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Ophelia unter der Dusche, der Rest ist Schweigen

Mit einer Uraufführung ist die südafrikanische Choreografin und Tänzerin Dada Masilo nach Wien gekommen. Im Rahmen von ImPulsTanz hat sie im Burgtheater viermal ihre Version von Shakespeares Tragödie Hamletgezeigt. Jedes Mittel, Tanz und Livemusik mit Gesang, Text und Schauspiel wird eingesetzt. 60 Minuten, bis nur noch Leichen auf der leeren Bühne liegen und auch Ophelia in einem langen Solo sich in den nassen Tod tanzt.

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Was wäre, wenn – eine choreografische Studie

Mit ihrem im Herbst 2023 als Teil ihres aktuellen Research-Projekts Untitled landscapes uraufgeführten Solo Dance is the archeologist, or an idol in the bone war DD Dorvillier, nach Stationen in Spanien, Frankreich, der Schweiz und New York, Ende Juli zu Gast bei ImPulsTanz. Die sehr persönliche Studie über die Oberflächen und Tiefen des (eigenen) Tanzes berührt nicht nur dank der einnehmenden Präsenz der Choreografin, die sich hier „Schicht um Schicht“ zu sich selbst und all ihren Möglichkeiten tanzt.

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Unsichtbare Menschlichkeit

Was wie die Endszene eines Science-Fiction-Films aus den 1980er Jahren wirkt, ist das Anfangsbild von Astrid Boons' Stück Khôra. Die belgische Choreografin zeigt ihr Gruppenstück Rahmen des 41. ImPulsTanz Festival als Teil des Programms für junge ChoreografInnen, (8:tension), in der vor allem vom Tanzquartier genutzten Halle G im Museumsquartier.

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Klingende Körper, getanzte Kulturgeschichte

Mirlitons von François Chaignaud, der dieses Jahr sein 20-jähriges ImPulsTanz-Jubiläum begeht, und Aymeric Hainaux feierte seine Österreich-Premiere im Wiener Odeon. 2010 waren der Choreograf und Tänzer und der bildende Künstler und Beatboxer einander das erste Mal begegnet. Seit 2020 arbeiten die beiden gemeinsam an dieser anhaltenden, sich stetig verändernden, herausfordernden Begegnung, die ebenso schelmisch wie experimentell, Referenzgenreich wie berührend ist.

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Vier Jahreszeiten, Vier Körper: Pure Magie

Der Choreograf Radouan Mriziga und die Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker haben, mit Unterstützung der Geigerin Amandine Beyer, gemeinsam Antonio Vivaldis Programmmusik, vier Concerti mit dem Titel Die vier Jahreszeiten, in Bewegung umgesetzt. Il Cimento dell’Armonia e dell’Inventione, uraufgeführt im Mai 2024 in Brüssel, ist als Höhepunkt des ImPulsTanzFestival vier Mal im Volkstheater gezeigt worden.

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W. Kentridge: Zwischen Pathos und Poesie

William Kentridge, der unvergleichliche Künstler aus Südafrika, hat wieder eine Show inszeniert. The Great Yes, The Grat No ist der rätselhafte Titel des theatralischen Opernspektakels, mit dem der Meister und sein Team derzeit durch Europa reisen. Auch im ImPulsTanz Festival hat die Produktion haltgemacht und mit drei Vorstellungen im Burgtheater das Publikum unterhalten.

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Glitch Choir: Einsam und gemeinsam

Im White Cube auf der vierten Etage des Mumok präsentieren Deva Schubert und ihre KollegInnen Glitch Choir, ein Stück, das den Körper als Hohlraum für Resonanzbeziehungen zwischen den Performerinnen nutzt. Im Rahmen des Impulstanz-Festivals wird das Stück insgesamt dreimal aufgeführt. Unter der Leitung von Chris Haring ist es Teil des Rahmenprogramms (8:tension), das jungen ChoreografInnen eine Bühne bietet.

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Clara Furey, Inmitten sinnlicher Wellen

Schwingen, biegen, wiegen, wogen, strömen, schwanken, pulsieren und selten hart aufeinanderprallen. Sanft bewegt sich das Wasser, sanft bewegen sich vier Körper auf der Bühne, sinnlich und ephemer. Unarmoured nennt die kanadische Tänzerin, Choreografin und Musikerin ihre jüngste Kreation. Zu Beginn des ImPulsTanz Festival zeigte sie Unarmoured, selbst mittanzend, im Odeon.

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Schwarz ist die Nacht, schön der helle Nebel.

Mit Silent Lovers ist Luca Bonamore nach 2022 und 2023 zum dritten Mal Gast des ImPulsTanz-Festivals. Im Rahmen der Young Choreographers’ Series [8:tension] gastiert er bis 11. August im Schauspielhaus Wien. Restlos ausverkauft – und mit zwei Zusatzvorstellungen – untersucht Bonamore das Phänomen des nächtlichen queeren Cruisings als komplexes Gesellschaftsmosaik zwischen Tabu(bruch) und Verletzlichkeit, trotzigem Aufbegehren und bitterer Ironie.

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Seltsame Blüten in den grünen Ebenen Irlands

Irland gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Donal Ryan erzählt von drei Generationen der irischen Familie Gladney und von all dem, was nicht besprochen wird. Rassismus und der Wandel der Gesellschaft sind nicht seine Themen, lieber erzählt er von den Menschen, von Liebe und Sexualität, Freundschaft und Toleranz. Seltsame Blüten (Strange Flowers) nennt der preisgekrönte irische Autor seinen sechsten Roman.

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