die Absperrung zur Straße auf den Jaunpass und befinden sich bald mitten im Winter. Je höher sie in hrem kleinen Auto die Haarnadelkurven hinaufklettern, desto dichter wird der Schneefall. Um nicht im Graben zu landen, müssen sie stehenbleiben, warten, bis Hilfe kommt. Damit die bald hereinbrechende Nacht schneller vergeht, erzählt Max eine Geschichte, eine Liebesgeschichte aus dem 18. Jahrhundert. Wahr, bestens recherchiert und stimmig.

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Dennis Lehane: „Der Abgrund in dir“, Roman

In diesem neuen Roman stellt der amerikanische Autor Dennis Lehane zum ersten Mal eine Frau in den Mittelpunkt, Rachel Childs. Für Liebhaberinnen Lehanes, dessen Romane, etwa „Mystic River“ (Deutscher Titel „Spur der Wölfe“) oder „Shutter Island“ erfolgreich verfilmt worden sind, eine Überraschung, gar kein typischer Lehane. Entgegen seinem bisher linearen Stil beginnt Lehane den Roman mit einer Reihe von schockierenden Szenen, Puzzleteile, die sich erst im Lauf der Erzählung zusammenfügen. Rachel versucht herauszufinden, wer sie ist. Am Ende wissen es zumindest die Leserinnen.

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Richard Eyre / Ian McEwan : „Kindeswohl“

Eindrucksvolle Verfilmung des 2014 erschienen gleichnamigen Romans von Ian McEwan. Der Autor hat selbst das Drehbuch geschrieben und, wie schon in der Verfilmung seines Romans „Am Strand“ nach seinem Drehbuch, Literatur in Bilder umgesetzt. Emma Thompson spielt die zentrale Rolle, Fiona Maye, eine hochrangige Richterin in London, die einen komplizierten Fall zu lösen hat.

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Mick Herron: „Slow Horses“, Kriminalroman

Slow horses, die lahmen Pferde, sind abgehalfterte Agenten, die vom noblen Regent’s Park, wo die Superstars des Londoner Spionagebüros MI5 aus und ein gehen, ins Slough House versetzt worden sind, weil sie gravierende Fehler gemacht haben. Jeder der Untergebenen des grantigen, ungepflegten Jackson Lamb, ebenfalls strafversetzt, wartet auf eine Chance, sich zu beweisen und wieder ins Mutterhaus zurückkehren zu dürfen. Ein Thriller der besonderen Art, voll Spannung und Ironie.

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Patrick Modiano: „Schlafende Erinnerungen“

Patrick Modiano macht süchtig, auch wenn er seit Jahren immer wieder der Kunst des Erinnerns huldigt. Er sucht diese Erinnerungen in den Straßen und Cafés von Paris, die so konkret sind, dass man meint, schon selbst dort spaziert zu sein. Wie Träume erscheinen diese schlafenden Erinnerungen an die 1960er Jahre, als er als Student, der nicht studierte, durch die Bezirke schlenderte und seine Eindrücke und die Namen von zufälligen Begegnungen in ein kleines Heft notierte. Er muss diese Erinnerungen immer wieder wecken, auch um den Modiano-infizierten Leserinnen davon zu berichten.

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Madame D’Ora und Moriz Nähr im Leopold Museum

Gleich mit zwei Ausstellungen lockt das Leopold Museum Freundinnen der frühen Fotografie ins Haus. „Machen Sie mich schön, Madame d’Ora“ beschäftigt sich ausgiebig und üppig mit der Mode- und Gesellschafts-Fotografin Dora Philippine Kallmus (1881–1963), die sich mit dem Künstlernamen Madame d’Ora anreden ließ. Gleich nebenan, schlichter präsentiert, sind die Bilder des „Fotografen der Wiener Moderne“ Moriz Nähr (1859–1945) zu studieren.

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Susanne Falk: „Anatol studiert das Leben“ Roman

Auch wenn die Geschichte von Anatols Abenteuer im Winter spielt, eignet sie sich bestens als federleichte Sommerlektüre. Anatol ist nicht nur das Zentrum des Romans von Susanne Falk, auch die gesamte Wiener Familie kreist um ihn. Der kleine Bruder von drei Schwestern ist ein wenig sonderbar, ein Außenseiter, nahezu autistisch. Doch er schlägt sich tapfer durchs Leben und bis nach Frankreich, weil ihn die Liebe überfallen hat. Ein amüsanter, schwungvoller Roman.

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Pelzverkehr Festival für Tanz und Performance 2018

Auch die dritte Edition des Kärntner Tanz- und Performance-Festivals wirft wieder einen Blick auf heimische Produktionen, zeigt aber auch Interessantes aus den Nachbarländern im Alpen-Adria-Raum. Zwischen 18. September und 2. Oktober 2018 sind in Klagenfurt / Celovec fünf österreichische Erstaufführungen und eine Uraufführung zu sehen. Eröffnet wird das Festival am 18. 9. mit drei Solos (Alva Morgenstern, Wilhelmina Wilie Stark, Andrea Hackl), wie alle weiteren Vorstellungen im theaterHalle 11 / Klagenfurt.

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Wim Wenders: „Grenzenlos / Submergence“

Grenzenlos“ ist der deutsche Titel des jüngsten Filmes von Wim Wenders, gedreht nach dem Buch „Submergence“ („Eintauchen“) des ehemaligen Kriegsreporters J. M. Ledgard. Der eingedeutschte Titel hat mit dem Filminhalt wenig zu tun, allerdings wird auch nicht ganz klar, was der Regisseur tatsächlich wollte. Liebesromanze oder Diskussion existenzieller Themen? Die große Romanze jedenfalls endet in den Tiefen des Ozeans und in den Gefangenenlagern von islamistischen Terroristen. Alicia Vikander, James McAvoy und das Meer spielen die Hauptrollen.

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Georg Haderer: "Schäfers Qualen“, Krimi, tb

Diese Qualen von Major Johannes Schäfer, Tiroler in Wien, sind der Leserin alles andere als eine Qual. Eher ein Vergnügen, garniert mit klugen Gedanken. 2009 hat Georg Haderer, ebenfalls Tiroler in Wien, seinen ersten Krimi veröffentlicht und ist dazu wohl wieder in seine Heimat gereist, so authentisch und auch ein wenig boshaft ist dieses erfolgreiche Debüt. Wer Krimis gern in der Bahn liegen lässt, um andere zu erfreuen oder in der Badewanne liest, was nicht ohne Tauchübungen des Papiers möglich ist, für die gibt es jetzt den Tirolausflug des eigenwilligen Polizeimajors als Taschenbuch.

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