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Wiener Festwochen – „Fishers of Hope. Taweret“

In einfachen Bildern öffnet Lara Foot, Autorin, Regisseurin und Leiterin des Baxter Theatre Centre in Kapstadt, die Türe in einer Hütte in einem afrikanischen Fischerdorf. Mehr schlecht als recht lebt hier eine zusammengewürfelte Familie. Aufgeben oder weiter kämpfen ist die Frage, die jede und jeder Einzelne für sich allein beantworten muss. Dramatisch verstärkt wird die zu Herzen gehende Geschichte, Europapremiere im Rahmen der Festwochen, durch Musik, Gesang und Tanz.

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Wiener Festwochen – Kettly Noël

Je ne suis plus une femme noire / ich bin keine Schwarze mehr“ nennt Kettly Noël, geboren in Haiti, in Mali zuhause, ihr neues Tanzstück, dessen Uraufführung im Rahmen der Wiener Festwochen stattgefunden hat. Mit Noël agiert der bildende Künstler Joël Andrianomearisoa aus Madagaskar auf der Bühne des Plastikersaales im Künstlerhaus. Material für das Stück ist ihre eigene Biografie, die Biografie einer schwarzen Frau.

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Dschungel Wien – "Do You Jodel?"

In einer fröhlichen Show fragt das Ensemble IYASA aus Simbabwe das junge Publikum im Dschungel Wien, was denn typisch österreichisch sei. Die Kinder können mit dieser Frage noch wenig anfangen. „Do You Jodel?“ könnte sie dennoch fesseln, würde die hinreißende Darbietung nicht durch die Ansage hölzerner Texte gebremst.

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Junge Talente – Zum Beispiel Greig Matthews

In drei Vorstellungen dürfen junge Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne der Volksoper ihr Talent zeigen. Nicht nur TänzerInnen, die bereits in Solorollen aufgefallen sind, präsentieren sich dem Publikum, auch so manche NewcomerInnen und Mitglieder des Corps des Wiener Staatsballetts werden in einem vielfältigen Programm ihrem Mentor und Direktor Manuel Legris alle Ehre machen.

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AH / HA – Lisbeth Gruwez im Tanzquartier

AH / Ha ist eine Performance über das Lachen. Um das  Lächerliche geht es dabei der Choreografin und Tänzerin Lisbeth Gruwez  keineswegs. Im Gegenteil sie erzeugt mit ihrem Stück über das Lachen auch Horror und Angst, schenkt aber mit HA HA das AHA-Erlebnis, dass Lachen zusammenschweißt. Allein zu lachen ist halb so lustig. Die flämische Künstlerin  tritt mit ihrer Gruppe "Voetvolk" im Tanzquartier auf.

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Osterfestival Tirol – Olivier Dubois: "Souls"

„Seelen“ nennt der renommierte französische Choreograf Olivier Dubois, sein neuestes Stück. Sechs Tänzer aus verschiedenen afrikanischen Ländern ziehen Spuren im Sand. Spuren der Seelen, eingeprägt, wieder gelöscht, ein Logbuch des Schicksals, ein Archiv der Schicksale. Eine Reise vom Leben zum Tod, der das Leben erst so richtig bestätigt. Ein von Trommelwirbel akzentuierter Abend, meditativ und fesselnd.

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Kollektiv Berlin – Osterfestival Tirol

Jerusalem, Besuch nach zehn Jahren © Gael MaleuxAus dem Zyklus „Holozän“, einer Serie von Stadtporträts, zeigte das Künstlerkollektiv Berlin den zweiten Besuch in Jerusalem als performative Video-Installation im Salzlager von Hall i. T. 2003 schon besuchte Berlin zum Auftakt von „Holozän“ die geteilte Stadt, um mit BewohnerInnen zu sprechen, zehn Jahre später wiederholten sie den Besuch und aktualisierten das Porträt. Das Fazit ist traurig: Es wird schlimmer und schlimmer.

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Tino Sehgal/ Musée de la Danse – Tanzquartier

Tino Sehgal: Flüchtige Kunst. © Tanzquartier Drei splitternackte Tänzer treten nacheinander in unterschiedlichen Räumen als lebendige Archive der Choreografie auf. Vor 15 Jahren hat der damals junge Konzeptkünstler Tino Sehgal sein Stück „Ohne Titel“ bei der Tanzplattform Deutschland vorgestellt. Bei der Wiederaufnahme im Tanzquartier lässt er Andrew Hardwidge, Frank Willens und Boris Charmatz die Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts bewegt in Erinnerung rufen.

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Semperoper – "Schwanensee" von A. S. Watkin

Auch bei der 44. Vorstellung, mehr als fünf Jahre nach der Premiere, ist das Publikum in der Sächsischen Staatsoper (bekannter als Semperoper) entzückt vom Schauspiel am „Schwanensee“. Die Gäste bleiben paralysiert in den Sitzen kleben, klatschen jubelnd im Takt. Der Ballerina, Svetlana Gileva, wird ein Strauß roter Rosen überreicht, der Dirigent, David Coleman, bedankt sich winkend für die immer von neuem aufbrandenden Bravorufe.

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Swaying Abschlussabend – Time and desire

Aufstehen, umfallen, rollen, rutschen, krabbeln, den Rollstuhl verlassen, um sich selbständig fortzubewegen, stolpernd oder auf Knie, gestützt oder getragen; den Rollstuhl okkupieren, um zu fühlen, wie das ist, darin eingesperrt zu sein; die Krücken nehmen und strauchelnd die Bühne queren, die Stöcke weg schleudern und in schnellen Sprüngen das Setting umkreisen, Nicht nur Auftritte und Abtritte sind in diesem Theater zu sehen, auch Auffahrten und Abfahrten. Viele Inseln sind auf der Bühne, auf denen sich Bewegungen und Berührungen abspielen, auf denen getanzt wird, allein als Paar, als Trio, zärtlich oder wild, in Zeitlupe oder Zeitraffer. Der Körper hat viele Möglichkeiten sich auszudrücken, zu kommunizieren, auch der der eingeschränkte.

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